Sonntag, 10. Februar 2019

Von Beleidigungen und Essensplänen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war überraschend das Baby krank. Das warf alle Planung über den Haufen. Was ich aber nicht verstehe: Wieso Menschen übel beleidigen.

Samstag, 09. Februar 2019


Das Baby ist krank. So richtig. So, dass es nicht bis Montag warten kann. Deswegen gehts zum Notfalldienst der Krankenkassen. Ich bin allein mit dem Baby dort, die halbwegs gesunden Kinder sollen sich hier nicht noch andere Krankheiten holen.
Es sind noch jede Menge anderer kranker Kinder hier, es hustet und schnupft, ich werde schon vom Hören krank.
Da kommt ein Mann mit einem Kleinkind auf uns zu. "Oh schau mal, da ist ein Baby!" Das Kleinkind läuft begeistert auf uns zu, während es bellend hustet und der Rotz aus der Nase läuft. Ich nehme das Baby in der Babyschale hoch. Zum gegenseitigen Schutz. Ich weiß nicht, welche Krankheit das Kind hat, die Eltern wissen nicht was meinem Baby fehlt.
Der Vater starrt mich an und brüllt dann (und ja, das ist leider ein Originalzitat): "Dann geh doch woanders hin, du olle Fo**e!"
Mir fällt die Kinnlade runter. Hatte er erwartet, dass sein krankes Kind mein Baby anfassen darf? Wir sind in einem Krankenhaus mit 100 verschiedenen Keimen, das Baby ist ein Baby, kein Zehnjähriger, der das vielleicht gut wegsteckt. Und was, wenn mein Baby, keine Ahnung, Windpocken hätte... Wie gesagt, ich bin schwer irritiert und geschockt. Sind das die Umgangsformen, die unsere Kinder lernen sollen?

Mittwoch, 6. Februar 2019

Kinderbuchtipps: Coole Vorbilder (für Mädchen)

Es ist mal wieder Zeit für Kinderbuchtipps. Findet ihr jedenfalls, denn ich habe einige Mails bekommen.
Diesmal gehts um das Thema Vorbilder. Naja, eigentlich für Mädchen, aber so ganz stimmt das nicht. Denn auch Jungs können ja durchaus Geschichten mit starken Mädchen lesen wollen. Ich musste bei der Recherche aber auch feststellen: Ja, es gibt schon ziemlich gute Vorbilder. Aber da ist, für Jungs und Mädchen, definitiv noch Luft nach oben. Sind Verlage nicht mutig genug? Wollen Eltern das nicht kaufen? Kinder nicht vorgelesen bekommen? Ich jedenfalls ertrage diesen Einheitsbrei von Peppa Wutz (gaaanz schlimm, ich weigere mich, das vorzulesen!), und Mädchen kümmern sich um Puppen und Jungs sind wild nicht. Mir fehlen tolle, gute Vorbilder, die gar nicht übers Geschlecht definiert werden.
Jedenfalls hier ein kleiner Anfang.

Das Runzelfüßchen kam jedenfalls neulich zu mir und meinte: "Mama, ich finde Prinzessinnen doof! Die machen gar nichts, außer warten." Auf den Prinzen, wie sie mir erzählte. Dabei sollen Prinzessinnen auch mutig sein. Und selbst was unternehmen. Dieses Gespräch bewog mich dazu, mal zu schauen welche starken Prinzessinen es denn so gibt. Und dann hab ich noch nach weiteren Vorbildern geschaut. Hier auf jeden Fall ein paar Empfehlungen, für gut befunden von einer Fünf- und einem Zweieinhalbjährigen.


Sonntag, 3. Februar 2019

Von Aussprachen und Beobachtungen - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende stand irgendwie im Zeichen von Beobachtungen. Ich beobachtete die Kinder, andere Menschen und ja, irgendwie auch mich selbst. Und nun bin ich verwirrt.

Samstag, 02. Februar 2019


Eigentlich ist ja Sonntag Badetag. Aber nun ja. Die erste Amtshandlung des Tages: Baby baden. Weil die Windel leider nicht dicht gehalten hat. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass Windeln in den letzten Jahren immer schlechter wurden und immer weniger Flüssigkeit aufnehmen. Kann natürlich auch nur eine gefühlte Wahrheit sein. Nervt mich trotzdem.

Dann gehts zum Ballett, also fürs Runzelfüßchen. Auf dem Weg dorthin erklärt sie mir, dass die Erwachsenen die Natur zerstören. Die würde durch all den Müll, den Leute so auf die Straße werfen ersticken. Und dann sterben wir alle.Leider hat sie mit dieser Beobachtung absolut recht. Ich frage mich nur: Wenn wir als Kinder doch alle so auf die Umwelt geachtet haben, was ist dann passiert als wir älter wurden? Mein Mann und ich schauen schon hin, dass wir nicht das fünf Mal eingeschweißte Obst kaufen, unsere Kinder werden in Second Hand Kleidung groß, wir essen kein Fleisch. Wir leisten einen kleinen Beitrag, aber wir leisten ihn. Wenn jede_r das machen würde, es würde sicher etwas ändern. Warum ist es zum Beispiel so schwer den Müll in den Mülleimer zu stopfen? Warum muss der achtlos ins Gebüsch geworfen werden?

Tja, und dann ist das Runzelfüßchen beim Ballett und ich vollends überfordert. Ich erwähnte ja, dass die Lehrerin und ich uns nicht so wahnsinnig gut verstehen. Beim Abgeben dieses Mal kamen wieder Spitzen von ihr, ich würde mich benehmen wie ein Pferd und solche Sachen. Ganz ehrlich: So möchte ich nicht mit mir reden lassen. Ja, meine Tochter geht dort gern hin und wir machen das Ballett für sie. Aber ich erwarte ein Mindestmaß an Respekt. Kann ich da nicht erkennen.
Ich wollte in meiner freien Stunde eigentlich Pläne schmieden, stattdessen überlegte ich, wie ich das Gespräch suchen kann.
Nach der Stunde bat ich darum und war eigentlich frohen Mutes. Bis ich mir anhören musste, dass ich eine unmögliche Person sei und es unklar ist, wie jemand wie ich so ein tolles Kind haben kann.
Und trotzdem ich mir natürlich denke: Da stimmt doch irgendwas nicht, ich halte mich selbst schon für umgänglich macht das was mit mir, wenn mir jemand so was an den Kopf wirft. Natürlich überlege ich, wann ich eventuell falsch reagiert haben könnte. Denn ich möchte ja schon einen Weg finden, miteinander umzugehen. Man muss sich ja nicht mögen, aber normal miteinander umgehen doch schon, oder?
Noch viel mehr denke ich aber nun: Darf ich meine Tochter von dem Unterricht abmelden, weil ich dieser Frau nicht noch mehr Geld geben will? Ich möchte nicht so von oben herabbehandelt werden, und offensichtlich ist eine Kommunikation zwischen dieser Frau und mir nicht anders möglich.