Sonntag, 9. Juni 2019

Von Stoffen und Skateboard - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende waren wir vor allem auf vier Rollen unterwegs. Denn es gibt bei uns jetzt ein Skateboard. Die samstäglichen Erledigungen durften aber noch ohne das neue Gefährt stattfinden.

Samstag, 08. Juni 2019


Herr Annika und ich gehen zum Bäcker. Er hat eine Mission: Brötchen selbst bezahlen. Auf dem Weg dorthin fragt er mich drölfzig Mal wie die Verkäuferin denn das Geld von ihm bekommt. Und dann müssen wir vor dem Bäcker warten. Draußen. Weil es so voll ist.
Aber es klappt alles, die Frau nimmt sich viel Zeit für meinen Sohn und die beiden tauschen das (Wechsel)geld wie Profis.

Dann gehts zum Stoffmarkt. Haben wir lange nicht gemacht. Das Runzelfüßchen wünscht sich einen Rock für all ihre Freundinnen, die dieses Jahr in die Schule kommen. So dass sie ein gemeinsames Kleidungsstück haben und immer aneinander denken können. Da das etwas mehr als einen Meter Stoff braucht, müssen wir uns bevorraten.
Was mich schockt, weil ich es so auch noch nie gesehen habe: Auf dem Weg aus der UBahn zum Markt kommen wir an zwei Junkies vorbei, die sich gerade ihre Drogen aufkochen. Die Kinder nehmen das zum Glück nicht so richtig wahr, sie beschweren sich nur, dass es unsäglich nach Fäkalien riecht.




Der Ausflug hatte aber auch was Gutes. Erdbeeren, Kirschen, Oliven, türkisches Brot und Baklava. Alles, was die Kinder und wir so mögen und sonst eher nicht bekommen, weil hier ein türkischer Supermarkt in der Nähe ist. Natürlich wird die Beute sofort verzehrt.

Und auch für mich habe ich was gekauft. Pfingstrosen und äh... gelbe Blumen. Ich bin wirklich schlecht mit Blumennamen. Aber ich fülle mir eine Bodenvase mit hübschen Blumen und freue mich, weil ich es inzwischen sehr mag, Blumen zuhause zu haben. Früher fand ich das nicht nötig.

Und dann bauen wir mal wieder um. Der Hochsitz von Yuunic, den wir seit Jahren im Einsatz haben wird jetzt das dritte Baby beim Essen lernen begleiten. Ich liebe den noch immer sehr, auch wenn es wesentlich kleinere Modelle gibt. Aber hier hängen einfach auch schon so viele Erinnerungen dran. Er muss neu eingestellt werden und erst wollte ich reflexartig Alex darum bitten. Und dann dachte ich: Hä, wieso denn? Mit Werkzeug kann ich doch auch umgehen. Kennt ihr das auch, dass man manchmal Arbeiten einfach per se abgibt, weil das sich so eingebürgert hat. Ich hinterfrage das öfter Mal, weil ich nicht will, dass die Kinder glauben, nur Männer könnten mit Werkzeug umgehen. Sie wissen jetzt: Stuhl auf/umbauen kann Mama auch.

Das Abendessen bestimmen die Kinder: Gnocci in dreifacher Ausführung. Einmal als Gnoccisalat mit Senfsoße, Tomaten und Morzarella, einmal mit Pesto, einmal pur. Das Baby isst mit großer Lust und ich überlege, ob ein eigener Platz am Tisch wirklich so eine gute Idee ist. Die Küche sieht furchtbarer aus als jemals zuvor.

Sonntag, 09. Juni 2019


Wir haben jetzt eine "Konfetti"maschine, wenn man die Kinder fragt. Gestern haben wir einen Aktenvernichter gekauft. Für mich ist das ja ein Zeichen dafür, dass man wirklich erwachsen ist, wenn man sowas im Haus hat. Jedenfalls macht der sehr kleine Schnipsel und die Kinder möchten einmal alles schreddern.

Und dann gehts raus. Mit Skateboard und Laufrad. Das Runzelfüßchen hatte sich vor ein paar Wochen auf dem Flohmarkt ja ein Skateboard gewünscht und wir haben darauf hin eines von einer Leserin (wie das klingt, als wäre ich ein Promi oder so, total doof) geschenkt bekommen. Am Freitag haben wir es ihr geschenkt und sie ist total ausgeflippt und sofort losgefahren. Oder eher gestolpert. Ist ja nicht ganz so einfach. Jedenfalls haben wir festgestellt, dass so in der Innenstadt üben nicht die allerbeste Idee ist. Bei den Großeltern aber ist Platz. Und weil Herr Annika bis jetzt immer nur sein Laufrad schiebt und nicht fährt haben wir das auch mal mitgenommen. Und so rollern sich die Kinder beide glücklich. Sie ist mit Feuereifer dabei und das Skateboard ist das Highlight, weil man sich ja da auch ziehen lassen kann, wenn man müde ist. Äh ja...



Stillen im Schatten mit Aussicht. Auf der Hängematte. Ja, manchmal isses wirklich kaum auszuhalten. Das Baby stimmt mir zu.

Ok, als die Kinder baden nutze ich den Moment und stelle mich auch aufs Brett. Und fahre ein paar Runden. Nach über zwanzig Jahren braucht man irgendwie mehr Mut als früher, um aufs Brett zu steigen. Weil die Fallhöhe höher ist? Der Körper älter? Unbeweglicher? Egal, ich drehe ein paar Runden (nicht auf diesen Steinen sondern auf glatter Straße, aber ohne Handy fürs Foto) und muss zugeben: Das macht immer noch voll viel Spaß.
Am Ende waren alle bis aufs Baby mit dem Board unterwegs, und sicher nicht zum letzten Mal. Deswegen: Danke Patricia, du hast uns sehr sehr SEHR glücklich gemacht!

Und dann tauche ich immerhin mal meine Füße ins Wasser. Die Kinder sind zwei kleine Eisklötze, als sie rauskommen, aber das stört sie natürlich nicht. Mir reicht die Abkühlung auch so. Aber schön isses schon.

Zuhause wartet noch ein neues Buch auf mich. Das kam am Wochenende von Edition Riedenburg hier an. Ich liebe ja Comics und bin gespannt, was mich erwartet. Denn ich hab noch nie einen Comic über Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett gelesen. Ihr? Habt ihr Lust, dass ich etwas mehr darüber berichte?

Kommt gut in den Pfingstmontag und habt eine tolle kurze Woche.
Was habt ihr denn in letzter Zeit mal wieder zum ersten Mal ausprobiert?

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