Mittwoch, 22. Mai 2019

Privatheit im Netz - Fotos posten ohne Erlaubnis



Ich weiß, ich weiß. Vielen von euch geht das total auf die Nerven, dass ich immer mal wieder auch über (Kinder)Fotos im Netz schreibe, über Privatshäre und ja, auch ab und zu mit euch diskutiere, wieso welche Fotos jetzt nicht veröffentlicht werden sollen.

Meine Meinung dazu ist weitbekannt: Es gibt keine Fotos meiner Kinder im Netz. Auch zu Intimes veröffentliche ich nicht. Da fahren andere Eltern andere Strategien, und das ist für mich auch vollkommen in Ordnung. Eltern entscheiden für ihre Kinder, sie sind die Instanz und der Maßstab, nachdem sich die Familie richtet. Es steht mir schlicht nicht zu darüber zu urteilen, wie ich das jetzt finde, dass irgendwer seine Kinder beim Eisessen fotografiert und auf Instagram zeigt. Oder, dass eine Bloggerin den neusten Kinderwagen mit ihrem Baby illustiert. Ich gucke mir das an, finde vieles davon niedlich und denke überdies ja auch: Wenn wir gar keine Kinder zeigen, finden sie im Netz nicht statt. Damit sinkt auch das Verständnis allgemein, dass Kinder zum Leben dazu gehören.

Fremde Kinderfotos einfach ins Netz stellen


Was aber, und da bin ich schon auf 180, wenn ich nur dran denke, gar nicht geht: Fremde Kinder ungefragt ins Netz stellen.Weil der Moment gerade so niedlich ist.
Leider ist uns genau das passiert.
Wir waren mit dem Baby und dem Runzelfüßchen auf der Re:Publica. Es ging nicht anders, das Kind war verletzt, sie durfte nicht in die Kita.
Ich sah mich also schon abwechselnd mit meinem Mann immer wieder die Kinder betreuen. Eine_r könnte in die Sessions, gehen, eine_r bleibt bei den Kindern, dann wird gewechselt. So haben wir das im letzten und vorletzten Jahr glaube ich auch gemacht.

Tolle Kinderbetreuung auf der Re:publica


Aber nein, diesmal gab es eine Kinderbetreuung. Wie großartig, dachte ich noch. Es waren noch zwei andere Mädchen in ähnlichem Alter da, meine Tochter war verschwunden, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Sie bastelte, sie bekam Bücher vorgelesen, sie spielten ein Puppentheater. Meine Tochter wollte, dass wir gehen, damit sie mal "allein" sein kann.
Wir unterschrieben einen Zettel, auf dem wir natürlich den Namen, Kontaktdaten angaben, aber auch gefragt wurden, was unsere Tochter gern mag und was sie essen darf, oder nicht. Die Mitgründerin von Holiday Sitters fragte sogar noch nach, wie viele getrocknete Erdbeeren und Laugenstangen meine Tochter so essen darf. Ich fand das so toll und aufmerksam.

Kinderfoto im Chat


Irgendwann musste mein Mann los, unseren Sohn aus der Kita abholen. Ich saß mit Freundinnen im Kinderbereich und schaute meiner Tochter und ihren neuen Freundinnen beim Spielen im Bällebad zu. Dann wurde angefangen das Bällebad zu leeren, es waren Ringe dort verloren gegangen. Die Kinder halfen natürlich gern mit. Und ich sah, wie sich Handys auf die Szene richteten. Und sprach die Leute an. Eine sagte, sie sei beauftrat worden, hier Fotos zu machen. Die nächste sagte, das sei doch nicht so schlimm, die Kinder würden ja nicht frontal von vorn fotografiert (aber von der Seite durchaus). Ich erklärte, dass ich das nicht möchte.
Leider machte auch eine der Verantwortlichen der Re:publica ein Foto und verschickte es per Chatnachricht (welches Chatprogramm das war weiß ich bis heute nicht). Ich sprach sie an. Sie meinte, es sei kein Kind zu sehen gewesen. Beim Vergrößern des Fotos (und ja, das können wir alle) zeigte sich dann: Ach doch, man kann Kinder erkennen. Sie entschuldigte sich mehrfach, versicherte, dass das Foto nur für interne Zwecke gedacht war. Ob es gelöscht wurde? Ich weiß es nicht.


Sonntag, 19. Mai 2019

Von Freundinnen - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende waren ja sehr sehr viele Blogger_innen auf der Blogfamilia. Ich gehe dort nicht hin, wegen der Fotosituation vor Ort. Aber ich bin dennoch Nutznießerin, denn zu diesem Termin kommen natürlich auch viele Menschen nach Berlin die ich viel zu selten sehe. Und einige davon hatten Zeit für ein Treffen.

Samstag, 18. Mai 2019


Der Tag begann mit schlechter Laune, Fieber und selbstgemachtem Toastbrot. Praktisch, weil ich genau weiß was drin ist. Das Baby hat sein Interesse an Essen recht plötzlich entdeckt und will nun das haben, was wir auch haben. In dem Fall also: Kastenweißbrot mit Butter. Es schmeckt ihm und uns und ich bin froh, dass mal niemand meckert.

Dann ist mein Mann auf dem Weg zur Blogfamilia, er ist da bei den Fotos weniger streng als ich. Eigentlich wollte er die Kinder mitnehmen, aber ich hab dann doch abgelehnt. Zum Einen war ich am Vorabend auf einer Veranstaltung bei der ständig in den Raum gefilmt und fotografiert wurde. Die Veranstalterinnen und auch alle Teilnehmenden achteten nach Ansage darauf, dass ich nicht im Bild war. Das geht im kleinen Rahmen. Die Blogfamilia ist viel größer. Und niemand kann mir garantieren, dass die Kinder nicht doch im Netz landen. Deswegen lehnte ich ab. Außerdem ist eins der Kinder ziemlich krank und fiebert hoch. Da geht unterwegs sein eh nicht.
Ich fülle also mit den Kindern meinen getrockneten Sauerteig in ein Glas um. Dann erbricht sich das kranke Kind und der Tag ist irgendwie gelaufen.
Wir hängen so aufeinander ab, alle drei Kinder kleben an mir und ich kann nichts, wirklich gar nichts allein machen.

Sonntag, 12. Mai 2019

Von Schmerzen und Alltag - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war tatsächlich geprägt von Ohrenschmerzen und wenig hören können. Das Problem ist nur: Den Kinder ist das ja ein wenig egal. Deswegen: The show must go on, wenn auch etwas langsamer.

Samstag. 11. Mai 2019


Die Kinder schreien schon am frühen Morgen. Ich gehe zum Bäcker und kaufe mir selbst dieses Muttertagsherz. Ehrlich gesagt hatte ich einfach Lust auf Blätterteig, Pudding und Erdbeeren, da ist mir glatt egal wie das heißt. Und soll ich euch noch was sagen: Ich hab es ganz allein aufgegessen. Ohne was abzugeben.

Dann machen wir uns auf zur Roadshow vom Mummy Mag im Wunderhaus. Letztes Jahr war es am Muttertag und die Kinder hatten SO viel Spaß. Deswegen gehen wir dort vorbei und Herr Annika bastelt sich einen Beutel, während das Runzelfüßchen im Theaterstück sitzt. Ich kann schon nach kurzer Zeit nicht mehr, meine Ohren schmerzen enorm, dabei ist es eigentlich ziemlich ruhig. Aber es ist eben wie es ist und ich fürchte, dass die Schmerzen eben doch stressbedingt sind. Ich brauche einfach Ruhe.

Freitag, 10. Mai 2019

Ich kann nichts mehr hören - vom Stress mit Kindern



Ich kann kaum noch hören. Das ist die traurige Wahrheit. Und gerade bin ich ziemlich mut- und kraftlos.Und ich fürchte, mein Leben mit drei kleinen Kindern ist daran Schuld.

Seit einer Woche habe ich Ohrenschmerzen. Ich soll mich ausruhen, viel Rotlicht, abschwellende Nasentropfen, Ruhe, sagte der Arzt.
Bei Ruhe musste ich schon schlucken, wie soll das gehen mit einem immer kreischenden Baby und zwei Kindern die aus unterschiedlichen Gründen immer wieder schreien?
Wenns schlimmer wird, sollte ich wieder kommen, hieß es.

Organisation mit Kinder


Es wurde schlimmer, ich ging erneut zum Arzt. Ich schaffte es erst gegen 9:30Uhr, weil ich gemeinsam mit meinem Mann ein krankes Kind, ein Kita-Kind und ein Baby organisiert bekommen musste. Denn gefühlt springen die ja wie drei junge Welpen in alle Richtungen, sobald man irgendwas möchte. Jedenfalls stand ich beim Arzt und wurde angemeckert, wieso ich es nicht "wie alle normalen Leute" schaffe, um 8:00Uhr in der Praxis zu sein. Meine Schmerzen seien wohl nicht so schlimm. Waren sie, aber ich beiße eben lange die Zähne zusammen, weil alles so ein organisatorischer Aufwand ist.

Vor Entkräftung weinen


Sie schickten mich weg. Draußen auf der Straße, mit dem kranken Kind in der Hand, kamen mir die Tränen. Vor Wut und Entkräftung. Ich schrieb auf Twitter darüber und mehrere Frauen erklärten mir, dass es ihnen auch schon so gegangen sei, und die Tränen VOR dem Praxispersonal die Wendung gebracht hätten. Aber will ich das? Ja, man soll sich nicht immer zusammenreißen müssen. Aber könnten die Mitarbeiter_innen der Praxis nicht auch aus meiner Erklärung erkennen: Ok, die macht das nicht mit Absicht?
Vielleicht sind sie aber auch überlastet und ich erwarte zuviel.


Sonntag, 5. Mai 2019

Von Unfällen - das Wochenende in Bildern

Eigentlich wollte ich schreiben wie toll wir das ganze Wochenende den dritten Geburtstag von Herrn Annika gefeiert haben. Und wie wir mit viel durchdachter Planung unseren Wochenendalltag unter den Hut bekommen haben. Aber dann kam alles irgendwie anders...

Samstag, 04. Mai 2019


Der Tag beginnt mit frischem selbstgebackenem Toastbrot. Also na gut, er beginnt mit Geburtstagsliedern und Feierei, aber dann kommt das Brot. Und weil ihr das Foto vom Kuchen vermutlich alle schon gesehen habt zeige ich euch jetzt den Toast.

Wir stimmen für die Europawahl ab. Ich erinnere von der letzten Wahl wie anstrengend das mit den Kindern war, die nicht mit in die Kabine durften, aber davor nicht warten wollten. Das umgehe ich dieses Jahr und wähle schon mal vorher.
Und ja, ich finde das wichtig. Ihr auch?