Sonntag, 3. Februar 2019

Von Aussprachen und Beobachtungen - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende stand irgendwie im Zeichen von Beobachtungen. Ich beobachtete die Kinder, andere Menschen und ja, irgendwie auch mich selbst. Und nun bin ich verwirrt.

Samstag, 02. Februar 2019


Eigentlich ist ja Sonntag Badetag. Aber nun ja. Die erste Amtshandlung des Tages: Baby baden. Weil die Windel leider nicht dicht gehalten hat. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass Windeln in den letzten Jahren immer schlechter wurden und immer weniger Flüssigkeit aufnehmen. Kann natürlich auch nur eine gefühlte Wahrheit sein. Nervt mich trotzdem.

Dann gehts zum Ballett, also fürs Runzelfüßchen. Auf dem Weg dorthin erklärt sie mir, dass die Erwachsenen die Natur zerstören. Die würde durch all den Müll, den Leute so auf die Straße werfen ersticken. Und dann sterben wir alle.Leider hat sie mit dieser Beobachtung absolut recht. Ich frage mich nur: Wenn wir als Kinder doch alle so auf die Umwelt geachtet haben, was ist dann passiert als wir älter wurden? Mein Mann und ich schauen schon hin, dass wir nicht das fünf Mal eingeschweißte Obst kaufen, unsere Kinder werden in Second Hand Kleidung groß, wir essen kein Fleisch. Wir leisten einen kleinen Beitrag, aber wir leisten ihn. Wenn jede_r das machen würde, es würde sicher etwas ändern. Warum ist es zum Beispiel so schwer den Müll in den Mülleimer zu stopfen? Warum muss der achtlos ins Gebüsch geworfen werden?

Tja, und dann ist das Runzelfüßchen beim Ballett und ich vollends überfordert. Ich erwähnte ja, dass die Lehrerin und ich uns nicht so wahnsinnig gut verstehen. Beim Abgeben dieses Mal kamen wieder Spitzen von ihr, ich würde mich benehmen wie ein Pferd und solche Sachen. Ganz ehrlich: So möchte ich nicht mit mir reden lassen. Ja, meine Tochter geht dort gern hin und wir machen das Ballett für sie. Aber ich erwarte ein Mindestmaß an Respekt. Kann ich da nicht erkennen.
Ich wollte in meiner freien Stunde eigentlich Pläne schmieden, stattdessen überlegte ich, wie ich das Gespräch suchen kann.
Nach der Stunde bat ich darum und war eigentlich frohen Mutes. Bis ich mir anhören musste, dass ich eine unmögliche Person sei und es unklar ist, wie jemand wie ich so ein tolles Kind haben kann.
Und trotzdem ich mir natürlich denke: Da stimmt doch irgendwas nicht, ich halte mich selbst schon für umgänglich macht das was mit mir, wenn mir jemand so was an den Kopf wirft. Natürlich überlege ich, wann ich eventuell falsch reagiert haben könnte. Denn ich möchte ja schon einen Weg finden, miteinander umzugehen. Man muss sich ja nicht mögen, aber normal miteinander umgehen doch schon, oder?
Noch viel mehr denke ich aber nun: Darf ich meine Tochter von dem Unterricht abmelden, weil ich dieser Frau nicht noch mehr Geld geben will? Ich möchte nicht so von oben herabbehandelt werden, und offensichtlich ist eine Kommunikation zwischen dieser Frau und mir nicht anders möglich.





Wir fahren in die Bibliothek. Herr Annika will zum hundersten Mal ein Buch über Babys ausleihen. Als er diese Klappe aufmacht freut er sich. "Mama guck, die kuscheln."
Das Runzelfüßchen sucht in der Zwischenzeit nach Bücher über Naturschutz (gibts nicht für ihr Alter) und Ballett (gibts, aber so richtig mag sie die Auswahl nicht).

Wieder Zuhause gibt es Waffeln. Und ja, ich mache die auch nach all den Jahren immernoch nach meinem Rezept für zuckerfreie Waffeln.
Zum Abendessen gibts "nur" Brot und Salat. Das Runzelfüßchen wünscht sich einen bunten Salat für sich und ihren Bruder, zusammen essen sie das auch auf. Ich dagegen halte mich an Feldsalat, was den Kindern aber zu grün ist.
Dann schlafen sie bald, das Baby weint und wir verbringen mal wieder den Abend zu dritt auf der Couch.

Sonntag, 03. Februar 2019


WERBUNG, unbezahlt und unbeauftragt:
Gestern kam ein neues Buch hier an. Und ich war nicht schnell genug es wegzuräumen, deswegen blättern die Kinder in unserem Rezensionsexemplar von "Lego Ideen Tiere der Welt - Tiere entdecken und bauen".
Sie sind ja aktuell eh im Lego-Baufieber, da kommt ein Buch, was erklärt wie sie Tiere bauen können gerade recht. Allerdings haben wir noch sehr wenig kleines Lego,wofür dieses Buch gedacht ist. Noch gibt es bei uns vor allem Lego Duplo. In Anbetracht des Babys was ja bald ein Kleinkind ist, vielleicht nicht verkehrt. Aber meine Tochter will eben jetzt mit den kleineren Sachen spielen, das wird noch spannend.
Das Tolle ist: Im Buch sind auch die Steine enthalten mit denen vier Tiere: Pinguin, Giraffe, Panda und Känguru gebaut werden können. Das ist doch ein Anfang.
Ich weiß gar nicht, ob es auch solche Bücher für Lego Duplo gibt, vermutlich nicht. Wenn ihr da mehr wisst, sagt ihr Bescheid? Dieses hier fürs kleine Lego können wir auf jeden Fall empfehlen, weil es neben den Bauanleitungen auch jede Menge lustiger Infos über Tiere aus aller Welt enthält.

Während die Kinder also bauen, gönne ich mir die erste Gesichtsmaske seit Monaten. Das Baby schläft nämlich. Die Kinder finden es lustig, dass ich passend zum Buch eine Pinguin-Maske aufgelegt habe.
Dazu hören wir auch noch eine neue Conni Geschichte bei der es um irgendwelche Tiere geht, ich höre da ja nie so genau hin. Einmal mehr bin ich froh über unser Deezer-Abo. Da kann das Kind jedes Mal aus dem Vollen schöpfen. Zur Zeit sind die Favoriten: Conni (die Große, weil das Kind ja jetzt groß ist...) und Yakari.
Ich beobachte das tatsächlich fasziniert, weil sie erklärt, dass sie für Benjamin Blümchen und die kleine Conni nun zu alt ist. An solchen kleinen Details merke ich wie schnell die Zeit dann doch vergeht.

Das Runzelfüßchen hat Flecken auf dem Pulli, die nicht mehr rausgehen. So, und jetzt hier mein ultimativer Elternhack: Textilfarbe... Ich finds super und das Kind auch.

Eigentlich wollten wir ja spazieren gehen. Aber uneigentlich hat niemand so richtig Lust auf das Grau da draußen. Deswegen tauen wir einfach einen Kuchen aus dem Tiefkühler auf. Ja, sowas gibts hier auch manchmal. Die Kinder mögen ihn nicht, der Mann mag ihn nicht, aber ich opfere mich... Eine muss ja, nicht wahr...
Der Rest isst Mandarinen und Orangen.

Herr Annika malt mir einen Regenbogen.

Und dann puzzeln wir noch eine Runde. Herr Annika liebt das ja sehr, diese Puzzlebücher. Auch das ist für mich ein Zeichen für Veränderung. Denn für Puzzle braucht es ein Mindestmaß an Geduld. Das hatte er bisher nicht. Jetzt sitzt er neben mir, ich darf lesen und soll nur ab und zu gucken was er puzzelt. Und ja, das ist SEHR entspannend.

Mehr Wochenenden findet ihr bei Große Köpfe.

Da die letzte Woche eher unschön war bin ich gespannt, wie die kommende wird. Ich hoffe darauf, dass sie besser wird. Weniger belastend, enttäuschend. Und, dass ich bis zum Wochenende eine Idee fürs Ballett habe. Habt ihr einen Rat?

Kommentare:

  1. Wegen dem Ballett...gibt es denn konkrete Vorwürfe auf welche du eingehen könntest oder dir vorstellen kannst was überhaupt gemeint ist? (Also etwas was man ändern kann zb man kommt zu spät oder ähnliche) Oder ist sie einfach völlig unbegründet unfreundlich? (Das höre ich eigentlich raus) lch würde einen neuen Ballettkurs suchen. Das ist schliesslich auch eine Dienstleistung und da erwarte ich gewisse freundlichkeit bzw Kooperation. Alles Liebe Kessie

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    1. Liebe Kessie,

      nee, es ist eigentlich nichts konkretes. So Sachen wie zu spät könnte ich durchaus nachvollziehen. Letzte Woche hieß es, ich möge mir "hinter die Ohren schreiben" (ja, ein Zitat) wie man einen Zopf bindet... Und ich kann verstehen wieso die Art den Zopf zu binden falsch war. Aber den Ton, den kann ich nicht verstehen. Wer redet so mit jemandem?

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  2. Liebe Andrea,
    Ganz klar: kündigen und einen anderen Kurs suchen! Das ist ne Frechheit und man kann von jedem ein Mindestmaß an Respekt und Höflichkeit erwarten. Ich merke immer, dass ich mit zunehmenden Erfahrungen immer energischer auf sowas reagiere, einfach weil ich keine Lust mehr habe, dass ich mich über solche Ärgernisse ewig lange aufrege. Liebe Grüße und einen guten Wochenstart, Friederike

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    1. Liebe Friederike,

      ich wünschte, ich wäre in der Situation energisch gewesen. Stattdessen war ich maßlos irritiert und ja, überfordert. Ich finde aber, wie du, dass ein Mindestmaß an Respekt zum Miteinander dazugehört. Und das vermisse ich dort.

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  3. Hallo Andrea. Also ich würde auch nach einem neuen Kurs suchen. Deine Tochter bekommt das Klima zwischen der Lehrerin und Dir sicher auch mit. Allein um ihr zu zeigen, das man so nicht mit anderen Menschen umgeht, würde ich den Kurs wechseln. Es ist ja eine Unverschämtheit, wie diese Lehrerin mit Dir spricht. Deine Tochter wird es verstehen, wenn du ihr erklärst,was deine Beweggründe sind. Alles liebe euch. Daniela

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    1. Liebe Daniela,

      ja, sie bekommt das natürlich alles mit. Die Lehrerin spricht ja vor allen so mit mir. Die anderen Eltern scheint das aber nicht zu kümmern, bzw. werden die anders angesprochen. Ich frage mich halt: Was lernt meine Tochter durch diesen Konflikt? Was ist besser: Aushalten und Kompromiss (Papa bring sie) zu finden, oder klar Position beziehen und was Neues suchen. Ach, Eltern sein ist schwierig. :D

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  4. also wenn das kind den kurs aber mag, würde ich beleidigt den mann zum holen und bringen schicken. schon dreist, was manche leute sich raus nehmen. voll daneben die frau!

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    1. Ich überlege halt, dass ich ja dann immernoch Geld dafür ausgebe, dass jemand unfreundlich ist... Und ich weiß auch nicht wie sich das für meine Tochter entwickelt. Ach, es ist verzwickt.

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  5. Wow, da bleibt mir die Sprache weg. Wie unverschämt und respektlos. Ich schließe mich an, da würde ich auch den Kurs wechseln, falls das möglich ist. Ich hätte sie im Gespräch geradeaus gefragt, was ihr Problem mit mir ist und woher sie sich anmaßt, mich so zu behandeln. Du bist doch kein dummes Kindlein - und mit Kindern hat man auch nicht so zu reden...

    Das mit dem Kuscheln ist aber süß von Herrn Annika.
    Übrigens: wer mag denn keinen Kuchen? Unfassbar! :O

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    1. Ich hab das ja versucht im Gespräch zu klären. Ging aber irgendwie nicht. Es wurde nur von Satz zu Satz schlimmer. Kennst du das, wenn du dir eigentlich was vornimmst und dann kommt ganz was anderes dabei raus? Ich wollte, dass wir eine Basis finden, und irgendwie sind wir vom Weg abgekommen. Und ich war vielleicht nicht souverän genug da wieder hinzufinden. Keine Ahnung.

      Und der Kuchen: Tja, ich glaube, er war ihnen zu süß... Oder zu glitschig (die Konsistenz war schon merkwürdig)

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