Sonntag, 14. Juli 2019

Das Wochenende in Büchern - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Bücher. Weil es Überraschungen gab, weil ich euch was schenken will (jaaa, ihr könnt Bücher gewinnen) und weil ich dachte: Das ist doch mal was anderes, ein Wochenende nur anhand von Büchern zu erzählen.

Samstag, 13. Juli 2019

Ferienanfang! Jetzt hat die Kita geschlossen, wir sind alle zuhause, ich muss arbeiten, aber die Kinder haben Ferien. Und bei uns gibt es eine Tradition: Bücher zum Ferienanfang. Ich hab das Dinobuch und das von Bibi und Tina neulich entdeckt und wußte sofort: Darüber freuen sich die Kinder auf jeden Fall. Und genauso war es auch. Das Baby bekam auch eine Überraschung, seine Freude beschränkte sich auf das Besabbern des Buches. Bedeutet ganz sicher: Danke sehr.

Und, dass das Baby überhaupt ein Buch bekommen hat liegt daran, dass der Carlsen Verlag uns eine Buchbox geschickt hat. Prall gefüllt mit tollen Büchern für die langen, langen Ferientage. Allerdings habe ich die Bücher (bis auf das Babybuch) noch nicht den Kindern gezeigt. Weil ich das komisch finden würde, ihnen sofort einen ganzen Buchstapel in die Hand zu drücken. Sie schätzen Bücher sehr, und damit das so bleibt bekommen sie eben immer mal eins. Obwohl ich gestehe, ich freue mich schon sehr auf die neue Bücher. Und, damit ihr auch was davon habt, habe ich auch einige Bücher für euch rausgesucht, die ihr gewinnen könnt. Ganz unten im Post. (Es gibt auch mehr als nur Kinderbücher, versprochen)


Sonntag, 7. Juli 2019

Vom Verantwortlich sein - das Wochenende in Bildern

Mein Mann ist ausgeknockt, das erste Mal seit ewig. Und so heißt es: Alles hört auf mein Kommando (oder eben eher nicht...) Ich muss gestehen: Ich bin nach diesem Wochenende ziemlich durch. Und mache mir Sorgen um die Zukunft.

Samstag, 06. Juli. 2019

Mein Mann ist krank und muss sich ausruhen, er kann mir gar nicht, aber so richtig nicht helfen. Kein "kannst du mal eben", kein "nimm doch mal kurz"... Er muss sich ausruhen und schonen und deswegen bleibt alles an mir hängen. Wir müssen zur Bibliothek, den Wocheneinkauf erledigen, die Kinder müssen auf den Spielplatz und 100 Sachen mehr. Mach alles ich. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit eben komplett allein.
Weil das Baby seit dem letzten Mal allein alles machen aber deutlcih schwerer geworden ist, mein Beckenboden aber nicht fitter, nutze ich zum ersten Mal den gebraucht gekauften Kinderwagen.
Das Baby findet das sehr komisch. Und ich auch. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich an Kinderwagenschieben wieder gewöhnen muss.

Wir kaufen ein. Wir gehen zur Bibliothek, weil einige Bücher überfällig sind. Wir besorgen Geschenke, die wir dringend brauchen. Die Kinder machen relativ gut mit aber das Baby hat schnell keine Lust mehr auf den Kinderwagen (auf Schlafen aber auch nicht). Weil ich ahne wie die Tage weitergehen bevorrate ich mich schon mal mit Nudeln und passierten Tomaten. Das können die Kinder ja auch öfter essen. Und ich mag, dass es passierte Tomaten mittlerweile im Glas gibt. Wieder was für die Umwelt getan.

Zur allgemeinen Erbauung gibt es erstmal Melone. Also für alle, außer mich. Tatsächlich ist es so, dass ich oft nichts essen kann wenn ich Stress habe. Die Melone geht aber auch ohne mein Zutun gut weg.
Dann schreiten die Kinder wieder und ich schnappe mir alle drei für eine Runde auf dem Spielplatz. Das macht tatsächlich allen Spaß, so dass ich kurz denke: Na guck, geht doch alles. Dann fällt wieder jemand vom Klettergerüst und es herrscht Not.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Selbstständig im Sommer

Früher dachte ich immer: was haben die denn alle, man kann doch auch im Sommer bloggen, das Leben geht weiter, es gibt doch soviel zu erleben und zu berichten.
Heute sehe ich das anders. Also natürlich stimmt nach wie vor, dass es viel zu berichten geben würde. Aber ich habe nicht mehr die Zeit alles aufzuschreiben. Weil ich die Zeit mit den Kindern genieße und das Baby abends nach wie vor nicht allein schlafen will/kann. Meine Zeit ist begrenzt und gerade jetzt im Sommer unternehmen wir so viel, dass ich manchmal gar nicht hinterherkomme.

Als ich auf Facebook eine Zusammenfassung vom letzten Wochenende schrieb, weil ich einfach nicht geschafft habe abends noch das Wochenende in Bildern auf den Blog zu laden, da schrieb jemand: "Das klingt nach einem ERfüllten Wochenende, nicht nach einem gefüllten.
Und genauso ist es. Die Zeit ist sehr erfüllend. Nicht immer, aber oft. Vieles ist stressig, anstrengend, herausfordernd. Aber manches ist auch das pure Glück.

Zum Beispiel wenn ich dem Baby dabei zusehen, wie er immer wieder in die nasse Waschmaschine krabbelt um sich darin abzukühlen und dabei schallend lacht.

Oder wenn Herr Annika mir einen selbstgebastelten Fächer aus der Kita mitbringt, damit mir im Home-Office nicht zu heiß ist.

Oder wenn das Runzelfüßchen den Plan geschmiedet hat in diesem Sommer schwimmen zu lernen. Dann MUSS ich da natürlich dabei sein.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Finanzbücher von und für Frauen


So, jetzt mal Butter bei die Fische: Wie gut kennt ihr euch mit (euren) Finanzen aus? Wie sehr habt ihr euch schon um eure Vorsorge fürs Alter gekümmert?
Die Frage nach den Finanzen hat mich in den letzten Monaten umgetrieben. Weil ich nämlich da den ein oder anderen blinden Fleck habe. Ich bin selbstständig, schreibe meine Rechnungen und mahne an, wenn nicht gezahlt wird. Mit dem täglichen Geldgeschäft komme ich also klar. Aber Vorsorge? Ans Alter denken? Da habe ich bisher immer einen Bogen drum gemacht, auch, weil einfach zu wenig Geld da ist um noch groß was zur Seite zu legen.

Frauen und Finanzen und die Elternzeit


Ich bin seit fast zehn Jahren selbstständig. Die ersten Jahre war gar nichts da, um irgendwas zu sparen. Weil ich eigentlich nur gearbeitet aber nichts verdient habe. Typisch irgendwie, oder? Als es besser lief wurde ich schwanger. Und in den letzten fünf Jahren habe ich drei Kinder bekommen. Was das für meine Karriere und auch meine Rente getan hat muss ich ja nicht groß erklären. Oder vielleicht doch? Denn es ist ja nicht so, als wäre alles schlecht. Inzwischen verdiene ich viel besser als am Anfang, denn mit mehr Erfahrung kommen auch andere Aufträge. Nicht immer, klar, aber immer öfter. Außerdem habe ich die Elternzeit jedes Mal recht "kurz" gehalten, bei allen Kindern habe ich nach sechs Monaten wieder gearbeitet. Als Freie geht das aber auch einfacher, weil ich von Zuhause aus arbeite. Mein Mann übernahm bzw. übernimmt die längere Elternzeit mit acht Monaten. Bedeutet für uns als Familie zwar auch finanzielle Einbußen, hilft mir in meinem Job aber weiter. Denn sind wir mal ehrlich: Niemand wartet ein Jahr auf eine freie Journalistin.

Finanzielle Bildung für Frauen


In meiner dritten Elternzeit habe ich mir aber nun überlegt, dass sich was ändern muss. Ich arbeite noch ein paar Jahre und am Ende will ich nicht von 3,50€ leben müssen. Also habe ich versucht mich schlau zu machen, in meine finanzielle Bildung zu investieren. Aber wo anfangen? Was tun? Ist das nicht alles furchtbar kompliziert? Klar könnte man jetzt sagen: Braucht es wirklich extra Ratgeber für Frauen und Finanzen?
Nachdem ich ein paar Bücher gelesen haben möchte ich mich festlegen: Ja. Es gibt noch viel zu wenig Ratgeber zu diesem Thema. Gerade Mütter und Finanzen ist eine Kombination, das noch total wenig betrachtet wurde. Vermutlich, weil die meisten Verlage sagen: Spitze Zielgruppe, kauft keiner. Aber ich bin davon überzeugt, dass das gar nicht stimmt. Nur, wo kein Angebot, da wird es eben auch schwer mit Nachfrage. Deswegen habe ich mal zusammengesucht, was ich finde konnte und zeige euch eine Auswahl. Schon auf den ersten Blick wird klar: So richtig viele Finanzratgeber gibt es gar nicht. Deswegen habe ich noch ein paar Bücher dazugenommen, die wertvolle Tipps enthalten.
Und weil ich möglichst viele Frauen dazu bringen will, sich mit ihren Finanzen zu beschäftigen verlose ich die Bücher, die ich zur Rezension zugeschickt bekommen habe, an euch. Die, die ich nicht verlose habe ich nur aus der Bibliothek ausgeliehen. Am Ende des Artikels steht, wie ihr die Bücher gewinnen könnt.
Und wenn ihr euch fragt wieso ich hier nur Autorinnen aufliste: Erinnert ihr euch noch an meinen Netzwerkgedanken von Anfang des Jahres? Nun, das ist mal wieder ein Beitrag dazu, dass Frauen mehr Frauen unterstützen sollten. Sharing is caring und so!


Sonntag, 16. Juni 2019

Von Büchern, Bienen und Broten - das Wochenende in Bildern

Was war das bitte für ein Wochenende. Am Samstag super heiß, am Sonntag angenehm kühl. Wir hatten viel vor und haben tatsächlich einiges unternommen. Dafür, das muss ich gestehen, bin ich aber auch ziemlich müde. Und die neue Woche kommt doch erst!
Und, Achtung: Vermutlich enthält der Beitrag Werbung, weil ich euch ein paar Verlage verlinke. Dafür werde ich aber nicht bezahlt, ich mache das, damit ihr schneller die Verlage findet und euch umschauen könnt. Und, weil ich Amazon nach wie vor nicht unterstütze. 

Samstag, 15. Juni 2019


Wir sind auf die BuchBerlin Kids eingeladen. Die erste Berliner Kinderbuchmesse. Es geht ins FEZ, diesmal mit Parkplatz auf dem Gelände. Nicht so wie neulich. Gleichzeitig zur Messe findet aber wohl auch eine Jugendweihefeier statt, weswegen die Kinder sehr viele chic angezogene Menschen bewundern und sich fragen, ob sie sich auch hätten mehr rausputzen sollen.

Es ist sehr sehr warm in der Halle. Und es gibt ganz viele tolle Kinderbücher zu entdecken. Ich werde euch ganz sicher in den kommenden Monaten (erst wollte ich Wochen sagen, aber bleiben wir mal realistisch...) noch einiges zeigen. Hier aber schon ein, na gut, zwei Tipps. Der Stand vom Schaltzeit Verlag, den ich bisher gar nicht kanne, hat ein Buch über die vielleicht drängenste Kinderfrage im Programm. "Was machen Eltern nachts?" Naaaa, wie oft fragen eure Kinder euch das?
Und, das Buch muss ich unbedingt noch genauer ansehen: Die Tangram Katze. Da können eure Kinder nämlich mithilfe verschiedener Formen, die im Buch dabei sind, verschiedene Gestalten legen. Gleichzeitig ist es aber wohl auch eine Geschichte. Klang auf jeden Fall super und ist mal was anderes, als immer nur das immergleiche Puzzle rauszukramen, oder?
Auch toll war das Gespräch mit der Krumulus Buchhandlung. Immerhin hat die eine Auszeichnung als beste Kinderbuchhandlung Deutschlands. Ich war noch NIE da. Aber ihr vielleicht?  Ich jedenfalls mag Menschen, die wissen, worüber sie reden. Und das scheint hier der Fall zu sein.(Gleiches erlebte ich auch am Stand von Ars Edition, ich hab mich gleich in mehrere Bücher verguckt, und die zwei netten Frauen hatten auch sooo viel Input für Themen.)

Wenn ihr Reiseführer sucht, die sich an Kinder richten, dann schaut mal beim "World for Kids" Verlag vorbei. Die Reiseführer sind interaktiv, so dass eure Kinder am Ende ihre ganz eigene Reiseerinnerung schaffen werden.

Während ich mich durch die verschiedenen Verlage arbeitete und sehr nette Gespräche führte, bauten die Kinder draußen im Schatten Häuser. Und Kletterburgen.

Das hier war einer meiner Lieblingsorte. Weil es so heiß war, wurde ein Sprenger aufgestellt, durch den nicht nur immer wieder Kinder liefen, sondern auch viele Erwachsene. Das tat wirklich gut, denn in der Messehalle war es einfach drückend heiß und ungemütlich. In dem Fall kann man ja nur sagen: Leider, denn für einen Ausflug am See wäre das Wetter perfekt gewesen. Wir hatten aber den Besuch für die Messe nun mal samstags geplant und schwitzten daher.


Freitag, 14. Juni 2019

Familienumweltbuch


Heute gibt es mal kein neues Wochenthema. Das liegt daran, dass ich einfach keine Zeit hatte, etwas vorzubereiten. Das Leben eben...
Ich freue mich aber nach wie vor über Einsendungen zu all den Themen, die ich schon vorgestellt habe, oder zu denen ihr vielleicht einfach selbst Ideen habt.

Wie lebt ihr in eurer Familie Nachhaltigkeit? Was macht ihr, um umweltfreundlicher zu leben? Wie klappt das in Familien, denen ja per se vorgeworfen wird eine Umweltsünde zu sein?

Hier kommen die Links zu den bisherigen Posts.
Hier gibts die vorangegangenen Artikel:

Das Buchprojekt
Eure Tipps fürs Kinderzimmer
Eure Tipps für die Küche
Eure Tipps fürs Badezimmer 
Eure Ausmistetipps

Und schreibt mir all eure Ideen zu allem, was euch einfällt an: hallo at runzelfuesschen.de

Sonntag, 9. Juni 2019

Von Stoffen und Skateboard - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende waren wir vor allem auf vier Rollen unterwegs. Denn es gibt bei uns jetzt ein Skateboard. Die samstäglichen Erledigungen durften aber noch ohne das neue Gefährt stattfinden.

Samstag, 08. Juni 2019


Herr Annika und ich gehen zum Bäcker. Er hat eine Mission: Brötchen selbst bezahlen. Auf dem Weg dorthin fragt er mich drölfzig Mal wie die Verkäuferin denn das Geld von ihm bekommt. Und dann müssen wir vor dem Bäcker warten. Draußen. Weil es so voll ist.
Aber es klappt alles, die Frau nimmt sich viel Zeit für meinen Sohn und die beiden tauschen das (Wechsel)geld wie Profis.

Dann gehts zum Stoffmarkt. Haben wir lange nicht gemacht. Das Runzelfüßchen wünscht sich einen Rock für all ihre Freundinnen, die dieses Jahr in die Schule kommen. So dass sie ein gemeinsames Kleidungsstück haben und immer aneinander denken können. Da das etwas mehr als einen Meter Stoff braucht, müssen wir uns bevorraten.
Was mich schockt, weil ich es so auch noch nie gesehen habe: Auf dem Weg aus der UBahn zum Markt kommen wir an zwei Junkies vorbei, die sich gerade ihre Drogen aufkochen. Die Kinder nehmen das zum Glück nicht so richtig wahr, sie beschweren sich nur, dass es unsäglich nach Fäkalien riecht.


Freitag, 7. Juni 2019

Familienumweltbuch: Ausmistetipps


Diese Woche gehts fürs Familienumweltbuch mal an die Kleiderschränke! Und ich bin wirklich auf all euren Input gespannt. Denn ich habe das Gefühl, dank Marie Kondo und Co misten alle immerzu aus. Ich hab das Buch nicht gelesen, deswegen kann ich wenig dazu sagen. Was für mich aber eine ganz große Fragestellung ist: Was macht ihr mit all dem Aussortierten?

Kinder wachsen ja ständig, ich kann ein Lied davon singen, weil ich gefühlt jede zweite Woche Klamotten aussortiere. Klar, beim Baby fällt es am meisten auf, aber auch die größeren Geschwister wechseln regelmäßig Kleidung durch. Der beste Tipp hier zuhause ist natürlich, dass wir die Klamotten vom Runzelfüßchen an Herrn Annika weitergeben und dann ans Baby. Und dann? Tja, das ist tatsächlich irgendwie ungelöst bis jetzt.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Mit Kindern nochmal studieren?



Ich muss euch was erzählen.
Ich habe diesen Traum, schon sehr sehr lange. Ich wollte immer Psychologie studieren. In der Schule war das ein freiwilliges Zusatzfach, ich habe sogar mein Abitur in Psychologie gemacht. Und wollte das dann studieren. Nie mit dem Ziel als Psychologin/Psychiaterin zu arbeiten. Sondern nur so für mich.

Psychologiestudium und Kinder?


Als der NC damals festgesetzt wurde war es dann vorbei. Er lag bei 1,1 oder so, ich hätte ewig warten müssen, ich erinnere, dass ich irgendwie an Platz 7000 irgendwas von 15.000 Bewerber_innen war. Die Chance, einen Platz zu bekommen waren also sehr gering. Ich hätte vermutlich jahrelang warten und dann auch noch aus Berlin wegziehen müssen. Das wollte ich nicht. Stattdessen studierte ich u.a. Gender Studies, etwas, dass ich manchmal gut und manchmal schlecht fand.
Und irgendwann durch Praktika landete ich dann im Journalismus. Ich habe auch schon immer geschrieben, es war nur ein weiterer logischer Schluss. Und vielleicht der zweite berufliche Herzenswunsch. Denn ich wollte auch immer als Journalistin arbeiten. Und genau das mache ich jetzt langem und ich liebe es nach wie vor.

Journalismus Fernstudium in der Schwangerschaft und Elternzeit


Ich habe sogar im Fernstudium, weil schwanger mit dem Runzelfüßchen noch ein Journalismusstudium absolviert, weil ich dachte, dass danach vielleicht wichtig ist. Niemals hat jemand danach gefragt. Aber ich habe einen anerkannten Abschluss, was in Deutschland ja manchmal leider noch super wichtig ist.

Sonntag, 2. Juni 2019

Von kleinen Geschenken - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war Internationaler Kindertag! Ich weiß, dass viele das gar nicht feiern, aber für mich hat es Tradition. Und es gibt immer ein kleines Geschenk. Nun kam es, wie es kommen musste und die Kinder haben dann doch mehr bekommen als geplant. Denn wir waren auch noch auf dem Flohmarkt.

Samstag, 01. Juni 2019


Der Morgen beginnt für die Kinder mit einer Kleinigkeit. Eben weil Kindertag ist. Herr Annika bekommt einen Playmobil-Förster, seine Schwester Lehrerinnen und Schüler und das Baby ein Baby-Pixi. Alle anderen Bücher machen unseren Sohn nämlich sehr sehr wütend, weil das mit dem Umblättern mit acht Monaten logischerweise nicht klappt.
Ich liebe Kindertag und hatte mich so auf die Gesichter der Kinder gefreut. Ihre Überraschung hatte ich ihnen auf ihre Stühle gelegt. Sie haben das nur gar nicht verstanden und pflichtbewusst alles zur Seite geräumt. Ich musste etwas lachen. Die Freude war dann aber umso größer.

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Dann folgte Überraschung Teil Zwei. Das FEZ hatte uns zum Internationalen Kindertagsfest eingeladen. Es gab an diesem Wochenende ein großes Fest. Wir machten den Fehler und fuhren, gegen den auf der Website vermerkten ausdrücklichen Rat doch mit dem Auto, weil es von uns ziemlich weit dorthin ist. Wir fanden einen Parkplatz (später mehr dazu) und mussten dann noch 1,5 Kilometer durch den Wald laufen. Da brauchten wir erstmal eine Stärkung in Form von Quark.

Wir gingen aufs Gelände und die Kinder fanden sofort etwas zum Basteln. Diese Dinger waren echt toll, Matten die mithilfe von Magneten zusammenhalten. Die Kinder wollten eine Höhle fürs Baby bauen, allerdings rissen andere anwesende Kinder ihnen immer die "Bausteine" aus der Hand, so dass am Ende eher Frust blieb.
Wir gingen weiter, es gab ja einiges zu entdecken.

Rollstuhlhindernisparcours. Das Runzelfüßchen probierte es sofort mehrere Runden aus. Ich fand die Idee gut, die Kinder für das Leben im Rollstuhl zu sensibilisieren. Irritierend fand ich mehrere Eltern, die ihre Kinder bei der Aktion natürlich fotografierten und den lachenden Nachwuchs aufforderten jetzt doch mal traurig zu gucken Weil: "Du sitzt ja im Rollstuhl, das ist nicht schön!" Schade, gerade wenn Kinder so unbefangen mit Behinderungen umgehen wäre ein positiver Ansatz doch nicht verkehrt, oder?
Wir versuchten weiter, das Gelände zu erkunden. Wir waren ja schon einmal hier, zum unrühmlichen Flohmarkt. Da konnte ich ja im Prinzip nichts angucken. Diesmal hätte ich was sehen können, aber es ging vor lauter Menschen nicht. Ich hab da in Berlin echt eine hohe Toleranz für Menschenansammlungen, aber das hier, das war mir viel zu viel. Und den Kindern auch. Es gab überall ewig lange Schlangen, weil natürlich alle alles ausprobieren wollten. Kann ich total verstehen. Ist nur mit drei kleinen Kinder einfach extrem stressig. Und es war warm und die Geduld damit irgendwann aufgebraucht. Was schade war, denn im Prinzip gab es ein Kinderparadies mit Basteln, Lernen, Spielen. Aber eben auch unfassbar voll. Und dadurch gab es eine eher gereizte Stimmung. Geschockt war ich, als ich, aus Versehen, zwei Mal in der Schlange stand um für Wasser anzustehen. Das gab es vom Berliner Wasserwerk nämlich kostenlos. Jedenfalls berührte ich dabei zwei Mal zwei Frauen, einfach durch das Gedränge. Ich entschuldigte mich natürlich sofort. Und beide erzählten mir, dass sie an diesem Tag schon mehrfach angegrabscht worden seien. Und, dass sie glauben, dass das bei solchen Veranstaltungen eben normal sei. Mir ist das nicht passiert, aber nein, angrapschen ist nicht normal. Wenn das gestandenen Frauen passiert (so wirkten die Zwei auf mich), was passierte dann den vielen, vielen Mädchen und Jungen vor Ort, die nicht mehr an der Hand ihrer Eltern liefen? Es gab sehr viele "Helping Hands" von Seiten des FEZ, an die man sich sicher hätte wenden können. Aber wer macht das? Für mich war das wirklich schokierend zu hören und einmal mehr der Hinweis darauf, dass wir alle lauter werden müssen gegen Belästigungen aller Art.

Freitag, 31. Mai 2019

Familienumweltbuch: Eure Tipps fürs Badezimmer


Nach der Küche ist... vor dem Badezimmer, genau. Das Thema diese Woche lautet daher: Nachhaltigkeit im Badezimmer. Wie immer gilt: Ihr erzählt mir, was ihr so zuhause unternehmt, um euren Familienalltag umweltfreundlich und nachhaltig zu gestalten. Ihr könnt mir gern aus allen Bereichen eure Ideen senden, für die, die gern eine "Aufgabe" haben, geht es diesmal ums Badezimmer.

Hier ist Waschmittel das vielleicht größte Problem im Bezug auf Nachhaltigkeit. Denn an Waschnüsse oder Kastanien, aus denen man, soviel ich weiß auch Waschmittel machen kann traue ich mich nicht ran. Die Flecken der Kinder sind irgendwie sehr... intensiv, so dass ich nicht recht glauben will, dass die wirklich alle damit rausgehen. Und auch wenn ich parfümiertes Waschmittel nicht nutzen, ich kann nicht einschätzen, ob unsere Wäsche dann nicht muffig riechen würde.
Ich freue mich hier also auf eure Erfahrungen und Anmerkungen.


Mittwoch, 29. Mai 2019

Erfahrungen mit Urlaub im Center Parc Nordseeküste



Unser Urlaub ist jetzt ja schon eine kleine Weile her, aber weil so viele von euch gefragt haben und ich es ja versprochen habe kommt hier noch ein Artikel dazu, wie es uns im Center Parc Nordseeküste gefallen hat.
Zur Transparenz sei gleich am Anfang gesagt: Wir haben den Urlaub selbst bezahlt, es gibt keine Kooperation oder Absprachen.

Als die Elternzeit meines Mannes begann, dachten wir, dass ein Urlaub doch ein guter Start in die Zeit wäre. Einfach mal durchatmen nach den letzten anstrengenden Monaten. Und weil wir noch nie in einem Center Parc waren, dachte ich, dass das doch eine gute Idee sei. Es gibt da ja ein großes Schwimmbad, wo wir uns bei schlechtem Wetter aufhalten könnten und überhaupt die Nordsee, es würde sicher nicht langweilig werden.

Urlaub im Center Parc? Ganz schön teuer (mit etwas Glück aber erschwinglich)


Die Wellnes-Oase im Haus


Ich hab dann auf der Seite vom Center Parc ein bißchen rumgesucht, weil mir manche Preise unfassbar hoch erschienen. Für eine Woche Urlaub wollte ich keine 1000€ ausgeben. Aber es gibt dort tatsächlich auch immer mal ein Schnäppchen. Wir haben letztlich für die sieben Übernachtungen in einem VIP- Haus mit Brötchenservice, gemachten Betten und einem "Spa"-Bereich im Badezimmer knapp 500€ bezahlt. Es wäre auch preiswerter gegangen, aber wir fanden den Brötchenservice eine gute Idee, um uns nicht jeden Morgen zu stressen. Und ok, die Whirlpoolbadewanne und die Sauna hat uns auch gelockt.

Ankommen im Center Parc


Der Check In ging ziemlich schnell, wir standen vielleicht 10 Minuten und haben eine Hülle mit Schüsseln und Zetteln in die Hand bekommen. Dann wurde noch kurz erklärt wie wir zum Haus kommen, und, dass wir im Prinzip überall da parken dürfen, was als Parkplatz markiert ist.
Und genau das ist schon das erste Problem. Dieser Park an der Nordseeküste ist schon per se nicht autofrei, weil man eben am Haus parken kann. Nur: Die ausgewiesenen Parkplätze reichen nicht, wenn der Park (wie zum Zeitpunkt als wir dort waren) ausgebucht ist. In der Konsequenz müssten alle Autofahrer_innen, die keinen Parkplatz am Haus bekommen, auf einem großen Gemeinschaftsparkplatz fahren. In der Praxis machte das niemand. Stattdessen wurde auf Gehwegen geparkt und alle Fußgänger liefen einen Großteil des Weges auf der wenig befahrenen Straße. Finde ich trotzdem nicht so toll, gerade wenn man den Kinder ja mühsam beibringt, dass sie immer auf dem Gehweg laufen sollen.


Sonntag, 26. Mai 2019

Von Ausflügen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war seit längerer Zeit mal wieder halbwegs entspannt. Und das fühlt sich schon toll an, das nur zu schreiben. Also natürlich gab es die üblichen Kabbeleien und Streitigkeiten und Ermahnungen. Aber ingesamt war es doch ein kurzes Aufatmen.

Samstag 25. Mai 2019


Ich räume zu klein gewordene Kinderkleidung ins Auto. Die wollen wir beim Kleidertausch weggeben. Es hat sich einfach niemand mehr gefunden, der daran Interesse hatte. Und wir brauchen einfach Babykleidung nicht mehr. Ein klitzekleines bißchen bin ich schon wehmütig, weil damit klar ist: Noch ein Kind wirds nicht geben. Und das, was drei Kinder getragen haben, das macht jetzt eben andere Kinder froh.

Wir erledigen die Wochenendeinkäufe und dann gehts auch schon zum Tauschmarkt. Die Kinder sind sehr aufgeregt, weil sie große Pläne haben, was sie denn gern mitnehmen möchten. Ich bin gespannt wie das überhaupt wird, denn es ist das erste Mal, dass ich das mache. Das Prinzip ist einfach: Wir bringen Dinge, die wir nicht mehr brauchen, die aber noch in Ordnung sind mit und dürfen uns nehmen, was uns gefällt. Es gibt außerdem Kuchen und Getränke, die gegen Spenden erworben werden können.
Es gab kein Skateboard, was sich das Runzelfüßchen gewünscht hatte. Aber Kuscheltiere, die alle erstmal in der Waschmaschine landen. Und ein bißchen Sommerkleidung für Herrn Annika und das Runzelfüßchen.
Mein Mann ist erstaunt, weil fast nur Frauen mit ihren Kindern dort vor Ort sind. Ich finde das nicht ungewöhnlich, weil die Sorge um Kinder (klamotten) eben doch häufig bei den Müttern liegt. Wie ist das bei euch aufgeteilt? Macht ihr das zusammen? Oder in fester Absprache?
Was mich tatsächlich ärgert: Herr Annika hat sich eine Jacke ausgesucht. Und zuhause stellen wir dann fest: Die ist total kaputt, der Reißverschluss ist so ausgerissen, dass sie nicht mehr getragen werden kann. Ich werde jetzt versuchen die mit Druckknöpfen zu reparieren.


Freitag, 24. Mai 2019

Buchprojekt Familienumweltbuch - nachhaltig in der Küche


So, um das Familienumweltbuch war es eine Weile ruhig, von meiner Seite aus, aber auch von eurer. Als ich nachfragte, ob ihr denn noch Interesse habt, kam allerdings bis auf wenige Ausnahmen, dass wir das zusammen machen wollen. Also los, dann machen wir das. Aber lasst mich nicht hängen. Wenn ich nachher nur 20 Tipps habe, dann wird es das Buch nicht geben. Denn wenn, dann wollen wir doch von möglichst vielen, möglichst viele Tipps, oder?

Das Wochenthema lautet dieses Mal.... Küche! 
Weil ich glaube, dass Familien gerade hier auch wirklich, wirklich viele Tipps zusammenbekommen. Ich stelle also im Artikel wieder jede Menge Fragen, wenn ihr auf irgendeine (oder gern alle) eine Antwort habt, dann schreibt mir.
Oder ihr schreibt einfach die Tipps zusammen, die ihr so habt, meine Fragen sind ja nur eine Hilfe für all die, die ganz viel machen, es aber als "nicht wichtig" erachten. Dabei ist es das.


Mittwoch, 22. Mai 2019

Privatheit im Netz - Fotos posten ohne Erlaubnis



Ich weiß, ich weiß. Vielen von euch geht das total auf die Nerven, dass ich immer mal wieder auch über (Kinder)Fotos im Netz schreibe, über Privatshäre und ja, auch ab und zu mit euch diskutiere, wieso welche Fotos jetzt nicht veröffentlicht werden sollen.

Meine Meinung dazu ist weitbekannt: Es gibt keine Fotos meiner Kinder im Netz. Auch zu Intimes veröffentliche ich nicht. Da fahren andere Eltern andere Strategien, und das ist für mich auch vollkommen in Ordnung. Eltern entscheiden für ihre Kinder, sie sind die Instanz und der Maßstab, nachdem sich die Familie richtet. Es steht mir schlicht nicht zu darüber zu urteilen, wie ich das jetzt finde, dass irgendwer seine Kinder beim Eisessen fotografiert und auf Instagram zeigt. Oder, dass eine Bloggerin den neusten Kinderwagen mit ihrem Baby illustiert. Ich gucke mir das an, finde vieles davon niedlich und denke überdies ja auch: Wenn wir gar keine Kinder zeigen, finden sie im Netz nicht statt. Damit sinkt auch das Verständnis allgemein, dass Kinder zum Leben dazu gehören.

Fremde Kinderfotos einfach ins Netz stellen


Was aber, und da bin ich schon auf 180, wenn ich nur dran denke, gar nicht geht: Fremde Kinder ungefragt ins Netz stellen.Weil der Moment gerade so niedlich ist.
Leider ist uns genau das passiert.
Wir waren mit dem Baby und dem Runzelfüßchen auf der Re:Publica. Es ging nicht anders, das Kind war verletzt, sie durfte nicht in die Kita.
Ich sah mich also schon abwechselnd mit meinem Mann immer wieder die Kinder betreuen. Eine_r könnte in die Sessions, gehen, eine_r bleibt bei den Kindern, dann wird gewechselt. So haben wir das im letzten und vorletzten Jahr glaube ich auch gemacht.

Tolle Kinderbetreuung auf der Re:publica


Aber nein, diesmal gab es eine Kinderbetreuung. Wie großartig, dachte ich noch. Es waren noch zwei andere Mädchen in ähnlichem Alter da, meine Tochter war verschwunden, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Sie bastelte, sie bekam Bücher vorgelesen, sie spielten ein Puppentheater. Meine Tochter wollte, dass wir gehen, damit sie mal "allein" sein kann.
Wir unterschrieben einen Zettel, auf dem wir natürlich den Namen, Kontaktdaten angaben, aber auch gefragt wurden, was unsere Tochter gern mag und was sie essen darf, oder nicht. Die Mitgründerin von Holiday Sitters fragte sogar noch nach, wie viele getrocknete Erdbeeren und Laugenstangen meine Tochter so essen darf. Ich fand das so toll und aufmerksam.

Kinderfoto im Chat


Irgendwann musste mein Mann los, unseren Sohn aus der Kita abholen. Ich saß mit Freundinnen im Kinderbereich und schaute meiner Tochter und ihren neuen Freundinnen beim Spielen im Bällebad zu. Dann wurde angefangen das Bällebad zu leeren, es waren Ringe dort verloren gegangen. Die Kinder halfen natürlich gern mit. Und ich sah, wie sich Handys auf die Szene richteten. Und sprach die Leute an. Eine sagte, sie sei beauftrat worden, hier Fotos zu machen. Die nächste sagte, das sei doch nicht so schlimm, die Kinder würden ja nicht frontal von vorn fotografiert (aber von der Seite durchaus). Ich erklärte, dass ich das nicht möchte.
Leider machte auch eine der Verantwortlichen der Re:publica ein Foto und verschickte es per Chatnachricht (welches Chatprogramm das war weiß ich bis heute nicht). Ich sprach sie an. Sie meinte, es sei kein Kind zu sehen gewesen. Beim Vergrößern des Fotos (und ja, das können wir alle) zeigte sich dann: Ach doch, man kann Kinder erkennen. Sie entschuldigte sich mehrfach, versicherte, dass das Foto nur für interne Zwecke gedacht war. Ob es gelöscht wurde? Ich weiß es nicht.


Sonntag, 19. Mai 2019

Von Freundinnen - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende waren ja sehr sehr viele Blogger_innen auf der Blogfamilia. Ich gehe dort nicht hin, wegen der Fotosituation vor Ort. Aber ich bin dennoch Nutznießerin, denn zu diesem Termin kommen natürlich auch viele Menschen nach Berlin die ich viel zu selten sehe. Und einige davon hatten Zeit für ein Treffen.

Samstag, 18. Mai 2019


Der Tag begann mit schlechter Laune, Fieber und selbstgemachtem Toastbrot. Praktisch, weil ich genau weiß was drin ist. Das Baby hat sein Interesse an Essen recht plötzlich entdeckt und will nun das haben, was wir auch haben. In dem Fall also: Kastenweißbrot mit Butter. Es schmeckt ihm und uns und ich bin froh, dass mal niemand meckert.

Dann ist mein Mann auf dem Weg zur Blogfamilia, er ist da bei den Fotos weniger streng als ich. Eigentlich wollte er die Kinder mitnehmen, aber ich hab dann doch abgelehnt. Zum Einen war ich am Vorabend auf einer Veranstaltung bei der ständig in den Raum gefilmt und fotografiert wurde. Die Veranstalterinnen und auch alle Teilnehmenden achteten nach Ansage darauf, dass ich nicht im Bild war. Das geht im kleinen Rahmen. Die Blogfamilia ist viel größer. Und niemand kann mir garantieren, dass die Kinder nicht doch im Netz landen. Deswegen lehnte ich ab. Außerdem ist eins der Kinder ziemlich krank und fiebert hoch. Da geht unterwegs sein eh nicht.
Ich fülle also mit den Kindern meinen getrockneten Sauerteig in ein Glas um. Dann erbricht sich das kranke Kind und der Tag ist irgendwie gelaufen.
Wir hängen so aufeinander ab, alle drei Kinder kleben an mir und ich kann nichts, wirklich gar nichts allein machen.

Sonntag, 12. Mai 2019

Von Schmerzen und Alltag - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war tatsächlich geprägt von Ohrenschmerzen und wenig hören können. Das Problem ist nur: Den Kinder ist das ja ein wenig egal. Deswegen: The show must go on, wenn auch etwas langsamer.

Samstag. 11. Mai 2019


Die Kinder schreien schon am frühen Morgen. Ich gehe zum Bäcker und kaufe mir selbst dieses Muttertagsherz. Ehrlich gesagt hatte ich einfach Lust auf Blätterteig, Pudding und Erdbeeren, da ist mir glatt egal wie das heißt. Und soll ich euch noch was sagen: Ich hab es ganz allein aufgegessen. Ohne was abzugeben.

Dann machen wir uns auf zur Roadshow vom Mummy Mag im Wunderhaus. Letztes Jahr war es am Muttertag und die Kinder hatten SO viel Spaß. Deswegen gehen wir dort vorbei und Herr Annika bastelt sich einen Beutel, während das Runzelfüßchen im Theaterstück sitzt. Ich kann schon nach kurzer Zeit nicht mehr, meine Ohren schmerzen enorm, dabei ist es eigentlich ziemlich ruhig. Aber es ist eben wie es ist und ich fürchte, dass die Schmerzen eben doch stressbedingt sind. Ich brauche einfach Ruhe.

Freitag, 10. Mai 2019

Ich kann nichts mehr hören - vom Stress mit Kindern



Ich kann kaum noch hören. Das ist die traurige Wahrheit. Und gerade bin ich ziemlich mut- und kraftlos.Und ich fürchte, mein Leben mit drei kleinen Kindern ist daran Schuld.

Seit einer Woche habe ich Ohrenschmerzen. Ich soll mich ausruhen, viel Rotlicht, abschwellende Nasentropfen, Ruhe, sagte der Arzt.
Bei Ruhe musste ich schon schlucken, wie soll das gehen mit einem immer kreischenden Baby und zwei Kindern die aus unterschiedlichen Gründen immer wieder schreien?
Wenns schlimmer wird, sollte ich wieder kommen, hieß es.

Organisation mit Kinder


Es wurde schlimmer, ich ging erneut zum Arzt. Ich schaffte es erst gegen 9:30Uhr, weil ich gemeinsam mit meinem Mann ein krankes Kind, ein Kita-Kind und ein Baby organisiert bekommen musste. Denn gefühlt springen die ja wie drei junge Welpen in alle Richtungen, sobald man irgendwas möchte. Jedenfalls stand ich beim Arzt und wurde angemeckert, wieso ich es nicht "wie alle normalen Leute" schaffe, um 8:00Uhr in der Praxis zu sein. Meine Schmerzen seien wohl nicht so schlimm. Waren sie, aber ich beiße eben lange die Zähne zusammen, weil alles so ein organisatorischer Aufwand ist.

Vor Entkräftung weinen


Sie schickten mich weg. Draußen auf der Straße, mit dem kranken Kind in der Hand, kamen mir die Tränen. Vor Wut und Entkräftung. Ich schrieb auf Twitter darüber und mehrere Frauen erklärten mir, dass es ihnen auch schon so gegangen sei, und die Tränen VOR dem Praxispersonal die Wendung gebracht hätten. Aber will ich das? Ja, man soll sich nicht immer zusammenreißen müssen. Aber könnten die Mitarbeiter_innen der Praxis nicht auch aus meiner Erklärung erkennen: Ok, die macht das nicht mit Absicht?
Vielleicht sind sie aber auch überlastet und ich erwarte zuviel.


Sonntag, 5. Mai 2019

Von Unfällen - das Wochenende in Bildern

Eigentlich wollte ich schreiben wie toll wir das ganze Wochenende den dritten Geburtstag von Herrn Annika gefeiert haben. Und wie wir mit viel durchdachter Planung unseren Wochenendalltag unter den Hut bekommen haben. Aber dann kam alles irgendwie anders...

Samstag, 04. Mai 2019


Der Tag beginnt mit frischem selbstgebackenem Toastbrot. Also na gut, er beginnt mit Geburtstagsliedern und Feierei, aber dann kommt das Brot. Und weil ihr das Foto vom Kuchen vermutlich alle schon gesehen habt zeige ich euch jetzt den Toast.

Wir stimmen für die Europawahl ab. Ich erinnere von der letzten Wahl wie anstrengend das mit den Kindern war, die nicht mit in die Kabine durften, aber davor nicht warten wollten. Das umgehe ich dieses Jahr und wähle schon mal vorher.
Und ja, ich finde das wichtig. Ihr auch?

Sonntag, 28. April 2019

Von wenig Nerven - das Wochenende in Bildern

Soll ich mal ehrlich sein: Ich wünschte mir, es wäre hier anders, als es ist. Ich wünschte, ich könnte schreiben, dass sich endlich mal alles entspannt hat und wir hier so friedlich und voller Lachen vor uns hinleben. Dem ist nur leider gar nicht so. Und das nervt mich selbst so unglaublich.

Samstag 27. April 2019


Ich bin auf dem Weg zur Rückbildung (jajaja, ich mach das immernoch. Oder wieder...) Dabei entdecke ich dieses tolle Poster für eine Ausstellung mit neuen feministischen Comics. Da die noch bis 19. Juni ist hoffe ich, dass ich es schaffe, mit das anzuschauen.
Und gleichzeitig überlege ich wie gern ich früher in Ausstellungen gegangen bin. Wann ich das letzte Mal war kann ich kaum erinnern. Es gibt einige Museumsbesuche, die sind mir in Erinnerung, weil mich das so beeindruckt hat. Aber das war alles vor den Kindern. Und ein bißchen wünsche ich mir das zurück. Die Zeit so "sinnlos" zu vertun, einfach in den Tag hinein leben und ewig im Museum rumzuhängen, statt für drei kleine Menschen verantwortlich zu sein.
Der Sport tut mir gut, auch wenn ich kollossal unfit bin. Und fast ein bißchen schneller als mir lieb ist holt mich die Familie ab. Wir müssen Bücher zur Bibliothek bringen.

Nach dem Bibliotheksbesuch (der unerwartet früh endet, weil die Kinder nur streiten und ich keine Nerven habe) gehen wir dann einkaufen. Ich hatte mir am Freitag Abend die Fußnägel lackiert. Um mich irgendwie ein bißchen weniger schluffig zu fühlen. Im Ergebnis diskutieren die Kinder ewig, dass sie das auch wollen. Also lasse ich mich breit schlagen und jedes Kind darf sich einen Nagellack aus dem Bioladen aussuchen. Da sind weniger Giftstoffe drin, das ist mir schon wichtig. Und ich kann die schließlich auch nutzen.
Na, lange Rede kurzer Sinn, wir schaffen es tatsächlich die Nägel der Kinder und meine zu bemalen UND trocknen zu lassen, ohne Gezank und Gemaule und Genöle. Ich hätte das mehr genießen sollen. Denn kurze Zeit später ist schon wieder alles vorbei.
Mein Mann hat Kopfschmerzen und ich reagiere zunehmend empfindlicher auf die gereizte Stimmung. Es ist nicht einfach.

Mittwoch, 17. April 2019

Ich habe versagt - was aus dem Geburtsberichtebuch wurde




So, ich habe eigentlich viel zu lange geschwiegen. Immer und immer wieder kamen Nachfragen von euch, was denn nun ist mit dem Geburtsberichtebuch. Ob ich noch Hilfe brauchen würde? Noch Texte, Erlebnisse. Wann ihr denn nun endlich etwas in den Händen halten könnt. Wie es aussieht.
Und ja, ich habe euch immer und immer wieder vertröstet. Weil ja noch nichts spruchreif war.
Nun, tja, nun ist auch nichts spruchreif, weil ich nämlich gescheitert bin. Aber vielleicht erzähle ich einfach der Reihe nach.

Geburtserfahrungen, die wütend machen


Vor anderthalb Jahren bekam ich einen Geburtsbericht zugeschickt (weil ich mal erwähnte, dass ich die so gerne lese), der mich sehr schockierte. Was die Frau für Gewalt und Übergriffigkeit erlebt hat, das machte mich sprachlos. Und wütend. Weil niemand da öffentlich drüber zu reden schien. Weil am Ende immer gesagt wurde: "Na, Hauptsache dem Kind gehts gut!" Weil frischgewordenen Müttern abgesprochen wurde, dass an einer Geburt irgendwas traumatisch sein könnte. Es haben sicher alle ihr Bestes gegeben. Weil sich, so der Vorwurf, die Schwangeren vielleicht auch einfach anstellen würden.
Schon wenn ich das hier schreibe erfasst mich wieder eine unglaubliche Wut.



Ohne Geburtshelferin - kein Buch


Jedenfalls wollte ich Berichte sammeln, wie Frauen Geburt erlebt haben. Die Ausrichtung war dabei nie: Nur die traumatischen (auch wenn sich deutlich mehr Frauen gemeldet haben, die ein traumatisches Erlebnis hatten). Am Anfang wollte ich die nur sammeln und veröffentlichen, als E-Book für alle. Aber schon beim Lesen der Berichte wurde klar: So ganz ohne "Betreuung", ohne Einordnung von Fachmenschen wird das nicht gehen. Weil schwangere Frauen nicht (noch) mehr Berichte brauchen, die Angst machen, sondern Hilfe, Unterstützung, Bestärkung. Und dafür brauchte ich fachliche Unterstützung, denn ich bin Journalistin, keine Hebamme. Ich kann schreiben, einordnen, recherchieren. Ich bin aber keine Geburtshelferin, die dieses Buch dringend braucht.