Freitag, 27. September 2019

Kinderfundstück der Woche: Armband



Ich gestehe: Das Kinderfundstück der Woche* finde ich diesmal wirklich schön. Und so passend.
Gefunden hat es das Runzelfüßchen auf Korsika, am Straßenrand. Wir waren gerade auf dem Weg zum Sonnenuntergang gucken. Und irgendwie passte es zum Moment, der Spruch. Klingt ganz dolle kitschig, ich weiß.
Aber naja, im Urlaub ist das Leben eben auch besonders schön. In einem Gedicht gab es mal die Zeile "Verstecke Zettel mit kleinen Botschaften im Haus" (oder so ähnlich). Nun, das Armband wird hier noch lange eine Botschaft sein. Und eine Erinnerung an den schönen Sonnenuntergang.

*Das Kinderfundstück der Woche


Weil sicher nicht nur meine Kinder sondern auch eure immer wieder Kram nach Hause schleppen, präsentiere ich euch jetzt freitags das Kinderfundstück der Woche. Zum Lachen, Wundern und vielleicht auch zum Interesse anmelden. Vielleicht entdeckt ihr etwas, dass eure Kinder sich sehnlichst wünschen. Dann kann ich hier nachfragen, ob sie die Sachen weiterverschenken wollen. Oder ihr schickt mir die Kinderfundstücke eurer Kinder, die Rubrik ist für alle da. Wenn ihr mitmachen wollt, dann schickt ein Foto (bitte ohne Kinder, nur vom Objekt) an hallo at runzelfuesschen punkt de und schreibt ein paar Sätze dazu, was eure Kinder gefunden haben (und wie ihr und sie das finden).

Mittwoch, 25. September 2019

Motzende Eltern und großzügige Kinder



Immer mal wieder, wenn ich besonders gestresst und angespannt bin, schlecht geschlafen habe und einfach von der Lautstärke der drei Kinder überfordert bin, dann motze ich sie an. Weil sie mir zu laut sind, weil ich doch schon hundertmal gesagt habe, weil ICH jetzt Ruhe brauche.

Motzen ist nicht gut


Wir alle wissen, dass motzen nicht toll ist. Dennoch finde ich es ein Stückweit auch normal. Ich jedenfalls schaffe es nicht immer nett und freundlich und zugewandt zu sagen, was mich so stört, was für die Kinder gefährlich ist. Und es ist ja auch nicht so, als würden die Kinder mich nicht auch anmotzen. Oder ich meinen Partner.

Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber ich möchte hier mal klarstellen: ja, im Hause Runzelfüßchen wird gemotzt. Von allen. Nicht immer. Nicht andauernd. Niemals unter der Gürtellinie, niemals niederschreiend. Aber doch laut.

Ich meckere meine Kinder an


Oft fühle ich mich schlecht, weil mir doch von allen Seiten gesagt wird, dass Motzen und Schimpfen schlecht ist. Dass ich das unbedingt abstellen muss. (demnächst stelle ich euch jede Menge Bücher zu dem Thema vor, denn trotz allem finde ich das Thema ja wichtig).Und weil ich ja auch selbst weiß: So richtig toll ist meckern nicht. Dennoch, ob das noch mal zu sagen: Wir reden hier nicht von anschreien (was selten, sehr selten natürlich auch passiert, ich bin da mal ganz offen mit euch). Wir reden von "Hör doch jetzt bitte auf damit." "Ich hab das schon so oft gesagt. Hörst du jetzt bitte. Lass das jetzt. Hörst du mich überhaupt. Nein, ich möchte das jetzt nicht. Kannst du bitte etwas leiser sein, mir ist das zu laut. Es ist zu laut. Ja, mir ist es zu laut. Lass es jetzt bitte." So, ihr habt eine ungefähre Ahnung davon, oder?


Sonntag, 22. September 2019

Von Steinzeiten und Geschichte - das Wochenende in Bildern

Wir sind noch immer in Korsika, aber langsam, langsam müssen wir uns mit dem Ende des Urlaubs befassen. Ich kann gar nicht glauben, dass die Zeit schon wieder gekommen ist. Wir sind in einer neuen Unterkunft und nach einigen stressigen Momenten (weil sich die Kinder eben doch immer neu orientieren müssen) wird es langsam wieder entspannter.

Samstag, 21. September 2019


Der Tag beginnt mit einem Unfall. Eigentlich wollten die Kinder zusammen mit meinem Mann Baguette holen. Aber dann gab es ein Wettrennen zwischen den Kindern, eins fiel hin und mir dann weinend und blutend in die Arme. Das Kind mag eigentlich keine Pflaster (was ich gut finde), aber es blutet doch sehr, so dass wir erstmal was drauf machen.

Dann gehts nach Filitosa, der historischen "Hauptstadt" Korsikas, vor mehr als 8000 Jahren. Ich erwähnte ja schon, die Kinder sind von der Steinzeit seit unserem Besuch auf der Insel extrem fasziniert und in der Nähe gibt es eben nun einen weiteren Ort. Filitosa. Auch das ist interessant, allerdings ziemlich überlaufen. Es ist natürlich trotzdem noch beeindruckend zu sehen, wie die Steinzeitmenschen hier gelebt haben könnten, aber der Ort regt lange nicht so die Phantasie an  wie der, den wir letzte Woche besucht haben.

Wir klettern und erkunden und überlegen, wie das Leben damals so war. Wie wir damals gelebt hätten. Ob wir glücklich und dieselben Menschen gewesen wären. Besonders das Runzelfüßchen findet solche Überlegungen spannend.
Während sie also philosophiert rutscht ihr Bruder wieder aus und schrabt sich auch noch den Fuß total auf. Stark blutend. Außer Wasser haben wir nichts dabei, es muss also irgendwie so gehen. Er hält sich tapfer, humpelt aber und will dann auch nichts mehr anschauen. "Heute ist wirklich mein Pechtag, Mama", erklärt er mir.

Wir fahren wieder, wir haben ja auch alles gesehen, was es zu sehen gab. Und landen, natürlich, irgendwann in einem Buchladen. Die Kinder vermissen ihre Bibliothek, vermute ich. Ich liebe diese Buchreihe, die es nur in Frankreich gibt und die im Prinzip an "Was ist was" oder "Wieso, weshalb, Warum"? erinnert. Nur sind diese hier irgendwie schöner gezeichnet und auch umfangreicher. Es gibt keinerlei Klappen aber alles wird gut erklärt. Die Kinder lesen sich durch alle Bücher, die sie finden können und natürlich wünschen sie sich auch eines. Ich gestehe, dass ich beim Runzelfüßchen schneller "ja" sage. Sie hat sich nämlich ein Buch über die Steinzeit ausgesucht, was natürlich sehr passend ist.
Herr Annika wünscht sich das Buch über Züge. Ich möchte das nicht kaufen, weil wir mit französischen Zügen ja wahrlich wenig am Hut haben. Das erkläre ich ihm auch und bitte ihn, sich für ein eher allgemeineres Thema zu entscheiden. Was in Geschrei endet. Egal was ich anbiete, er möchte es nicht. Ich möchte gehen, denke gleichzeitig aber, dass ich ja selbst "Schuld" an dem Ausbruch bin und da jetzt durch muss. Am Ende bekommt er ein Buch über LKWs/ Autos und ist zufrieden. Ich denke noch lange über diesen Moment nach.

Freitag, 20. September 2019

Streik


Und was macht ihr fürs Klima?

Mittwoch, 18. September 2019

Über Geburtstag, dritte Kinder und Einsamkeit

Sind dritte Kinder weniger wichtig? Natürlich ist diese Frage total ketzerisch. Das dritte, vierte, fünfte ... Kind ist selbstverständlich genauso wichtig wie das erste oder zweite. Und doch muss ich im Alltag immer wieder feststellen, dass alles auf zwei Kinder ausgelegt ist. Offensichtlich auch die Aufmerksamkeit anderer Menschen. Was ich unfassbar traurig finde.

Kaum jemand denkt ans Baby


Vor Kurzem hatte das Baby Geburtstag. Nun ist es also offiziell gar kein Baby mehr. Eins ist er geworden. Wollt ihr mal raten wer ihm zum Geburtstag gratuliert hat? Also außer uns Eltern und seinen Geschwistern? Es kamen drei weitere Glückwünsche an. Von den Großeltern (die allerdings darauf bestanden, dass das ja eigentlich auch nicht so wichtig sei, er würde es ja nicht mitbekommen), von einem Onkel plus Familie und von einer befreundeten Familie. Drei, sagen wir mal Familien (obwohl die Kinder selbst natürlich noch zu klein sind) haben an ihn gedacht. Der Rest meiner Familie nicht. Auch von unseren Freunden niemand. Mich macht das in der Tat tiefbetroffen und traurig. Weil ich erinnere wie viele Glückwunschkarten wir zum ersten Geburtstag des Runzelfüßchens erhalten haben. Oder bei Herrn Annika. Nur diesmal: Schweigen im Walde. Als wäre es nicht wichtig, wann unser drittes Kind Geburtstag hätte. Oder, dass es überhaupt da ist.


Sonntag, 15. September 2019

Vom Wandern und Baden - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende kommen nur ein paar Fotos, weil das Internet hier auf Korsika in unser Hütte so schlecht ist. Aber so habt ihr trotzdem eine Ahnung davon, was wir hier so machen. 
Am Samstag waren wir wandern. Wieder eine Empfehlung aus dem Reiseführer "Korsika mit Kindern" und diese Mal war der Weg auch viel besser beschrieben. 
Herr Annika ist vom Wandern erst immer wenig begeistert. Seine Schwester dafür etwas übereifrig, so dass der Beginn jeder Tour von ständigem Ermahnen (nicht noch auf den Baum zu klettern...) und bitten doch überhaupt loszulaufen geprägt ist.

 

Aber dann.... Wenn wir dann unterwegs sind, dann ist es meistens richtig toll. Diesen Ausblick hier konnten wir genießen, weil das Baby eine Stillpause verlangte. Und ich mich hinsetzte wo der nächste Stein gemütlich aussah. Das hatte zur Folge, dass wir diesen Platz erst entdeckten, als alle saßen, Ruhe einkehrte, Salzstangen geknabbert wurden und wir Zeit hatten, uns wirklich umzuschauen. Vorher war, wie gesagt, ja auch eher Antreiben und Bitten das Thema. Diesen Platz hier wollte aber niemand mehr verlassen. Schön, oder? Und welch Glück, dass das Baby stillen wollte. Sonst hätten wir das verpasst. 

Freitag, 13. September 2019

Kinderfundstück der Woche: Französisch Wörterbuch



Als hätte Herr Annika etwas geahnt., das Kinderfundstück der Woche* passt einfach perfekt...
Da wir ja nicht wie geplant in den Urlaub fliegen konnten brauchen wir eine Alternative. Und haben uns für Korsika entschieden. Das kennen wir schon, da ist es nett, jetzt nicht zu heiß und nicht zu kalt und es ist vergleichsweise einfach zu erreichen. Und auch spontan eben machbar.

Herr Annika fand also dieses Wörterbuch für französisch-deutsch und es schien wie ein Zeichen des Himmels. Korsika also. Und für den Fall wir wissen nicht weiter haben wir jetzt immerhin ein hübsch geknicktes Eselsohrenheft, was wir nach Worten absuchen können.


Mittwoch, 11. September 2019

Manchmal kann ich nicht mehr - Bedürfnisse einer Mutter



Nach müde kommt doof. Sagt man so. Stimmt irgendwie auch. Nicht, dass ich nun total doof wäre, aber doch, mir fällt auf, dass der jahrelange Schlafentzug mich ganz schön angreift. Ich glaube, ich habe das bisher gar nicht so richtig thematisiert, aber ja, auch das Baby schläft nicht. Also wenig. Und überhaupt noch ganz anders als der dreijährige schlechte Schläfer es immer getan hat.

Kein Durchschlafen seit drei Jahren


Ich schlafe also seit drei Jahren tatsächlich keine Nacht mehr durch. In der Schwangerschaft mit dem Baby hatte ich Herrn Annika irgendwann abgestillt. Das Stillen schmerzte mir zu sehr und er hat das auch ganz gut mitgemacht. Nun wollte er nachts also nicht mehr gestillt werden und schlief tatsächlich besser. An dieser Stelle will ich aber dringend betonen: Ich glaube nicht, dass Abstillen immer automatisch zu durchschlafenden Kindern führt. In unserem Fall glaube ich zum Beispiel, dass die Zeiten dafür einfach sehr nah beieinanderlagen und Herr Annika vielleicht ein paar Wochen später auch aufgehört hätte nach Muttermilch zu fragen.

Sonntag, 8. September 2019

Vom Meer und Bergtouren - das Wochenende in Bildern

Wir sind endlich im Urlaub. Nachdem unsere geplante Reise nach Sri Lanka ja abgesagt werden musste, haben wir uns nun auf den Weg gemacht. Nach Korsika. Die Insel kennen wir schon aus den letzten zwei Elternzeiten und so kam es, wie es kommen musste. Wir sind eben auch beim dritten Mal wieder hier.
Aber auch hier frage ich mich: Ist nur meine Familie so unglaublich laut?

Samstag. 07. September 2019


Unser Frühstück beginnt wie jeden Morgen mit frischem Baguette und einem Croissant. Wir haben das Glück, das es genau gegenüer unserer Ferienwohnung einen für den Ort sehr berühmter Bäcker gibt. Deswegen holen wir natürlich dort auch jeden Morgen unser Frühstück.

Danach geht es nach Bastia. Das ist die größte Stadt hier in der Nähe und wir wollen sie wenigstens einmal besuchen. Ja, wir waren schon sehr oft hier, aber irgendwie ist es ja auch ein bißchen wie nach Hause kommen. Und das Gute ist: Wenn man sich irgendwo schon ein bißchen auskennt, dann kann man die weniger interessanten Ecken auch weglassen.
Was wir so auch noch nicht gesehen haben: Es gibt hier Tunnel, die für Autos bis 2,60m Höhe zugelassen sind. Und während wir in der Nähe laufen sehen wir, wie ein Wohnwagen diese Höhenbegrenzung igoniert und jetzt irgendwie ohne Dachaufsatz oder Klimaanlage weiterfahren muss. Der Fahrer hat sich das Ding einfach angesäbelt. Hab ich noch nie erlebt.

Freitag, 6. September 2019

Kinderfundstück der Woche: Harry Potter Schal



Das Kinderfundstück der Woche* kommt vom Runzelfüßchen. Sie hat etwas gefunden, wovon sie gar nicht richtig weiß, was es ist. Sie ist zu klein für Harry Potter und ich gestehe: Ich hab die Bücher nie gelesen. Trotzdem kam mir die Farbgebung vom Schal den sie in einer "zu verschenken" Kiste auf der Straße gefunden hat "verdächtig" vor. Und siehe da, ein kleines Schild verrät, dass es sich um Harry Potter Merchandise handelt.


Mittwoch, 4. September 2019

Das erste Jahr mit Baby - eure Erfahrungen



Das erste Jahr mit Baby ist etwas ganz besonderes, oder? Eine Zeit, die sich tief in uns einbrennt. Und nein, es ist keine Zeit in der alles immer rosarot und watteweich ist. Das wurde in den letzten Jahrzehnten nur irgendwie immer wieder verschwiegen.
Wir feiern hier bald zum dritten Mal einen erster Geburtstag. Für mich ein schöner Moment um mal zurückzublicken auf das was so war. Mich zu erinnern wie ich die Babyzeit so erlebt habe. Und auch, um eure Erinnerungen zu teilen. Für alle, die noch mittendrin stecken gibts auch etwas zu gewinnen.

Drei Mal erstes Babyjahr


Inzwischen habe ich bei drei Kindern auch (fast) drei erste Babyjahre hinter mir. Und ja, die waren in vielen Dingen gleich, weil Babys einfach ähnliche Dinge durchleben, in viel viel mehr Punkten aber auch individuell. Weil Babys eben eigenständige Menschen sind und nicht immer alles nach Plan verläuft. Vor Kurzem kam ein Rezensionsexemplar von "Wow Mom" hier an, ein Buch, dass Lisa und Katharina von StadtLandMama gemeinsam geschrieben haben. Und wow, ist das toll. Tatsächlich hätte ich mir dieses Buch beim ersten Kind schon gewünscht, weil es einen liebevoll durchs erste Jahr begleitet und einem all die Dinge anvertraut, die ich dann mühsam selbst rausfinden musste.

Sonntag, 1. September 2019

Urlaubspläne ändern mit Kinder



Eigentlich solltet ihr hier Fotos aus unserem Urlaub sehen, das erste Wochenende in der Fremde. Wir wollten euch in Bildern mitnehmen, auf dem Blog und in den sozialen Netzwerken.

So, wie wir das auch schon in Thailand gemacht haben. Auch dieses Mal sollte es weit weggehen. Nach Sri Lanka.

Aber das Baby wurde krank. Nicht reisefähig. Also haben wir keine Wahl und bleiben hier. Was schade ist, sehr schade. Denn wir alle hatten diesen Urlaub seit Jahresanfang herbeigesehnt. Im Januar haben wir die Flüge gebucht (und die Reiserücktrittsversicherung, denn mit Kindern weiß man es eben nie.)