Montag, 10. September 2018

Das Baby ist da


Die Überschrift sagt im Prinzip schon alles. Das Baby ist da. Unser Sohn hat das Licht der Welt erblickt und wir Eltern, aber auch die beiden Geschwister könnten nicht glücklicher sein. Jetzt kuscheln wir, genießen die ersten wachen gemeinsamen Momente, kommen an im neuen Leben zu fünft und lernen uns kennen.
Im Moment ist hier ganz viel Liebe.

Sonntag, 2. September 2018

Von Unternehmungen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war viel los. Also für die Kinder und meinen Mann. Ich habe es mir, wie auch in den letzten Wochen, zuhause so gut es geht gemütlich gemacht. Allerdings merke ich inzwischen: Es ist ok, dass sie ohne mich unterwegs sind. Zunächst fand ich das schwer und habe versucht mit ihnen Schritt zu halten, inzwischen lasse ich sie ziehen und freue mich auf ihre Erzählungen bei der Rückkehr.

Samstag, 01. September 2018


Die Kinder waren bei der Feuerwehr. Tag der offenen Tür und das wollten sie natürlich erleben. Es war ihnen dann vor Ort irgendwie doch zu laut, mit dem Feuerwehrauto wollten sie gleich gar nicht fahren und überhaupt mussten sie dann auch wieder zu mir zurück, wie sie erklärten. Ich habe noch ein Buch gefunden, was genau das Thema Feuerwehr aufgreift. Deswegen bekommt Herr Annika das geschenkt, weil ich es doof finde auf einen Anlass zu warten, wenn es ihn dann vielleicht gar nicht mehr interessiert.
Weil das Runzelfüßchen natürlich nicht leer ausgehen soll bekommt sie ein Heft was ich 2017 mal in Thailand gekauft habe. Sie lernt damit innerhalb von Linien zu zeichnen, etwas, das ihr total Spaß macht. Es lässt sich immer wieder wegwischen, was ich ziemlich praktisch finde. Schauen wir mal wie lange der Stift auffindbar ist.


Für die Kinder und meinen Mann gehts zum Turnen. Ich habe sie dafür angemeldet, weil ich es praktisch fand, dass alle gemeinsam dorthin gehen können. In der Zwischenzeit genieße ich die Ruhe und lese ein wenig.
Eigentlich sind wir von Freunden zum Geburtstagskuchenessen eingeladen, aber ich schaffe das nicht. Es ist einfach alles beschwerlich und auch wenn ich kurz meine nicht vorhandene Fitness im HInterkopf habe, ich beschließe das zu machen, was ich kann. Und das ist leider nicht feiern sondern ausruhen.


Donnerstag, 30. August 2018

Sprachlos

Ich hätte gern die Worte um etwas über Chemnitz zu schreiben, aber in mir ist nur Sprachlosigkeit. Ich hoffe, dass sich das bald ändert und ich die nötigen Worte finde.

Für den Moment aber seid gewiss, die aufmarschierenden Nazis in Chemnitz, die lehne ich entschieden ab. Das sind in meinen Augen auch keine besorgten Bürger_innen, sondern ganz klar der braune Mob.

Ich wünschte, ich hätte Worte gegen den Hass, gegen die Geflüchtetengewalt, gegen die Übergriffe. Aber in mir ist eine große Sprachlosigkeit die mich wütend und traurig macht.

Wie ist das bei euch? Habt ihr eure Worte schon gefunden?

Sonntag, 26. August 2018

Von kleineren Kreisen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende hat mir mal wieder deutlich gemacht: Meine Kreisen werden kleiner. Durch die Symphysenlockerung bin ich ja sowieso nicht besonders fit, aber inzwischen gesellst sich dazu aber auch ein: Ach, ich will gar nicht mehr. So ist es wohl, wenn die Schwangerschaft langsam zuende geht.

Samstag, 25. August 2018


Ich glaube das kennen eigentlich alle Eltern. Schuhe kaufen! Es bleibt einem ja nichts übrig. Da die Sandalen- und Barfuß-Zeit ja langsam vorbei ist brauchen wir ein neues Paar. Wie ist das eigentlich bei euch, kauft ihr mehr als eins? Für Herrn Annika habe ich ja noch die Schuhe seiner Schwester, aber für sie heißt es in dem Alter tatsächlich: Neukaufen. Einfach auch, weil ich ab Größe 27 keine guten Second Hand Schuhe mehr finde. Die hier wurden es übrigens nicht, ich saß nur günstig fürs Foto.
Außerdem gabs für beide Kinder Turnschlappen, denn ab demnächst gehts ja zum Kinderturnen.

Ausruhen biem Wochenendeinkauf. Ich fühle mich nicht so gut, bin krank und bekomme ganz ganz schlecht Luft. Da bin ich dankbar, dass ich einen Stuhl finde, während meine Familie alles einkauft und einpackt.

Zuhause entspannen wir und hören "Conni". Die Kinder sind inzwischen total an unser *Werbung* Deezer-Abo gewöhnt, weil sie sich dann eben nicht aus drei CDs sondern aus allen Geschichten was aussuchen können. Die Wahl fiel, warum auch immer, auf "Conni und der Osterhase". Das Runzelfüßchen hatte ja vom Carlsen-Verlag genau das Buch zu Ostern geschenkt bekommen. Und sie will "mitlesen". Dabei stellen wir verwundert fest, dass das Hörspiel so ganz anders ist als das Buch. Spannend.


Sonntag, 19. August 2018

Vom Auskurieren - das Wochenende in Bildern

Zuhause bleiben. Krank sein und gesund werden. Das war dieses Wochenende ganz groß geschrieben. Leider ist krank sein und Ausruhen jetzt nicht unbedingt das, was Kinder glücklich macht.

Samstag 18.August 2018


Der Tag beginnt mit Bauen. Die Kinder bauen aus ihren Steinen eine Arche Noah, wie sie mir erklären. Also für Herrn Annika ist es ein Boot mir Tieren, aber für das Runzelfüßchen, was sich letztens in der Bibliothek ein Buch über die Arche ausgeliehen hat ist es eben genau das.

Wir müssen kurz zur Bibliothek und dann etwas besorgen, was wir in die Ritze unseres Familienbettes stopfen können. Denn ja, wenn man zwei Betten nebeneinander stellt, dann bleibt da eine Lücke. Die füllte bisher das Stillkissen, aber das brauche ich demnächst ja fürs Baby. Im Möbelladen knallt jemand dem Runzelfüßchen die Toilettentür ins Gesicht und sie weint bitterlich. Ich hab es leider nicht gesehen und der Mensch ist einfach weggelaufen. Sowas finde ich ja unfassbar.
Wir bekommen eine Kältekompresse, die aber nur kurz hilft.

Mit Kuchen hebe ich die Laune. Das Runzelfüßchen darf bestimmen welche Sorte wir kaufen und sie entscheidet sich für Marzipantörtchen. ICH finde das großartig, aber mein Mann kann Marzipan nicht ausstehen, weswegen ich dann doch noch eine Alternative besorge.


Donnerstag, 16. August 2018

Beschwerliche Schwangerschaft



Ich hab es ja schon das ein oder andere Mal erwähnt, diese Schwangerschaft schafft mich. Sie ist körperlich extrem herausfordernd, aber ich merke auch, dass sie mich emotional angreift.
Auf verschiedene Posts habe ich deswegen auch Nachrichten bekommen, dass ich entweder nicht soviel jammern soll, oder aber, dass es eben ist wie es ist.
Klar, beides stimmt. Es ist wie es ist und am Ende des Tages habe ich mir das ja so ausgesucht. Was das jammern betrifft, nun ja. Mag Einigen so vorkommen, aber zum einen ist das hier ja MEIN Blog und ich schreibe über das, was mich bewegt, und zum anderen glaube ich, dass vielleicht auch zuwenig darüber berichtet wird, dass eine Schwangerschaft eben auch mal richtig doof laufen kann.

Erschöpft in der Schwangerschaft


Nun schrieb ich gelegentlich auch darüber, dass ich erschöpft bin. Das liegt natürlich an der Symphysenlockerung, die körperlich einfach ihren Tribut fordert. Inzwischen, so absurd das klingt, tut auch sitzen und liegen weh. Das hätte ich mir niemals vorstellen können.
Was mich aber fast noch mehr erschöpft sind diese diversen Untersuchungen im Krankenhaus. Ich bin da glaube ich noch nie ins Detail gegangen und werde das auch jetzt nicht tun, aber ja, ich bin da sehr sehr oft. Warum, darüber schreibe ich vielleicht wenn alles hinter mir liegt. Für den Moment will ich euch nur von einigen Vorkommnissen der letzten Zeit erzählen


Sonntag, 12. August 2018

Vom Verzichten - das Wochenende in Bildern

Wochenende ist ja immer auch Familienzeit. So ist das jedenfalls bei uns. Ich muss allerdings auch feststellen: Familienzeit findet immer öfter ohne mich statt. Ich bin einfach nicht mehr wirklich für den Familienalltag gemacht. Jedenfalls im Moment. Und natürlich frage ich mich: Wird das so bleiben?

Samstag, 11. August 2018


Wir müssen zur Bibliothek, Bücher zurückgeben und natürlich dann auch neue mitnehmen. Das Runzelfüßchen entdeckt ein Buch für ihren Bruder, das ziemlich gut passt. Denn, wie bei Jakob im Buch, geht auch bei Herrn Annika eben manchmal noch was daneben. Er freut sich sehr und will die Stelle, bei der etwas daneben geht wieder und wieder vorgelesen bekommen. Vermutlich, damit er sich nicht so allein fühlt (obwohl es eigentlich richtig, richtig gut klappt, er ist einfach denke ich enorm ehrgeizig). Jedenfalls weiß ich jetzt schon: Die nächsten Wochen werde ich Jakob sehr oft vorlesen. Weil wir ja kein Fleisch und keinen Fisch essen, will das Runzelfüßchen das Buch über die vegetarische Spinne ausleihen. Ich nehme noch zwei Namensbücher mit (die aber extrem schlecht sind, wie ich zuhause feststelle).


Sonntag, 5. August 2018

Vom Ausruhen wollen und müssen - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende hatten wir Pläne, aber alle anderen irgendwie auch. Deswegen mussten wir am Samstag improvisieren um Sonntag dann doch am Ziel anzukommen.
Was tatsächlich im Moment oberste Priorität hat: Ausruhen. Musste ich mal wieder schmerzlich erfahren.

Samstag, 04. August 2018

Wir wollen zu den Großeltern fahren, die Kinder haben sich das gewünscht. Auf dem Weg zum Auto kommen wir an einer Verschenkekiste vorbei und die Kinder dürfen sich natürlich was aussuchen. Weil Herr Annika gerade neben Flugzeugen seine absolute Leidenschaft für Krokodile entdeckt hat, musste das natürlich mit. Eigentlich ist es glaube ich ein Spiel für Kinder, aber das hier ist defekt und so freut sich mein Sohn einfach, dass er da immer wieder seine Finger reinstecken kann und sich "gruselt", weil das "Kokodil zuschnappt".

Wir haben auf mehrere Arten versucht zu den Großeltern zu kommen, aber überall war Stau, Unfälle, noch mehr Stau. Deswegen brechen wir das irgendwann ab, ich kann auch nicht mehr sitzen.
Die Kinder sind natürlich super traurig, weswegen wir beschließen unterwegs ein Eis zu essen. Irgendwie muss die Laune ja besser werden.

Ich gestehe, meine Augen waren definitiv sehr viel größer als mein Magen. Ich habe von dem Eis (drei Kugeln, Sahne, das ganze Zipp und Zapp) genau eine Kugel gegessen. Und die auch nur, weil ich meinem Mann nicht noch mehr Eis überhelfen wollte. Der hatte nicht nur seinen Eisbecher sondern dann auch meinen und den von meinem Sohn. Denn irgendwie wollten wir alle nur die Waffel. Tja, nun ja. Aber die Laune war danach trotzdem besser.


Donnerstag, 2. August 2018

Haben Sie schon über eine Einleitung nachgedacht?



Neulich war ich im Krankenhaus, wegen der Symphysenlockerung. Es sollte geguckt werden wie weit die fortgeschritten ist, denn ja, es gibt einen Punkt ab dem es schwierig für die Geburt werden kann. Und da mein Frauenarzt diese Messung nicht durchführen kann (einfach, weil er tatsächlich keine anderen Schwangeren mit Symphysenlockerung kennt), gab es eine Überweisung ins Krankenhaus.

Optimistisch bei Symphysenlockerung


Beim ersten Termin waren alle entspannt, die Ärztin vor Ort war ganz optimistisch und meinte, dass wir das schon alles hinbekommen. Die Lockerung war schon bemerkenswert, aber noch nicht besorgniserregend für die Geburt. Ich sollte aber vier Wochen später zur Kontrolle kommen, einfach um zu überblicken wie viel sich die Symphyse weiter verschoben hat, mit Fortschreiten der Schwangerschaft.


Dienstag, 31. Juli 2018

Papa bloggt: Geschwisterkurse und wie man Kinder auf ein neues Baby vorbereitet

Kinderbücher über Geschwister

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Nach dem Runzelfüßchen und Herrn Annika erwarten wir ein drittes Kind. Während sich alle auf das Baby freuen, frage ich mich schon: Wie kommen die Kinder mit dem Familienzuwachs zurecht? Wie werden sie reagieren, wenn das plötzlich noch ein drittes Kind um Aufmerksamkeit nicht nur bittet sondern schreit? Werden sie sich zurückgesetzt fühlen oder können sie sich mit uns uns freuen?

Die Große kennt das doch?


Ehrlich gesagt ist man als Zweifacheltern, die dann noch ein drittes Kind erwarten, vermutlich ein wenig entspannter als wenn man zum ersten Mal Eltern wird. Aber kann ich das auch von meiner Tochter erwarten? Sie war zweieinhalb Jahre alt als ihr Bruder kam und kann sich gar nicht mehr so richtig erinnern wie das damals war. Einfach vorsaussetzen, dass sie das ja schon kennt und einfach so mitmacht, kann ich nicht. Um sie zusätzlich noch ein wenig vorbereiten, wollte ich mit ihr einen Geburtsvorbereitungskurs mit ihr alleine machen. Herr Annika war für den besagten Kurs noch ein wenig zu klein.

Der Geschwisterkurs zur Vorbereitung


Im Gegensatz zu vielen Menschen (vormerklich Vätern), fand ich die Vorbereitungskurse, die ich gemacht habe, immer gut. Ich war zwar nicht die Hauptperson, aber der Kurs war auch für mich da. Wenn man nicht nur aus Gefälligkeit als Mann die Frau begleitet hat, kann man meiner Meinung nach relativ viel auch für sich mitnehmen. Als ich den als "Geschwisterkurs" angebotenen Kurs für das Runzelfüßchen und mich bezahlt hatte, war ich noch voller guter Dinge, dass es hier auch so werden sollte. Ich dachte, es gibt vielleicht gemeinsame Aktivitäten, eine gewisse Interaktion zwischen Kursleiterin, Eltern und Kind und die Kinder bekommen eine bessere Vorbereitung als wir Eltern sie vielleicht leisten können.

Geschwisterkurs 


Vielleicht gibt es Kurse, die Eltern mehr mit ihren Kindern agieren lassen, aber wenn ich den Kurs kurz beschreiben sollte, würde ich das wie folgt machen: die Geburt beschreiben, eine Babypuppe kurz halten und kurz wickeln, eine Geschichte zusammen ausschmücken und eine Geschichte von Conni vorgelesen bekommen. Das war es dann schon. So ziemlich das erste, was meine Tochter sagte, war: "das Baby ist doch ein Geschenk für mich." Und so hörte sie sehr viel von dem, was sie eh schon kannte und lernte wenig neues dazu.
Was ich aber lernte: wie schlimm ein 5jähriges Kind die Gruppendynamik eines solchen Kurses so stören kann, dass die anderen Kinder fast kaum zu Wort kamen. Nach dem Kurs, der für 50 Minuten sogar relativ teuer war, fragte ich das Runzelfüßchen, ob es ihr gefallen hat. Sie meinte zwar "ja", aber mehr Spaß machte es ihr mit mir zusammen mit ihrem Fahrrad wieder wegzudüsen.
Ich war schon ziemlich enttäuscht von diesem Kurs, denn das, was da besprochen wurde, das hatte meine Tochter so schon mehrfach von uns gehört. 

Keine Kurse, sondern Bücher und zusammen reden


Eine Familie, die sich vergrößert, ist immer eine Veränderung. Die Eltern sind müde, haben weniger Zeit und müssen sich sehr viel und vor allem fast immer als erstes um das Baby kümmern. Ich spreche das natürlich an, wenn ich mit meinen Kindern darüber rede, aber wir reden auch über die schönen Dinge: zusammen mit dem Baby kuscheln, dem Baby Kussis geben und dass sie auch bald jemandem zum spielen haben. Wir haben Bücher zum Thema Geburt besorgt oder ausgeliehen und die Kinder holen sie regelmäßig zum vorlesen. Über das Baby in Mamas Bauch reden, Fragen beantworten und die Kinder langsam, aber sicher an das neue Familienmitglied heranführen, sollte der Alltag sein.

Natürlich habe ich als Vater auch ein wenig Angst, dass ich nicht allen Kindern gerecht werden kann. Dass ich ja mehr Zeit für ein Kind hätte, wenn da nur eins wäre. Aber das ist ja nur die halbe Wahrheit, denn die Kinder haben ja auch immer sich. So wie meine Tochter sagt, dass ein Geschwisterkind ein Geschenk ist, so sollte man auch Eltern damit umgehen. Und dafür brauchen sie keinen Geschwisterkurs, sondern nur Worte und Taten, um den älteren Kinder zu zeigen, wie wichtig sie sind und bleiben. Auch wenn das Baby kommt.