Mittwoch, 19. Juni 2019

Finanzbücher von und für Frauen


So, jetzt mal Butter bei die Fische: Wie gut kennt ihr euch mit (euren) Finanzen aus? Wie sehr habt ihr euch schon um eure Vorsorge fürs Alter gekümmert?
Die Frage nach den Finanzen hat mich in den letzten Monaten umgetrieben. Weil ich nämlich da den ein oder anderen blinden Fleck habe. Ich bin selbstständig, schreibe meine Rechnungen und mahne an, wenn nicht gezahlt wird. Mit dem täglichen Geldgeschäft komme ich also klar. Aber Vorsorge? Ans Alter denken? Da habe ich bisher immer einen Bogen drum gemacht, auch, weil einfach zu wenig Geld da ist um noch groß was zur Seite zu legen.

Frauen und Finanzen und die Elternzeit


Ich bin seit fast zehn Jahren selbstständig. Die ersten Jahre war gar nichts da, um irgendwas zu sparen. Weil ich eigentlich nur gearbeitet aber nichts verdient habe. Typisch irgendwie, oder? Als es besser lief wurde ich schwanger. Und in den letzten fünf Jahren habe ich drei Kinder bekommen. Was das für meine Karriere und auch meine Rente getan hat muss ich ja nicht groß erklären. Oder vielleicht doch? Denn es ist ja nicht so, als wäre alles schlecht. Inzwischen verdiene ich viel besser als am Anfang, denn mit mehr Erfahrung kommen auch andere Aufträge. Nicht immer, klar, aber immer öfter. Außerdem habe ich die Elternzeit jedes Mal recht "kurz" gehalten, bei allen Kindern habe ich nach sechs Monaten wieder gearbeitet. Als Freie geht das aber auch einfacher, weil ich von Zuhause aus arbeite. Mein Mann übernahm bzw. übernimmt die längere Elternzeit mit acht Monaten. Bedeutet für uns als Familie zwar auch finanzielle Einbußen, hilft mir in meinem Job aber weiter. Denn sind wir mal ehrlich: Niemand wartet ein Jahr auf eine freie Journalistin.

Finanzielle Bildung für Frauen


In meiner dritten Elternzeit habe ich mir aber nun überlegt, dass sich was ändern muss. Ich arbeite noch ein paar Jahre und am Ende will ich nicht von 3,50€ leben müssen. Also habe ich versucht mich schlau zu machen, in meine finanzielle Bildung zu investieren. Aber wo anfangen? Was tun? Ist das nicht alles furchtbar kompliziert? Klar könnte man jetzt sagen: Braucht es wirklich extra Ratgeber für Frauen und Finanzen?
Nachdem ich ein paar Bücher gelesen haben möchte ich mich festlegen: Ja. Es gibt noch viel zu wenig Ratgeber zu diesem Thema. Gerade Mütter und Finanzen ist eine Kombination, das noch total wenig betrachtet wurde. Vermutlich, weil die meisten Verlage sagen: Spitze Zielgruppe, kauft keiner. Aber ich bin davon überzeugt, dass das gar nicht stimmt. Nur, wo kein Angebot, da wird es eben auch schwer mit Nachfrage. Deswegen habe ich mal zusammengesucht, was ich finde konnte und zeige euch eine Auswahl. Schon auf den ersten Blick wird klar: So richtig viele Finanzratgeber gibt es gar nicht. Deswegen habe ich noch ein paar Bücher dazugenommen, die wertvolle Tipps enthalten.
Und weil ich möglichst viele Frauen dazu bringen will, sich mit ihren Finanzen zu beschäftigen verlose ich die Bücher, die ich zur Rezension zugeschickt bekommen habe, an euch. Die, die ich nicht verlose habe ich nur aus der Bibliothek ausgeliehen. Am Ende des Artikels steht, wie ihr die Bücher gewinnen könnt.
Und wenn ihr euch fragt wieso ich hier nur Autorinnen aufliste: Erinnert ihr euch noch an meinen Netzwerkgedanken von Anfang des Jahres? Nun, das ist mal wieder ein Beitrag dazu, dass Frauen mehr Frauen unterstützen sollten. Sharing is caring und so!


Sonntag, 16. Juni 2019

Von Büchern, Bienen und Broten - das Wochenende in Bildern

Was war das bitte für ein Wochenende. Am Samstag super heiß, am Sonntag angenehm kühl. Wir hatten viel vor und haben tatsächlich einiges unternommen. Dafür, das muss ich gestehen, bin ich aber auch ziemlich müde. Und die neue Woche kommt doch erst!
Und, Achtung: Vermutlich enthält der Beitrag Werbung, weil ich euch ein paar Verlage verlinke. Dafür werde ich aber nicht bezahlt, ich mache das, damit ihr schneller die Verlage findet und euch umschauen könnt. Und, weil ich Amazon nach wie vor nicht unterstütze. 

Samstag, 15. Juni 2019


Wir sind auf die BuchBerlin Kids eingeladen. Die erste Berliner Kinderbuchmesse. Es geht ins FEZ, diesmal mit Parkplatz auf dem Gelände. Nicht so wie neulich. Gleichzeitig zur Messe findet aber wohl auch eine Jugendweihefeier statt, weswegen die Kinder sehr viele chic angezogene Menschen bewundern und sich fragen, ob sie sich auch hätten mehr rausputzen sollen.

Es ist sehr sehr warm in der Halle. Und es gibt ganz viele tolle Kinderbücher zu entdecken. Ich werde euch ganz sicher in den kommenden Monaten (erst wollte ich Wochen sagen, aber bleiben wir mal realistisch...) noch einiges zeigen. Hier aber schon ein, na gut, zwei Tipps. Der Stand vom Schaltzeit Verlag, den ich bisher gar nicht kanne, hat ein Buch über die vielleicht drängenste Kinderfrage im Programm. "Was machen Eltern nachts?" Naaaa, wie oft fragen eure Kinder euch das?
Und, das Buch muss ich unbedingt noch genauer ansehen: Die Tangram Katze. Da können eure Kinder nämlich mithilfe verschiedener Formen, die im Buch dabei sind, verschiedene Gestalten legen. Gleichzeitig ist es aber wohl auch eine Geschichte. Klang auf jeden Fall super und ist mal was anderes, als immer nur das immergleiche Puzzle rauszukramen, oder?
Auch toll war das Gespräch mit der Krumulus Buchhandlung. Immerhin hat die eine Auszeichnung als beste Kinderbuchhandlung Deutschlands. Ich war noch NIE da. Aber ihr vielleicht?  Ich jedenfalls mag Menschen, die wissen, worüber sie reden. Und das scheint hier der Fall zu sein.(Gleiches erlebte ich auch am Stand von Ars Edition, ich hab mich gleich in mehrere Bücher verguckt, und die zwei netten Frauen hatten auch sooo viel Input für Themen.)

Wenn ihr Reiseführer sucht, die sich an Kinder richten, dann schaut mal beim "World for Kids" Verlag vorbei. Die Reiseführer sind interaktiv, so dass eure Kinder am Ende ihre ganz eigene Reiseerinnerung schaffen werden.

Während ich mich durch die verschiedenen Verlage arbeitete und sehr nette Gespräche führte, bauten die Kinder draußen im Schatten Häuser. Und Kletterburgen.

Das hier war einer meiner Lieblingsorte. Weil es so heiß war, wurde ein Sprenger aufgestellt, durch den nicht nur immer wieder Kinder liefen, sondern auch viele Erwachsene. Das tat wirklich gut, denn in der Messehalle war es einfach drückend heiß und ungemütlich. In dem Fall kann man ja nur sagen: Leider, denn für einen Ausflug am See wäre das Wetter perfekt gewesen. Wir hatten aber den Besuch für die Messe nun mal samstags geplant und schwitzten daher.


Freitag, 14. Juni 2019

Familienumweltbuch


Heute gibt es mal kein neues Wochenthema. Das liegt daran, dass ich einfach keine Zeit hatte, etwas vorzubereiten. Das Leben eben...
Ich freue mich aber nach wie vor über Einsendungen zu all den Themen, die ich schon vorgestellt habe, oder zu denen ihr vielleicht einfach selbst Ideen habt.

Wie lebt ihr in eurer Familie Nachhaltigkeit? Was macht ihr, um umweltfreundlicher zu leben? Wie klappt das in Familien, denen ja per se vorgeworfen wird eine Umweltsünde zu sein?

Hier kommen die Links zu den bisherigen Posts.
Hier gibts die vorangegangenen Artikel:

Das Buchprojekt
Eure Tipps fürs Kinderzimmer
Eure Tipps für die Küche
Eure Tipps fürs Badezimmer 
Eure Ausmistetipps

Und schreibt mir all eure Ideen zu allem, was euch einfällt an: hallo at runzelfuesschen.de

Sonntag, 9. Juni 2019

Von Stoffen und Skateboard - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende waren wir vor allem auf vier Rollen unterwegs. Denn es gibt bei uns jetzt ein Skateboard. Die samstäglichen Erledigungen durften aber noch ohne das neue Gefährt stattfinden.

Samstag, 08. Juni 2019


Herr Annika und ich gehen zum Bäcker. Er hat eine Mission: Brötchen selbst bezahlen. Auf dem Weg dorthin fragt er mich drölfzig Mal wie die Verkäuferin denn das Geld von ihm bekommt. Und dann müssen wir vor dem Bäcker warten. Draußen. Weil es so voll ist.
Aber es klappt alles, die Frau nimmt sich viel Zeit für meinen Sohn und die beiden tauschen das (Wechsel)geld wie Profis.

Dann gehts zum Stoffmarkt. Haben wir lange nicht gemacht. Das Runzelfüßchen wünscht sich einen Rock für all ihre Freundinnen, die dieses Jahr in die Schule kommen. So dass sie ein gemeinsames Kleidungsstück haben und immer aneinander denken können. Da das etwas mehr als einen Meter Stoff braucht, müssen wir uns bevorraten.
Was mich schockt, weil ich es so auch noch nie gesehen habe: Auf dem Weg aus der UBahn zum Markt kommen wir an zwei Junkies vorbei, die sich gerade ihre Drogen aufkochen. Die Kinder nehmen das zum Glück nicht so richtig wahr, sie beschweren sich nur, dass es unsäglich nach Fäkalien riecht.


Freitag, 7. Juni 2019

Familienumweltbuch: Ausmistetipps


Diese Woche gehts fürs Familienumweltbuch mal an die Kleiderschränke! Und ich bin wirklich auf all euren Input gespannt. Denn ich habe das Gefühl, dank Marie Kondo und Co misten alle immerzu aus. Ich hab das Buch nicht gelesen, deswegen kann ich wenig dazu sagen. Was für mich aber eine ganz große Fragestellung ist: Was macht ihr mit all dem Aussortierten?

Kinder wachsen ja ständig, ich kann ein Lied davon singen, weil ich gefühlt jede zweite Woche Klamotten aussortiere. Klar, beim Baby fällt es am meisten auf, aber auch die größeren Geschwister wechseln regelmäßig Kleidung durch. Der beste Tipp hier zuhause ist natürlich, dass wir die Klamotten vom Runzelfüßchen an Herrn Annika weitergeben und dann ans Baby. Und dann? Tja, das ist tatsächlich irgendwie ungelöst bis jetzt.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Mit Kindern nochmal studieren?



Ich muss euch was erzählen.
Ich habe diesen Traum, schon sehr sehr lange. Ich wollte immer Psychologie studieren. In der Schule war das ein freiwilliges Zusatzfach, ich habe sogar mein Abitur in Psychologie gemacht. Und wollte das dann studieren. Nie mit dem Ziel als Psychologin/Psychiaterin zu arbeiten. Sondern nur so für mich.

Psychologiestudium und Kinder?


Als der NC damals festgesetzt wurde war es dann vorbei. Er lag bei 1,1 oder so, ich hätte ewig warten müssen, ich erinnere, dass ich irgendwie an Platz 7000 irgendwas von 15.000 Bewerber_innen war. Die Chance, einen Platz zu bekommen waren also sehr gering. Ich hätte vermutlich jahrelang warten und dann auch noch aus Berlin wegziehen müssen. Das wollte ich nicht. Stattdessen studierte ich u.a. Gender Studies, etwas, dass ich manchmal gut und manchmal schlecht fand.
Und irgendwann durch Praktika landete ich dann im Journalismus. Ich habe auch schon immer geschrieben, es war nur ein weiterer logischer Schluss. Und vielleicht der zweite berufliche Herzenswunsch. Denn ich wollte auch immer als Journalistin arbeiten. Und genau das mache ich jetzt langem und ich liebe es nach wie vor.

Journalismus Fernstudium in der Schwangerschaft und Elternzeit


Ich habe sogar im Fernstudium, weil schwanger mit dem Runzelfüßchen noch ein Journalismusstudium absolviert, weil ich dachte, dass danach vielleicht wichtig ist. Niemals hat jemand danach gefragt. Aber ich habe einen anerkannten Abschluss, was in Deutschland ja manchmal leider noch super wichtig ist.

Sonntag, 2. Juni 2019

Von kleinen Geschenken - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war Internationaler Kindertag! Ich weiß, dass viele das gar nicht feiern, aber für mich hat es Tradition. Und es gibt immer ein kleines Geschenk. Nun kam es, wie es kommen musste und die Kinder haben dann doch mehr bekommen als geplant. Denn wir waren auch noch auf dem Flohmarkt.

Samstag, 01. Juni 2019


Der Morgen beginnt für die Kinder mit einer Kleinigkeit. Eben weil Kindertag ist. Herr Annika bekommt einen Playmobil-Förster, seine Schwester Lehrerinnen und Schüler und das Baby ein Baby-Pixi. Alle anderen Bücher machen unseren Sohn nämlich sehr sehr wütend, weil das mit dem Umblättern mit acht Monaten logischerweise nicht klappt.
Ich liebe Kindertag und hatte mich so auf die Gesichter der Kinder gefreut. Ihre Überraschung hatte ich ihnen auf ihre Stühle gelegt. Sie haben das nur gar nicht verstanden und pflichtbewusst alles zur Seite geräumt. Ich musste etwas lachen. Die Freude war dann aber umso größer.

WERBUNG:
Dann folgte Überraschung Teil Zwei. Das FEZ hatte uns zum Internationalen Kindertagsfest eingeladen. Es gab an diesem Wochenende ein großes Fest. Wir machten den Fehler und fuhren, gegen den auf der Website vermerkten ausdrücklichen Rat doch mit dem Auto, weil es von uns ziemlich weit dorthin ist. Wir fanden einen Parkplatz (später mehr dazu) und mussten dann noch 1,5 Kilometer durch den Wald laufen. Da brauchten wir erstmal eine Stärkung in Form von Quark.

Wir gingen aufs Gelände und die Kinder fanden sofort etwas zum Basteln. Diese Dinger waren echt toll, Matten die mithilfe von Magneten zusammenhalten. Die Kinder wollten eine Höhle fürs Baby bauen, allerdings rissen andere anwesende Kinder ihnen immer die "Bausteine" aus der Hand, so dass am Ende eher Frust blieb.
Wir gingen weiter, es gab ja einiges zu entdecken.

Rollstuhlhindernisparcours. Das Runzelfüßchen probierte es sofort mehrere Runden aus. Ich fand die Idee gut, die Kinder für das Leben im Rollstuhl zu sensibilisieren. Irritierend fand ich mehrere Eltern, die ihre Kinder bei der Aktion natürlich fotografierten und den lachenden Nachwuchs aufforderten jetzt doch mal traurig zu gucken Weil: "Du sitzt ja im Rollstuhl, das ist nicht schön!" Schade, gerade wenn Kinder so unbefangen mit Behinderungen umgehen wäre ein positiver Ansatz doch nicht verkehrt, oder?
Wir versuchten weiter, das Gelände zu erkunden. Wir waren ja schon einmal hier, zum unrühmlichen Flohmarkt. Da konnte ich ja im Prinzip nichts angucken. Diesmal hätte ich was sehen können, aber es ging vor lauter Menschen nicht. Ich hab da in Berlin echt eine hohe Toleranz für Menschenansammlungen, aber das hier, das war mir viel zu viel. Und den Kindern auch. Es gab überall ewig lange Schlangen, weil natürlich alle alles ausprobieren wollten. Kann ich total verstehen. Ist nur mit drei kleinen Kinder einfach extrem stressig. Und es war warm und die Geduld damit irgendwann aufgebraucht. Was schade war, denn im Prinzip gab es ein Kinderparadies mit Basteln, Lernen, Spielen. Aber eben auch unfassbar voll. Und dadurch gab es eine eher gereizte Stimmung. Geschockt war ich, als ich, aus Versehen, zwei Mal in der Schlange stand um für Wasser anzustehen. Das gab es vom Berliner Wasserwerk nämlich kostenlos. Jedenfalls berührte ich dabei zwei Mal zwei Frauen, einfach durch das Gedränge. Ich entschuldigte mich natürlich sofort. Und beide erzählten mir, dass sie an diesem Tag schon mehrfach angegrabscht worden seien. Und, dass sie glauben, dass das bei solchen Veranstaltungen eben normal sei. Mir ist das nicht passiert, aber nein, angrapschen ist nicht normal. Wenn das gestandenen Frauen passiert (so wirkten die Zwei auf mich), was passierte dann den vielen, vielen Mädchen und Jungen vor Ort, die nicht mehr an der Hand ihrer Eltern liefen? Es gab sehr viele "Helping Hands" von Seiten des FEZ, an die man sich sicher hätte wenden können. Aber wer macht das? Für mich war das wirklich schokierend zu hören und einmal mehr der Hinweis darauf, dass wir alle lauter werden müssen gegen Belästigungen aller Art.