Sonntag, 24. Februar 2019

Von ersten Malen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war voller erster Male. Und auch ein bißchen Wehmut, denn erste Male beim Baby bedeuten ja auch immer einen kleinen Abschied.

Samstag, 23. Februar 2019


Meine Stunde Zeit für mich, ich lese. Während des Runzelfüßchen beim Ballett ist (noch wenige Male, dann sind wir frei!) sitze ich im Café und lese. Eigentlich würde ich auch gern einen Tee trinken, ich habe das Wetter total überschätzt und mich zu kalt angezogen. Leider ist soviel los, dass mein Tee nicht kommt und irgendwann muss ich ja auch wieder los. Aber immerhin im Warmen die Zeit mit einem Buch genossen. Das tat gut.


Und dann ist es so weit. Wie bei den anderen beiden Kindern gehts zum Markt, Pastinake kaufen. Das Baby hatte in der Woche immer wieder seinen (Spiel)löffel in mein Essen getaucht, deswegen dachte ich mir: Vielleicht will es ja essen. Und wie bei den Geschwistern gibts zuerst Pastinake. Ich gestehe: Bis zu den Kindern kannte ich dieses Gemüse nicht. Und jetzt kann ich es nicht leiden. Es riecht so süßlich und ist einfach nicht meins. Wer jetzt denkt: Woah, riesige Menge. Nun ja, ich hab natürlich gleich ein bißchen vorgekocht.

Nebenbei schaue ich ins "Breifrei" Buch. Denn eigentlich fände ich das ja für uns passender, weil ich nicht noch zum Pürierstab greifen müsste. Das Baby hat aber keine Zähne, deswegen bin ich unsicher. Die eher kleine Menge Brei ist sofort aufgegessen und das Baby will mehr, mehr, mehr. Ich freue mich sehr, weil ich Kinder die gern essen toll finde. Gleichzeitgi werde ich aber auch wehmütig, weil es eben so ein klitzekleiner erster Schritt ist. Der fürs Baby gut ist. Und für mich auch. Aber trotzdem. Irgendwie bittersüß.

Das Runzelfüßchen möchte zum Fasching als Indianerin gehen. Sie hat da eine sehr genaue Vorstellung von, wie das Kostüm aussehen soll. Und sie ist verdammt nah an den Ureinwohnerinnen dran. Denn ihr gehts nicht um Bemalung und Federschmuck, sie möchte möglichst realistisch aussehen und wünscht sich, dass ich ihr eine Bauchtasche nähe, für ihre Kräuter. Ich hab keine Ahnung wo ich ein Schnittmuster dafür finde. Den Stoff hat sie sich ausgesucht für einen Pulli. Das ist vielleicht nicht ganz so original, aber irgendwas anziehen muss sie ja.

Am Abend bitte ich die Kinde rnach dieser Kette zu suchen. Ich hatte sie für Herrn Annika gekauft, aber ich fürchte, unsere Haushaltshilfe hat die Teile weggeworfen, weil sie aus Plastik waren. Da hatte sie ein großes Problem mit. Das Baby findet diese Teile aber super. Müssen eben drei genügen. Auf neu kaufen habe ich irgendwie auch keine Lust.

Sonntag, 24. Februar 2019


Ich hole Brötchen und bin doch etwas stolz auf mich, dass ich den Brötchenbeutel mitnehme. Wir haben einen, aber der Rest der Familie torpediert oft mein Anliegen auf die Bäcker-Papiertüte zu verzichten. Verstehe ich auch, wenn sich drei Leute fertig machen bleibt meist irgendwas auf der Strecke. Aber ich werde den Beutel noch mal sichtbarer aufhängen.

Dann fahren wir in die Bibliothek. Am Sonntag. Haben wir noch nie gemacht, ich wußte bis zum Samstag gar nicht, dass das geht. Aber wir haben es samstags nicht dorthin geschafft und auf der Website habe ich gesehen, dass sie auch Sonntag geöffnet hat. Ich erwartete ehrlich gesagt, dass wir unverrichteter Dinge wieder wegfahren müssen, weil eben nur die Bibliothek offen ist, für Leute die arbeiten wollen.
Aber weit gefehlt: Es gibt ein richtig gutes Programm, für Erwachsene und Kinder. Seit 2017 ist das so. Welch Bildungslücke, dass ich das nicht wusste. Ab jetzt sind wir sicher öfter hier.
Also für euch der Tipp: Wenn ihr am Sonntag Lust auf (Kinder)Bücher und Unterhaltung habt, die Amerika Gedenkbibliothek, die hat da was für euch!

Es gab eine Bastelstunde, bei der mit Streichholzschachteln gearbeitet wurde. Herr Annika und ich haben ein Aquarium aus Glitzerschnipseln gebastelt. Seht ihr die zwei roten Stücke nebeneinander? Das sind Mama und Babyqualle. Und der Papa ist das schwarze daneben.
Für die Kinder sind das richtige Schätze, die da entstanden sind. Und sie wollen von jetzt an natürlich jede Woche dorthin.
Für die Erwachsenen gab es übrigens Lach-Yoga, eine Einführung in die Gebärdensprache und einen Musikinstrumentekurs. Weil das Baby Hunger hatte gingen wir, bevor der Zirkuskurs für die Kinder begann. Ihr seht, es gab richtig was zu erleben. Und das vollkommen kostenlos.

Diese zwei Bücher habe ich ausgeliehen. "Green Parenting" interessiert mich einfach als Thema. Und "Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird" ist jetzt nicht wirklich mein Thema, ABER: Es ist ein Ratgeber in Comicform. Und das finde ich dann doch wieder ziemlich spannend. Ihr auch?

Wir gehen noch spazieren, das schöne Wetter ausnutzen. Die Kinder schaukeln friedlich eine ganze Stunde in einer Nestschaukel (ja, kein anderes Kind kam und wollte auch mal), sie hatten die Augen geschlossen und genossen die Sonne. Mein Mann und ich unterhielten uns ungestört und das Baby schlummerte im Tragetuch. Ach, solche Momente sind so gut für die Seele, oder?

Erwähnte ich schon, dass ich einen kleinen Faible für Notizbücher und schöne Stifte habe? Dieses hier jedenfalls beginne ich jetzt, für Notizen und Ideen.
Und an der Stelle noch ein Hinweis: Meine Geburtstagsgewinnspiele laufen noch. Vielleicht ist ja was für euch dabei?
Ihr könnte Sachen von BabyBjörn, 7Mind, Marco Polo Reiseführer, Weleda und Kinderbücher vom Carlsen Verlag gewinnen. Und ja, ihr dürft bei allen Gewinnspielen mitmachen, keine Not sich für eins zu entscheiden.

Mehr Wochenenden findet ihr bei Große Köpfe.

Worauf freut ihr euch schon in der kommenden Woche?

Samstag, 23. Februar 2019

Gewinnspiel: Kinderbücher

Was bitte ist das Leben ohne Bücher? Hier jedenfalls herrscht schon immer große Bücherliebe. Meine Kinder haben wirklich wirklich viele Bücher. Weil auch wir Eltern soviele haben. Was ich unterschätzte: Kinderbücher brauchen auch ziemlich viel Platz. Und Kinder zerren am allerliebsten das Buch gaaaanz hinten aus dem Regal.

Was ich auch gelernt habe: Kinderbücher sind ganz schön schwierig. Es gibt die, die Eltern und Kinder mögen. Es gibt die, die Kinder mögen. Und es gibt die, über die sich Eltern aufregen. Und: es gibt sehr sehr viel Luft nach oben für richtig gute Kinderbücher.


Freitag, 22. Februar 2019

Gewinnspiel: Weleda

Eine Marke, die diesen Blog und uns persönlich ebenfalls von Anfang an begleitet ist Weleda. Die gelbe Calendula-Tube ist nach wie vor DER Renner hier. Entdeckt habe ich sie vor dem Blog, wie ich ohnehin viele Weledaprodukte selbst kaufe. Das mal zur Transparenz, es ist (leider :D ) nicht so, als würde mir alles immer geschenkt werden. Nein, ich gehe wie ihr in den Laden und bezahle dafür.
Ich glaube ja, das ist eins der größten Missverständnisse im Blog-Bereich. Dass Leute glauben, es gäbe immer alles für lau. Es mag sein, dass es sogenannte Influencer gibt, bei denen das so läuft. Hier ist das definitiv nicht so. Ich sage fast alle Kooperationen ab. Weil die Unternehmenswerte nicht mit meinen übereinstimmen. Weil ich nicht hinter dem Konzept stehe. Weil ich nicht frei sagen darf, was ich denke, denn ja, manche Firmen wollen sehr gern Meinungen kaufen. Da mache ich nicht mit.
Auch gefährlich finde ich medizinische Themen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie oft Arzneianbieter fragen, ob ich nicht mal was über ihre Medizin schreiben will. Ganz sicher nicht.

Danke, dass ihr da seid


Ich schreibe auf "Runzelfüßchen" über unser Leben. Und es war und ist mir nie wichtig gewesen, damit Geld zu verdienen. Andere machen das anders, und das ist ok. Ein Grund für die wenigen Kooperationen hier ist also schlicht der, dass ich mir aussuche mit wem ich was machen will. Weil ich den Blog nicht als Geldquelle sehe. Ist vielleicht der falsche Ansatz, aber für mich funktioniert es nur so. Ich habe einen Job, ich bin Journalistin. Das hier, das ist ein sehr geliebtes Hobby, das natürlich hin und wieder auch Themen für meine Arbeit abwirft. Aber vor allem ist das hier der Ort wo wir uns austauschen können, wo ihr mir aus eurem Leben erzählt und ich aus unserem. Ich habe durch euch schon so viele Anregungen für Bücher, Spiele, Leben mit Kindern bekommen. Dafür bin ich dankbar. Und deswegen mache ich auch weiter.


Donnerstag, 21. Februar 2019

Gewinnspiel: Reiseführer



Was gehört zu unserer Familie und zum Blog unbedingt dazu? Genau, das Reisen. Seit fünf Jahren begleitet ihr uns also auch auf größeren und kleineren Reisen. Und deswegen könnt ihr heute einen von fünf Reiseführern gewinnen!

Ein Highlight für alle waren sich die zwei Aufenthalte in Thailand. Ginge es nach den Kindern, wir würden wieder dorthin fahren. Aber wir Eltern haben da unser Veto eingelegt. So schön wie es da ist, wir wollen ja auch mal was anderes sehen. Die Welt ist doch groß.
Unvergessen ist auch die Flußkreuzfahrt, die wir damals noch zu viert unternommen habe. Herr Annika ist aktuell auch im Schifffahrtsfieber und fragt täglich. ob wir das nicht noch mal machen können. Ich glaube nicht, dass er sich an die letzte Reise erinnern kann, damals war er etwas mehr als ein Jahr alt. Aber aus den Erzählungen seiner Schwester, die das alles noch ganz genau weiß schließt er, dass es toll gewesen ist (war es auch!) und will nun auch auf große Fahrt gehen.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Gewinnspiel: Achtsamkeit mit 7Mind


Was uns als Eltern im Leben mit Kindern ja manchmal fehlt: Eine Pause zum Durchatmen. Ich hab da ja letztens erst wieder drüber geschrieben. Und so oft den Hinweis bekommen, dass es ja auch wichtig sei sich als Mutter mal zu entspannen. Naja, können vor lachen, oder? Es ist eben nicht so leicht im Alltag mit kleinen Kindern Zeit für sich selbst zu finden.
Darüber schreibe ich, neben all den schönen Momenten im Leben mit Kindern, auch immer wieder. Dass ich es nicht hinbekomme. Dass ich ausgelaugt bin. Dass ich mehr Schlaf brauche. Mehr oder überhaupt Zeit für mich.
Diese Artikel sind, ihr könnt es in der Seitenleiste sehen, diejenigen, die am meisten gelesen werden. (Neben dem Alltime Favorite, dem Waffelrezept)

Eltern brauchen Unterstützung


Ich deute das mal als Zeichen dafür, dass es euch geht wie mir und ihr lesen wollt wie wir das hinbekommen (oder nicht), und nach Unterstützung sucht, genauso wie wir. Wenn ihr mögt kommt doch gern in die Facebookruppe "Runzelfüßchen - das Dorf im Netz", damit wir uns dort weiter austauschen können.

Gelassenheit kann man lernen


Was mir auch hilft: Ich habe im Jahr 2017 einen MBSR-Kurs gemacht. Und dann 7Mind für mich entdeckt. Die App bietet mir die Möglichkeit mal 10 Minuten zur Ruhe zu kommen. Ich habe mir sogar einen Timer gesetzt, der mich täglich daran erinnert mal was für mich zu tun.
An fünf von sieben Tagen lösche ich die Erinnerung und mache nichts. Ich will ja ehrlich sein. Aber an den anderen Tagen lasse ich mich von der App anleiten. Und das hilft. Eigentlich ist es natürlich besser wenn man das jeden Tag macht, ABER: Achtsamkeit heißt für mich auch, dass ich nichts erzwinge. Sondern das mache, was mir gut tut und vor allem, was gerade möglich ist.

Dienstag, 19. Februar 2019

Gewinnspiel: Baby Björn



Runzelfüßchen wird 5! FÜNF! Wahnsinn, oder? Fünf Jahre schreibe ich hier über unser Leben, fünf Jahre lest ihr uns schon! Und weil ich finde, dass das eine echt große Leistung auf beiden Seiten ist :) will ich den fünften Geburtstag feiern. So richtig! Und was gehört zu einer Party dazu? Eine sentimentale Rede (das übernehme ich diese Woche einfach selbst), gutes Essen und Getränke (dafür sorgt ihr, daheim oder unterwegs, wo immer ihr mich lest) und Geschenke. Die bringe ich mit. Für euch!
Und, zur Transparenz: Ich bekomme für diese Kooperationen diese Woche kein Geld! Ich mache das, weil ich euch eine Freude machen möchte! Unentgeldlich. 

Mir ist es wichtig diesen Geburtstag auch mit Kooperationspartnern zu feiern die diesen Blog schon lange begleiten. Ihr wisst, ich mache wenig Werbung hier, und das ganz bewusst. Ich arbeite nur mit denen zusammen, die zu uns passen. Manchmal findet ihr das kontrovers, aber dann diskutieren wir, und das ist gut.

BabyBjörn und Runzelfüßchen


Ich glaube einer der kontroversen Kooperationspartner ist BabyBjörn. Ich LIEBE das Reisebett und den Bouncer, beides ist hier seit fünf Jahren quasi im Dauereinsatz. Und ja, wir nutzen auch die Trage. Im Wechsel mit Tragetuch und allem anderen. Dafür gab es im ersten Jahr vom Blog so unfassbar viel Kritik. Aber ich stehe dazu, für die Rückentrage ist diese Trage für UNS perfekt. Niemand zwingt euch dazu diese Trage auch zu nutzen. Und weil ich hier Geburtstag feiern will und nicht diskutieren, haben BabyBjörn und ich beschlossen: Wir bringen das Geschirr für die Party. :D


Sonntag, 17. Februar 2019

Vom Sonnenwetter - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende waren wir eigentlich nur draußen unterwegs. Das Supersonnenwetter musste doch ausgenutzt werden. Und, ich gestehe, wir hofften auch, dass die Kinder beim vielen Draußen spielen vielleicht auch etwas hmm... ausgeglichener werden. Es ist gerade alles etwas explosiv hier. Und, soviel kann ich schon verraten: Es hat nichts geholfen.

Samstag, 16. Februar 2019


Auf, auf, zum Ballett... Die Situation zwischen der Ballettlehrerin und mir ist nach wie vor schrecklich, aber unsere Tochter muss noch ein paar Mal tanzen bevor wir dort aufhören können. Oder, sie müsste nicht, aber wir haben schon bezahlt und weil ich ganz grundsätzlich was gegen Geldverschwendung habe ziehe ich das nun also durch. Ich wurde einfach komplett ignoriert, und damit kann ich sehr gut leben.
Während das Runzelfüßchen also Spaß hat (und ja, den hat sie dort nach wie vor) saß ich in der Sonne und las ein Buch. Es war himmlisch. Und kurz erwische ich mich beim Gedanken, dass es vielleicht doch fürs Kind besser wäre einfach weiter dort zu bleiben. Für mich halt nicht. Und für mein Geld irgendwie auch nicht. Ach, Erwachsensein ist manchmal richtig richtig schwer.

Dann gehen wir in die Bibliothek, neue Bücher ausleihen. Vor Kurzem habe ich mal wieder eins der "Ich habe eine_n Freund_in, die/der ist..." Reihe entdeckt. Ich berichtete ja schon über diese Bücher. Jedenfalls haben wir den Koch noch nicht und Herr Annika freut sich immer so, weil er das alles total spannend findet. Also habe ich es gekauft. Und mein Sohn schleppt es mit in die Bibliothek. Weil er nach weiteren Heften gucken will, und vorn auf der ersten Seite sind die Bücher der Reihe abgebildet. Es gibt sie nur nicht in der Bibliothek.
Die Ansage war: Jede_r zwei neue Bücher, aber natürlich wird der Rahmen gesprengt. Von uns Eltern allerdings auch.

Sonntag, 10. Februar 2019

Von Beleidigungen und Essensplänen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war überraschend das Baby krank. Das warf alle Planung über den Haufen. Was ich aber nicht verstehe: Wieso Menschen übel beleidigen.

Samstag, 09. Februar 2019


Das Baby ist krank. So richtig. So, dass es nicht bis Montag warten kann. Deswegen gehts zum Notfalldienst der Krankenkassen. Ich bin allein mit dem Baby dort, die halbwegs gesunden Kinder sollen sich hier nicht noch andere Krankheiten holen.
Es sind noch jede Menge anderer kranker Kinder hier, es hustet und schnupft, ich werde schon vom Hören krank.
Da kommt ein Mann mit einem Kleinkind auf uns zu. "Oh schau mal, da ist ein Baby!" Das Kleinkind läuft begeistert auf uns zu, während es bellend hustet und der Rotz aus der Nase läuft. Ich nehme das Baby in der Babyschale hoch. Zum gegenseitigen Schutz. Ich weiß nicht, welche Krankheit das Kind hat, die Eltern wissen nicht was meinem Baby fehlt.
Der Vater starrt mich an und brüllt dann (und ja, das ist leider ein Originalzitat): "Dann geh doch woanders hin, du olle Fo**e!"
Mir fällt die Kinnlade runter. Hatte er erwartet, dass sein krankes Kind mein Baby anfassen darf? Wir sind in einem Krankenhaus mit 100 verschiedenen Keimen, das Baby ist ein Baby, kein Zehnjähriger, der das vielleicht gut wegsteckt. Und was, wenn mein Baby, keine Ahnung, Windpocken hätte... Wie gesagt, ich bin schwer irritiert und geschockt. Sind das die Umgangsformen, die unsere Kinder lernen sollen?

Mittwoch, 6. Februar 2019

Kinderbuchtipps: Coole Vorbilder (für Mädchen)

Es ist mal wieder Zeit für Kinderbuchtipps. Findet ihr jedenfalls, denn ich habe einige Mails bekommen.
Diesmal gehts um das Thema Vorbilder. Naja, eigentlich für Mädchen, aber so ganz stimmt das nicht. Denn auch Jungs können ja durchaus Geschichten mit starken Mädchen lesen wollen. Ich musste bei der Recherche aber auch feststellen: Ja, es gibt schon ziemlich gute Vorbilder. Aber da ist, für Jungs und Mädchen, definitiv noch Luft nach oben. Sind Verlage nicht mutig genug? Wollen Eltern das nicht kaufen? Kinder nicht vorgelesen bekommen? Ich jedenfalls ertrage diesen Einheitsbrei von Peppa Wutz (gaaanz schlimm, ich weigere mich, das vorzulesen!), und Mädchen kümmern sich um Puppen und Jungs sind wild nicht. Mir fehlen tolle, gute Vorbilder, die gar nicht übers Geschlecht definiert werden.
Jedenfalls hier ein kleiner Anfang.

Das Runzelfüßchen kam jedenfalls neulich zu mir und meinte: "Mama, ich finde Prinzessinnen doof! Die machen gar nichts, außer warten." Auf den Prinzen, wie sie mir erzählte. Dabei sollen Prinzessinnen auch mutig sein. Und selbst was unternehmen. Dieses Gespräch bewog mich dazu, mal zu schauen welche starken Prinzessinen es denn so gibt. Und dann hab ich noch nach weiteren Vorbildern geschaut. Hier auf jeden Fall ein paar Empfehlungen, für gut befunden von einer Fünf- und einem Zweieinhalbjährigen.


Sonntag, 3. Februar 2019

Von Aussprachen und Beobachtungen - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende stand irgendwie im Zeichen von Beobachtungen. Ich beobachtete die Kinder, andere Menschen und ja, irgendwie auch mich selbst. Und nun bin ich verwirrt.

Samstag, 02. Februar 2019


Eigentlich ist ja Sonntag Badetag. Aber nun ja. Die erste Amtshandlung des Tages: Baby baden. Weil die Windel leider nicht dicht gehalten hat. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass Windeln in den letzten Jahren immer schlechter wurden und immer weniger Flüssigkeit aufnehmen. Kann natürlich auch nur eine gefühlte Wahrheit sein. Nervt mich trotzdem.

Dann gehts zum Ballett, also fürs Runzelfüßchen. Auf dem Weg dorthin erklärt sie mir, dass die Erwachsenen die Natur zerstören. Die würde durch all den Müll, den Leute so auf die Straße werfen ersticken. Und dann sterben wir alle.Leider hat sie mit dieser Beobachtung absolut recht. Ich frage mich nur: Wenn wir als Kinder doch alle so auf die Umwelt geachtet haben, was ist dann passiert als wir älter wurden? Mein Mann und ich schauen schon hin, dass wir nicht das fünf Mal eingeschweißte Obst kaufen, unsere Kinder werden in Second Hand Kleidung groß, wir essen kein Fleisch. Wir leisten einen kleinen Beitrag, aber wir leisten ihn. Wenn jede_r das machen würde, es würde sicher etwas ändern. Warum ist es zum Beispiel so schwer den Müll in den Mülleimer zu stopfen? Warum muss der achtlos ins Gebüsch geworfen werden?

Tja, und dann ist das Runzelfüßchen beim Ballett und ich vollends überfordert. Ich erwähnte ja, dass die Lehrerin und ich uns nicht so wahnsinnig gut verstehen. Beim Abgeben dieses Mal kamen wieder Spitzen von ihr, ich würde mich benehmen wie ein Pferd und solche Sachen. Ganz ehrlich: So möchte ich nicht mit mir reden lassen. Ja, meine Tochter geht dort gern hin und wir machen das Ballett für sie. Aber ich erwarte ein Mindestmaß an Respekt. Kann ich da nicht erkennen.
Ich wollte in meiner freien Stunde eigentlich Pläne schmieden, stattdessen überlegte ich, wie ich das Gespräch suchen kann.
Nach der Stunde bat ich darum und war eigentlich frohen Mutes. Bis ich mir anhören musste, dass ich eine unmögliche Person sei und es unklar ist, wie jemand wie ich so ein tolles Kind haben kann.
Und trotzdem ich mir natürlich denke: Da stimmt doch irgendwas nicht, ich halte mich selbst schon für umgänglich macht das was mit mir, wenn mir jemand so was an den Kopf wirft. Natürlich überlege ich, wann ich eventuell falsch reagiert haben könnte. Denn ich möchte ja schon einen Weg finden, miteinander umzugehen. Man muss sich ja nicht mögen, aber normal miteinander umgehen doch schon, oder?
Noch viel mehr denke ich aber nun: Darf ich meine Tochter von dem Unterricht abmelden, weil ich dieser Frau nicht noch mehr Geld geben will? Ich möchte nicht so von oben herabbehandelt werden, und offensichtlich ist eine Kommunikation zwischen dieser Frau und mir nicht anders möglich.