Mittwoch, 18. September 2019

Über Geburtstag, dritte Kinder und Einsamkeit

Sind dritte Kinder weniger wichtig? Natürlich ist diese Frage total ketzerisch. Das dritte, vierte, fünfte ... Kind ist selbstverständlich genauso wichtig wie das erste oder zweite. Und doch muss ich im Alltag immer wieder feststellen, dass alles auf zwei Kinder ausgelegt ist. Offensichtlich auch die Aufmerksamkeit anderer Menschen. Was ich unfassbar traurig finde.

Kaum jemand denkt ans Baby


Vor Kurzem hatte das Baby Geburtstag. Nun ist es also offiziell gar kein Baby mehr. Eins ist er geworden. Wollt ihr mal raten wer ihm zum Geburtstag gratuliert hat? Also außer uns Eltern und seinen Geschwistern? Es kamen drei weitere Glückwünsche an. Von den Großeltern (die allerdings darauf bestanden, dass das ja eigentlich auch nicht so wichtig sei, er würde es ja nicht mitbekommen), von einem Onkel plus Familie und von einer befreundeten Familie. Drei, sagen wir mal Familien (obwohl die Kinder selbst natürlich noch zu klein sind) haben an ihn gedacht. Der Rest meiner Familie nicht. Auch von unseren Freunden niemand. Mich macht das in der Tat tiefbetroffen und traurig. Weil ich erinnere wie viele Glückwunschkarten wir zum ersten Geburtstag des Runzelfüßchens erhalten haben. Oder bei Herrn Annika. Nur diesmal: Schweigen im Walde. Als wäre es nicht wichtig, wann unser drittes Kind Geburtstag hätte. Oder, dass es überhaupt da ist.


Sonntag, 15. September 2019

Vom Wandern und Baden - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende kommen nur ein paar Fotos, weil das Internet hier auf Korsika in unser Hütte so schlecht ist. Aber so habt ihr trotzdem eine Ahnung davon, was wir hier so machen. 
Am Samstag waren wir wandern. Wieder eine Empfehlung aus dem Reiseführer "Korsika mit Kindern" und diese Mal war der Weg auch viel besser beschrieben. 
Herr Annika ist vom Wandern erst immer wenig begeistert. Seine Schwester dafür etwas übereifrig, so dass der Beginn jeder Tour von ständigem Ermahnen (nicht noch auf den Baum zu klettern...) und bitten doch überhaupt loszulaufen geprägt ist.

 

Aber dann.... Wenn wir dann unterwegs sind, dann ist es meistens richtig toll. Diesen Ausblick hier konnten wir genießen, weil das Baby eine Stillpause verlangte. Und ich mich hinsetzte wo der nächste Stein gemütlich aussah. Das hatte zur Folge, dass wir diesen Platz erst entdeckten, als alle saßen, Ruhe einkehrte, Salzstangen geknabbert wurden und wir Zeit hatten, uns wirklich umzuschauen. Vorher war, wie gesagt, ja auch eher Antreiben und Bitten das Thema. Diesen Platz hier wollte aber niemand mehr verlassen. Schön, oder? Und welch Glück, dass das Baby stillen wollte. Sonst hätten wir das verpasst. 

Freitag, 13. September 2019

Kinderfundstück der Woche: Französisch Wörterbuch



Als hätte Herr Annika etwas geahnt., das Kinderfundstück der Woche* passt einfach perfekt...
Da wir ja nicht wie geplant in den Urlaub fliegen konnten brauchen wir eine Alternative. Und haben uns für Korsika entschieden. Das kennen wir schon, da ist es nett, jetzt nicht zu heiß und nicht zu kalt und es ist vergleichsweise einfach zu erreichen. Und auch spontan eben machbar.

Herr Annika fand also dieses Wörterbuch für französisch-deutsch und es schien wie ein Zeichen des Himmels. Korsika also. Und für den Fall wir wissen nicht weiter haben wir jetzt immerhin ein hübsch geknicktes Eselsohrenheft, was wir nach Worten absuchen können.


Mittwoch, 11. September 2019

Manchmal kann ich nicht mehr - Bedürfnisse einer Mutter



Nach müde kommt doof. Sagt man so. Stimmt irgendwie auch. Nicht, dass ich nun total doof wäre, aber doch, mir fällt auf, dass der jahrelange Schlafentzug mich ganz schön angreift. Ich glaube, ich habe das bisher gar nicht so richtig thematisiert, aber ja, auch das Baby schläft nicht. Also wenig. Und überhaupt noch ganz anders als der dreijährige schlechte Schläfer es immer getan hat.

Kein Durchschlafen seit drei Jahren


Ich schlafe also seit drei Jahren tatsächlich keine Nacht mehr durch. In der Schwangerschaft mit dem Baby hatte ich Herrn Annika irgendwann abgestillt. Das Stillen schmerzte mir zu sehr und er hat das auch ganz gut mitgemacht. Nun wollte er nachts also nicht mehr gestillt werden und schlief tatsächlich besser. An dieser Stelle will ich aber dringend betonen: Ich glaube nicht, dass Abstillen immer automatisch zu durchschlafenden Kindern führt. In unserem Fall glaube ich zum Beispiel, dass die Zeiten dafür einfach sehr nah beieinanderlagen und Herr Annika vielleicht ein paar Wochen später auch aufgehört hätte nach Muttermilch zu fragen.

Sonntag, 8. September 2019

Vom Meer und Bergtouren - das Wochenende in Bildern

Wir sind endlich im Urlaub. Nachdem unsere geplante Reise nach Sri Lanka ja abgesagt werden musste, haben wir uns nun auf den Weg gemacht. Nach Korsika. Die Insel kennen wir schon aus den letzten zwei Elternzeiten und so kam es, wie es kommen musste. Wir sind eben auch beim dritten Mal wieder hier.
Aber auch hier frage ich mich: Ist nur meine Familie so unglaublich laut?

Samstag. 07. September 2019


Unser Frühstück beginnt wie jeden Morgen mit frischem Baguette und einem Croissant. Wir haben das Glück, das es genau gegenüer unserer Ferienwohnung einen für den Ort sehr berühmter Bäcker gibt. Deswegen holen wir natürlich dort auch jeden Morgen unser Frühstück.

Danach geht es nach Bastia. Das ist die größte Stadt hier in der Nähe und wir wollen sie wenigstens einmal besuchen. Ja, wir waren schon sehr oft hier, aber irgendwie ist es ja auch ein bißchen wie nach Hause kommen. Und das Gute ist: Wenn man sich irgendwo schon ein bißchen auskennt, dann kann man die weniger interessanten Ecken auch weglassen.
Was wir so auch noch nicht gesehen haben: Es gibt hier Tunnel, die für Autos bis 2,60m Höhe zugelassen sind. Und während wir in der Nähe laufen sehen wir, wie ein Wohnwagen diese Höhenbegrenzung igoniert und jetzt irgendwie ohne Dachaufsatz oder Klimaanlage weiterfahren muss. Der Fahrer hat sich das Ding einfach angesäbelt. Hab ich noch nie erlebt.

Freitag, 6. September 2019

Kinderfundstück der Woche: Harry Potter Schal



Das Kinderfundstück der Woche* kommt vom Runzelfüßchen. Sie hat etwas gefunden, wovon sie gar nicht richtig weiß, was es ist. Sie ist zu klein für Harry Potter und ich gestehe: Ich hab die Bücher nie gelesen. Trotzdem kam mir die Farbgebung vom Schal den sie in einer "zu verschenken" Kiste auf der Straße gefunden hat "verdächtig" vor. Und siehe da, ein kleines Schild verrät, dass es sich um Harry Potter Merchandise handelt.


Mittwoch, 4. September 2019

Das erste Jahr mit Baby - eure Erfahrungen



Das erste Jahr mit Baby ist etwas ganz besonderes, oder? Eine Zeit, die sich tief in uns einbrennt. Und nein, es ist keine Zeit in der alles immer rosarot und watteweich ist. Das wurde in den letzten Jahrzehnten nur irgendwie immer wieder verschwiegen.
Wir feiern hier bald zum dritten Mal einen erster Geburtstag. Für mich ein schöner Moment um mal zurückzublicken auf das was so war. Mich zu erinnern wie ich die Babyzeit so erlebt habe. Und auch, um eure Erinnerungen zu teilen. Für alle, die noch mittendrin stecken gibts auch etwas zu gewinnen.

Drei Mal erstes Babyjahr


Inzwischen habe ich bei drei Kindern auch (fast) drei erste Babyjahre hinter mir. Und ja, die waren in vielen Dingen gleich, weil Babys einfach ähnliche Dinge durchleben, in viel viel mehr Punkten aber auch individuell. Weil Babys eben eigenständige Menschen sind und nicht immer alles nach Plan verläuft. Vor Kurzem kam ein Rezensionsexemplar von "Wow Mom" hier an, ein Buch, dass Lisa und Katharina von StadtLandMama gemeinsam geschrieben haben. Und wow, ist das toll. Tatsächlich hätte ich mir dieses Buch beim ersten Kind schon gewünscht, weil es einen liebevoll durchs erste Jahr begleitet und einem all die Dinge anvertraut, die ich dann mühsam selbst rausfinden musste.

Sonntag, 1. September 2019

Urlaubspläne ändern mit Kinder



Eigentlich solltet ihr hier Fotos aus unserem Urlaub sehen, das erste Wochenende in der Fremde. Wir wollten euch in Bildern mitnehmen, auf dem Blog und in den sozialen Netzwerken.

So, wie wir das auch schon in Thailand gemacht haben. Auch dieses Mal sollte es weit weggehen. Nach Sri Lanka.

Aber das Baby wurde krank. Nicht reisefähig. Also haben wir keine Wahl und bleiben hier. Was schade ist, sehr schade. Denn wir alle hatten diesen Urlaub seit Jahresanfang herbeigesehnt. Im Januar haben wir die Flüge gebucht (und die Reiserücktrittsversicherung, denn mit Kindern weiß man es eben nie.)

Freitag, 30. August 2019

Kinderfundstück der Woche: Kuschelengel


So, ich habe beschlossen, dass wir alle ein wenig mehr Magie und Freude und Lachen in unserem Leben gebrauchen können. Und deswegen gibt es jetzt eine neue Serie auf dem Blog. Schauen wir, wie lange sie sich hält, aber für den Moment denke ich, dass wir alle uns daran erfreuen können.

Meine Kinder sind ja kleine Jäger_innen und Sammler_innen. Ständig findet irgendwer irgendwas und kann sich nicht trennen, weil das ja UNBEDINGT das neue Spielzeug sein muss. Die vielen "Zu verschenken" Kisten in Berlin erleichern unser Leben nicht gerade. Gleichzeitig denke ich aber: Lass ihnen doch die Freude. Sie retten Dinge davor im Müll zu landen, was ziemlich nachhaltig ist. Sie klammern sich nicht an Spielzeug weil sie wissen, dass sie immer mal wieder was finden werden. Und sie sind jeder Zeit bereit Sachen zu verschenken. Das Finden lehrt sie also auch Großzügigkeit.


Mittwoch, 28. August 2019

Von Kühen, Milch und Vegetarismus - ein Ausflug ins Salzburger Saalachtal


Vor Kurzem waren wir auf dem Weg quer durch Deutschland. Das Ziel: Wir wurden auf eine Pressereise ins Salzburger Saalachtal eingeladen*. Unser Weg dorthin führte uns über jede Menge Autobahnkilometer. Und vorbei an erschreckend vielen Tiertransporten.
Da wir das so in Berlin logischerweise nicht sehen, wollten die Kinder natürlich wissen, was das ist. Also versuchten wir zu erzählen, was wir selbst kaum begreifen können. Nämlich, dass Tiere zum Schlachten durch Deutschland und Europa (und sogar die ganze Welt, aber das verschwieg ich dann doch lieber) gekarrt werden. Weil es billiger ist sie in ferneren Ländern zu schlachten und das Fleisch wieder verpackt nach Deutschland zu schicken.
Ob es den Kühen, Hühner und Schweinen denn gut gehen würde, ob sie genug zu Fressen und Trinken hätten wollten die Kinder wissen. Wo die Tiere schlafen, wenn der LKW-Fahrer eine Pause macht. Ob er dann alle auf der Wiese einer Autobahnraststätte grasen lässt und sie wieder einsammelt. Meine Antworten machten die Kinder sprachlos. Dabei waren sie lückenhaft, denn ich weiß vieles ja auch nicht, kann nur mutmaßen. Aber ich glaube nicht, dass sich ein LKW-Fahrer mit Tierwohl auskennt und eigenständig dafür sorgt, dass es genügend Platz in seinem Anhänger gibt.

Kinder und Vegetarismus


Wir kamen in Unken, dem Ziel unserer Reise an. Die Kinder hatten weitere Fragen. Vor allem dazu, wieso so viele Menschen Fleisch essen und wieso ihnen die Tiere egal sind. Ich hatte wenig Antworten, aber großes Glück. Denn diese Pressereise ins Salzburger Saalachtal, die war ein absoluter Glücksfall. Wir haben nämlich nicht nur sehr sehr viele Kühe und Schafe gesehen, nein, wir haben auch viele Menschen getroffen, die sich mit Tierhaltung auskennen. Und die den Kindern jede, wirklich jede Frage ehrlich beantwortet haben. Das ist auch deswegen so bemerkenswert weil wir mitten in der Großstadt sonst ja gar nicht mit Tieren in Kontakt kommen. Und plötzlich Fragen laut werden, wieso die Kühe auf der Alm eigentlich anders aussehen als die aus dem Bilderbuch.


Sonntag, 25. August 2019

Von ersten Malen und Überraschungen - das Wochenende in Bildern

Es gab dieses Wochenende ein paar erste Male: Das Runzelfüßchen ist allein zum Bäcker gelaufen (das war super). Wir waren zum ersten Mal beim Kinder Comic Tag (das war eher so naja) und wir haben jetzt zum ersten Mal einen Fidget Spinner (das ist eher so..öhm..ja)

Samstag, 24. August 2019

Der Tag beginnt mit einem Loch. Neben der Naht, so dass nicht mehr viel bei der Leggings zu retten ist. Das passiert wohl, wenn man Kinder immer auf Bäume klettern lässt.
Ich gehe mit den Kindern zum Bäcker und wundere mich. Irgendwie wurden die Preise wieder erhöht. Was natürlich sinnvoll ist, wenn die Rohstoffpreise steigen. Aber ach.
Anschließend rede ich mit den Kindern über den brennenden Amazonas (so von wegen Rohstoffe und so) und was wir hier tun können um Abrodungen am anderen Ende der Welt zu verhindern. 

Dann gehts zur Bibliothek. Wir vergessen wie immer drei Bücher. Es ist zum Mäuse melken und ich werde die Ausleihexemplare für die Kinder minimieren.
Später gehen wir einkaufen, ein bißchen ohne System weil ich sehr müde bin, aber wir werden schon satt werden.

Freitag, 23. August 2019

Ein Besuch beim Carlsen Verlag - mit Gewinnspiel

Als im Juli die Kitaferien begannen haben wir die Kinder gefragt was sie gern machen würden. Denn es sind ja auch ihre Ferien. Die Wünsche waren eher bescheiden. Sie wollten auf einen Spielplatz, den wir länger nicht besucht haben, meine Tochter wollte eine Radtour nur mit ihrem Papa machen, mein Sohn eine Laufrad/Rollertour (also ok, zwei Touren) mit mir. Ohne das Baby. Sie wollten ins Dinomuseum (Das Naturkundemuseum in Berlin ist für Kinder bis sechs Jahre kostenfrei) und sie wollten, dass wir ihnen Bücher vorlesen. Und dann, ja dann wünschten sie sich eine Reise nach Hamburg. Mit dem ICE. Wieso Hamburg? Weil sich das Runzelfüßchen an einen ihrer schönsten Tage erinnern kann, den sie in Hamburg verbracht hatte.
(Psst, ihr könnt am Ende des Artikels etwas gewinnen)

Zu Besuch beim Carlsen Verlag


Vor zwei Jahren hatte der Carlsen Verlag mehrere Familienblogger_innen zu einer Veranstaltung eingeladen (Unter dem Link könnt ihr das nachlesen). Das Runzelfüßchen war damals drei, Herr Annika ein halbes Jahr alt. Während er sich natürlich nicht erinnern kann, kann es meine Tochter durchaus. Und weil sie so viel darüber erzählt glaubt inzwischen auch Herr Annika, dass er ja schon immer so alt wie jetzt gewesen ist und folglich alles, was sie ihm erzählt genauso auch erlebt hat. Jedenfalls rührt daher der große Wunsch für die Reise nach Hamburg. Auch, um Freund_innen zu besuchen, aber für beide Kinder ist dieser Verlagsbesuch etwas, dass sie sich wünschen. Neben der Zugfahrt. Mit einem ICE.

Mittwoch, 21. August 2019

Kinderbuchtipps: Kinderbücher für interessierte Kinder



Manchmal, wenn ich Kinderbuchtipps für euch zusammensuche, dann finde ich sooo viele und komme nicht dazu, das dann endlich aufzuschreiben. Deswegen dauert es gefühlt ewig, bis ihr neue Tipps bekommt. Das tut mir leid, aber das echte Leben braucht mich halt auch noch.
Dafür aber die gute Nachricht schon mal direkt am Anfang: Ihr könnt einige der Bücher auch wieder gewinnen. Manche mussten zurück in die Bibliothek, manche wollen die Kinder nicht hergeben, aber es sind genug übrig mit denen ich euch hoffentlich eine Freude mache.

Diesmal möchte ich euch Kinderbücher vorstellen, die sich mit Kinderthemen beschäftigen. Manche sind etwas "erwachsener", wie beispielsweise ein Manga über Homosexualität, manche ernster, wie das Thema Obdachlosigkeit. Und manche sind eher kindlich und gehen beispielsweise der Frage nach was Eltern eigentlich so machen, wenn die Kinder im Bett sind.


Sonntag, 18. August 2019

Von Ausbrüchen und Kosequenzen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende hat irgendwie ziemlich viel Kraft gekostet. Dabei weiß ich gar nicht wieso es so besonders extra speziell mit den Kinder war. Eigentlich ja alles gut, sie waren, laut eigener Aussage, endlich wieder in der Kita, die Woche war gut, alle gesund. Und doch ist seit Freitag Abend alles in Nörgel-, Mecker-, Schreistimmung. Ich hasse es. Und hätte gern ein Zaubermittel dagegen.

Samstag, 17. August 2019


Ich habe mir Freitag Abend (als dieses ganze Genöle seinen Anfang nahm) den Fuß angestoßen. Und kann seit dem die Zehen nicht mehr wirklich bewegen, alles tut weh und laufen auch. Herr Annika bringt mir ein Kissen an den Frühstückstisch, damit ich meinen Fuß darauf stellen kann. Es hilft nicht wirklich aber die Geste ist tatsächlich schön. Sie bleibt nur irgendwie das einzige, was an diesem Wochenende nett ist.

Wir gehen einkaufen, ich habe beschlossen, dass ich mit dem Fuß nicht stundenlang in irgendeiner Notaufnahme sitzen will um dann zu hören, dass man eh nichts machen kann. Im Drogeriemarkt gibt es ja auch so Tapeband, damit will ich es probieren. Bevor wir in diese Abteilung kommen entdecken wir aber noch andere Sachen. Das hier sind Menstruationstassen. An sich finde ich das ein spannendes Thema, aber ehrlich gesagt habe ich das Gefühl mindestens Raketenwissenschaften studieren zu müssen bevor ich verstanden habe wie das funktioniert. Mein Mann merkt auch an was passiert wenn eine Tasse stecken bleibt. Äh ja, keine Ahnung. Wir gehen also weiter. Habt ihr Menstruationstassen?

Donnerstag, 15. August 2019

Too good to go - Erfahrungen mit der Essensrettungsapp


Seit mehr als einem Jahr benutzen wir too good to go, diese App mit der man Lebensmittel vor der Tonne retten kann. Entdeckt hatte ich sie bevor sie in der TV- Show "Die Höhle der Löwen" vorgestellt wurden. Lustigerweise funktionierte sie in dem Moment nicht mehr, als der Millionendeal zustande kam.
Plötzlich machten kaum noch Läden mit und wenn, dann gab es irgendwie doch nichts zu retten. Oder es war nicht vegetarisch. Irgendwann vergaß ich es, das Leben mit drei Kindern war ganz schlecht mit dem Abholen von Lebensmitteln irgendwo vereinbar.

Viele Angebote zum Lebensmittelretten


Jetzt aber sind wir quasi back in Business. Warum auch immer gibt es inzwischen wieder mehr Angebote, sogar der Bioladen Alnatura und die Supermarktkette real machen mit. Das ist gut, denn die Idee funktioniert nur wenn sich möglichst viele Läden engagieren und ihre Lebensmittel statt wegzuwerfen eben verbilligt anbieten.

Ich probiere mich also durch und bin wieder zwiegespalten. Einerseits: super, das, was wir retten wird nicht weggeworfen. Andererseits: ich mag nicht alles essen, was ich bekomme steht im Vorfeld aber nicht fest. Einmal habe ich 12(!) Gurken vom Alnatura abgeholt. Oder eine Aubergine, eine Grapefruit mit Loch, eine kleine Orange, zwei Zucchiniblüten und einen Fenchel. Daraus lässt sich alles und nichts machen.


Sonntag, 11. August 2019

Vom Heimkommen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende stand ein wenig unter dem Motto "Ankommen". Denn nicht nur, dass wir aus dem Urlaub wieder nach Hause gekommen sind, es stehen auch viele Veränderungen an. Die Kita hat wieder auf und viele Freundinnen vom Runzelfüßchen sind nicht mehr da.
Für euch habe ich ein kleines Gewinnspiel vorbereitet und hoffe, es gefällt euch. 

Samstag 10. August 2019


Wir sagen "tschüss" zu Drache Fips im Elldus Resort. Fünf Nächte waren wir in Oberwiesenthal zu Gast, auf Einladung des Familienhotels. In Kürze berichte ich ausführlich. Wenn ihr Fragen rund um das Elldus Resort habt, dann aber schon gern her damit. Wir waren ja schon mal vor fast drei Jahren da und ich muss sagen: Es hat sich einiges geändert. Einiges ist auch gleich geblieben, was ich schade finde, aber davon dann bald mehr. Die Kinder sind etwas traurig, als wir die Tür zum letzten Mal zuziehen.


Wir fahren noch ein wenig durchs Erzgebirge, zu einem Holzspielzeugladen. Hess heißt der und wir sind leider die einzigen Gäste vor Ort. Was schade ist, denn nicht nur, dass die Mitarbeiter_innen das Spielzeug vor Ort selbst zusammenbauen, es gibt auch einen sehr großen Spielbereich, in dem die Kinder alles ausprobieren können, was so verkauft wird. Herr Annika verguckt sich in eins dieser Hammerspiele, die ich prinzipiell ja auch toll finde, die aber nicht gerade preiswert sind. Und weil das Baby noch ALLES in den Mund nimmt, bleibt es da. Wir kaufen nur Geschenke für ein baldiges Geburtstagskind und ein Einschulungskind.

Und dann fahren wir nach Hause. Also eigentlich nicht direkt, vorher machen wir noch Stop auf einer Einschulungsparty einer Freundin. Das Runzelfüßchen schaut ein bißchen traurig drein, weil ihre Freundin ab Montag zur Schule gehen wird, während sie eben noch ein Kitajahr vor sich hat. Dabei ist das für sie genau richtig so. Und zugegegeben, für uns auch. Das Thema Schule wird, je näher es rückt, immer spezieller. Ich weiß nur nicht, ob ihr mehr darüber lesen möchtet.


Sonntag, 4. August 2019

Vom Salzburger Saalachtal - das Wochenende in Bildern

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Wir sind im Urlaub. Ein bißchen auf Einladung, ein bißchen allein. Und so sind wir vor allem viel in der Natur und die drei Großstadtkinder haben sehr viel Lust auf Wandern und Entdecken. Hatte ich gar nicht so erwartet.

Samstag, 03. August 2019


Wir sind zum Wandern verabredet. Das ist der letzte Punkt einer organisierten Pressereise ins Salzburger Saalachtal. Mittwoch sind wir hierher gestartet und haben im Prinzip nichts gesehen außer Autobahn. Am Donnerstag und Freitag haben wir dann mit anderen Familien die Gegend erkundet, heute steht zum Abschluss eine Wasserfallwanderung auf dem Programm, bevor alle Familien bis auf unsere wieder nach Hause fahren. Das hier ist der Abenteuerspielplatz auf der Lofer Alm. Die Kinder haben aber nur kurz dort gespielt, der Bergführer rief und wir wollten ja was erleben.

Hermann, der Bergführer, hat uns alles über die Weidekühe auf der Alm erzählt und wir (ja, ich wollte natürlich auch!) durften sie streicheln. Für die Kinder war nicht nur das ein Erlebnis, sondern vor allem was Hermann über die Milchindustrie erzählt hat, beschäftigt meine Kinder sehr. Das Runzelfüßchen fragte also, ob es besser wäre, wenn sie keine Kuhmilch mehr trinken würde, weil ja die Kälber auch auf dieser Alm nicht bei ihrer Mama trinken dürfen. Und der Bergführer? Erklärte ihr, dass sie selbst die Antwort finden muss, dass es kein richtig und kein falsch gibt, dass es aber wichtig ist, dass sie weiß was passiert. Ich bin gespannt, wie das weiter geht mit ihr und der Milch. Beide Kinder haben auf jeden Fall noch mal bestätigt, wie gut sie es finden, kein Fleisch zu essen. Darüber haben wir auf der Pressereise auch einiges erfahren, darüber berichte ich aber bald mehr.

Und dann wanderten wir los. Eigentlich war totaler Regen angesagt, aber wir hatten besten Sonnenschein und die Kinder liefen durch die Berge, wir Erwachsenen genossen die Ruhe und die Gespräche und es war wirklich alles sehr sehr idyllisch.

Mittwoch, 31. Juli 2019

Wehmütige Momente am Babybett



Gestern wurde das Babybett abgeholt. Das Bett, in dem meine Fünfjährige vielleicht zehn Mal geschlafen hat. In dem mein Dreijähriger nur einmal lag und sofort anfing zu weinen. Und in dem das Baby noch nie gelegen hat.
Trotzdem bin ich traurig. So richtig weiß ich gar nicht wieso, das Möbelstück birgt ja nun wirklich keinerlei Erinnerungen. Aber vielleicht ist es ein Zeichen dafür, dass die Kinder größer werden. Und wir sie, Stück für Stück, loslassen müssen.

Brauchen Kinder ein Babybett?


Als wir das Bett, im übrigen gebraucht, damals von einer anderen Familie abgeholt haben, war ich schwanger mit dem Runzelfüßchen. Ich war ganz aufgeregt, endlich ein Bett fürs Baby. So macht man das doch, oder? Ein Bettchen kaufen, in dem das Kind dann von Tag eins schläft. Wir transportierten alles mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, damals hatten wir noch kein Auto. Zuhause bauten wir es auf, einige Zeit später kauften wir eine Matratze und von da an wartete das Bett auf seinen Einsatz.


Sonntag, 28. Juli 2019

Von Sommerabenden und nimmermüden Kindern - das Wochenende in Bildern

Wie ist das eigentlich bei euch, so im heißen Sommer? Kommt ihr gut damit zurecht? Und eure Kinder? Hier erhitzen sich die Gemüter noch schneller. Das ist irgendwie... nicht so schön.

Samstag, 27. Juli 2019


Eine Schultüte! Die Kinder sind ganz aufgeregt, weil ein Supermarkt in der Nähe für Schulkinder Schultüten verschenkt. Hier ist niemand ein Schulkind, was sie nicht davon abhält trotzdem nachzufragen, ob sie eine bekommen können. Und tatsächlich ist das kein Problem. Die Beute wird entsprechend stolz nach Hause getragen, unterwegs fällt eine Birne auf den Boden und das Obst muss dann doch recht schnell gegessen werden, aber egal. Eine Schultüte!

Dann gehts in die Bibliothek, Bücher zurückbringen. Und neue entdecken. Ich finde das hier und hoffe, dass dieser Comic ganz ganz viele Leser_innen hat. "Dich hatte ich mich anders vorgestellt..." handelt davon, wie Fabien nach der Geburt seiner Tochter erfährt, dass diese das Down-Syndrom hat. Und wie er damit umgeht. Auf der Rückseite steht, dass man immer zwischen Lachen und Weinen schwankt. Kann ich gar nicht wirklich verstehen. Aber ich bin sehr berührt davon, wie offen der Comiczeichner über seine Empfindungen spricht. Dass er so geschockt war, dass er anfänglich darüber nachdachte, dass es doch in Ordnung wäre, würde seine Tochter bei einer Herz-OP sterben. Ich habe selten so offen jemanden über Ängste in Bezug auf Behinderungen schreiben gesehen und bin beeindruckt davon. Und mag es, dass der avant Verlag, den ich eh schätze, solch ein Buch herausgebracht hat.

Dann sortiere ich mal wieder aus, bzw. neu. Diesmal meinen Schuhschrank. Die bunten Schuhe dürfen natürlich bleiben. Aber ein paar lasse ich ziehen, ich mag sie zwar noch, aber irgendwie verstopfen sie auch den Schrank. Und das ist ja unnötig. Ich merke, dass wir mehr und mehr Platz brauchen und will nicht mehr so viel besitzen. Das geht mit kleinen Kindern aber auch nicht von heut auf morgen, sondern immer nur wenige Minuten lang, dann will wieder irgendeins der Kinder irgendwas von mir.


Sonntag, 21. Juli 2019

Von Freunden im Wald - das Wochenende in Bildern


 Dieses Wochenende waren wir bei Freunden zu Besuch. Wir waren zum Sommerfest eingeladen und das fand mitten in der Frankenalb statt. Nicht, dass ich vorher wusste, dass es das gibt. Jetzt aber weiß ich: Da ist es ziemlich schön und ziemlich ruhig.

Samstag, 20. Juli 2019


Wir sind bereits am Freitag angereist, weil es ja doch eine ziemliche Strecke von Berlin aus ist. Der Abend war für die Kinder ziemlich lang was sie (leider) nicht davon abhält am nächsten Morgen trotzdem wieder um 7:00Uhr wach zu sein. Ich bin müde. Mein Mann trinkt tapfer mit Kaffee gegen seine Müdigkeit an, ich schmiere gefühlt 20 Brötchen, weil die Kinder immer, wenn ich in eins beißen möchten ihres gerade wieder aufgegessen haben. Waldluft macht hungrig.

Am Donnerstag hat das Runzelfüßchen solche Loombänder geschenkt bekommen. Ich weiß, wir sind viel zu spät für diesen Trend. Das ist nur Kindern tatsächlich ziemlich egal. Das Runzelfüßchen hat diese Kiste eingepackt, damit alle Kinder am Ende Bänder haben. Hat nicht geklappt, weil man doch mehr Bänder braucht als gedacht. Aber ich konnte mit dem einen Video, was ich mir auf Youtube dazu angeguckt habe immerhin die kleineren Kinder vor Ort beeindrucken und ihnen zeigen, wie das gemacht wird. Die Kiste war auf jeden Fall schnell alle. Und über das unsinnige Plastik schweige ich besser. Denn ich glaube, es geht bei solchen Trends eher ums Machen als wirklich um die Armbänder. Die liegen am Ende vermutlich nur rum.

Ein Sommerbett wird aufgestellt. Es ist herrlich. Zugegeben, wir besetzen es die meiste Zeit, weil das Baby da ein bißchen zur Ruhe kommt und nicht versucht den halben Waldboden zu essen. Und Herr Annika hängt dann doch etwas durch und will kuscheln. Das Runzelfüßchen sehe ich wenig, sie findet dauernd neue Kinder und Abenteuer, mit denen sie sich vergnügen kann. Und wieder und wieder denke ich: Was für ein Glück das ist, solch eine Gemeinschaft, wenigstens für ein Wochenende zu haben, in dem alle mal nach allen gucken und die Kinder immer jemanden finden, den sie um Hilfe bitten können.

Sonntag, 14. Juli 2019

Das Wochenende in Büchern - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Bücher. Weil es Überraschungen gab, weil ich euch was schenken will (jaaa, ihr könnt Bücher gewinnen) und weil ich dachte: Das ist doch mal was anderes, ein Wochenende nur anhand von Büchern zu erzählen.

Samstag, 13. Juli 2019

Ferienanfang! Jetzt hat die Kita geschlossen, wir sind alle zuhause, ich muss arbeiten, aber die Kinder haben Ferien. Und bei uns gibt es eine Tradition: Bücher zum Ferienanfang. Ich hab das Dinobuch und das von Bibi und Tina neulich entdeckt und wußte sofort: Darüber freuen sich die Kinder auf jeden Fall. Und genauso war es auch. Das Baby bekam auch eine Überraschung, seine Freude beschränkte sich auf das Besabbern des Buches. Bedeutet ganz sicher: Danke sehr.

Und, dass das Baby überhaupt ein Buch bekommen hat liegt daran, dass der Carlsen Verlag uns eine Buchbox geschickt hat. Prall gefüllt mit tollen Büchern für die langen, langen Ferientage. Allerdings habe ich die Bücher (bis auf das Babybuch) noch nicht den Kindern gezeigt. Weil ich das komisch finden würde, ihnen sofort einen ganzen Buchstapel in die Hand zu drücken. Sie schätzen Bücher sehr, und damit das so bleibt bekommen sie eben immer mal eins. Obwohl ich gestehe, ich freue mich schon sehr auf die neue Bücher. Und, damit ihr auch was davon habt, habe ich auch einige Bücher für euch rausgesucht, die ihr gewinnen könnt. Ganz unten im Post. (Es gibt auch mehr als nur Kinderbücher, versprochen)


Sonntag, 7. Juli 2019

Vom Verantwortlich sein - das Wochenende in Bildern

Mein Mann ist ausgeknockt, das erste Mal seit ewig. Und so heißt es: Alles hört auf mein Kommando (oder eben eher nicht...) Ich muss gestehen: Ich bin nach diesem Wochenende ziemlich durch. Und mache mir Sorgen um die Zukunft.

Samstag, 06. Juli. 2019

Mein Mann ist krank und muss sich ausruhen, er kann mir gar nicht, aber so richtig nicht helfen. Kein "kannst du mal eben", kein "nimm doch mal kurz"... Er muss sich ausruhen und schonen und deswegen bleibt alles an mir hängen. Wir müssen zur Bibliothek, den Wocheneinkauf erledigen, die Kinder müssen auf den Spielplatz und 100 Sachen mehr. Mach alles ich. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit eben komplett allein.
Weil das Baby seit dem letzten Mal allein alles machen aber deutlcih schwerer geworden ist, mein Beckenboden aber nicht fitter, nutze ich zum ersten Mal den gebraucht gekauften Kinderwagen.
Das Baby findet das sehr komisch. Und ich auch. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich an Kinderwagenschieben wieder gewöhnen muss.

Wir kaufen ein. Wir gehen zur Bibliothek, weil einige Bücher überfällig sind. Wir besorgen Geschenke, die wir dringend brauchen. Die Kinder machen relativ gut mit aber das Baby hat schnell keine Lust mehr auf den Kinderwagen (auf Schlafen aber auch nicht). Weil ich ahne wie die Tage weitergehen bevorrate ich mich schon mal mit Nudeln und passierten Tomaten. Das können die Kinder ja auch öfter essen. Und ich mag, dass es passierte Tomaten mittlerweile im Glas gibt. Wieder was für die Umwelt getan.

Zur allgemeinen Erbauung gibt es erstmal Melone. Also für alle, außer mich. Tatsächlich ist es so, dass ich oft nichts essen kann wenn ich Stress habe. Die Melone geht aber auch ohne mein Zutun gut weg.
Dann schreiten die Kinder wieder und ich schnappe mir alle drei für eine Runde auf dem Spielplatz. Das macht tatsächlich allen Spaß, so dass ich kurz denke: Na guck, geht doch alles. Dann fällt wieder jemand vom Klettergerüst und es herrscht Not.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Selbstständig im Sommer

Früher dachte ich immer: was haben die denn alle, man kann doch auch im Sommer bloggen, das Leben geht weiter, es gibt doch soviel zu erleben und zu berichten.
Heute sehe ich das anders. Also natürlich stimmt nach wie vor, dass es viel zu berichten geben würde. Aber ich habe nicht mehr die Zeit alles aufzuschreiben. Weil ich die Zeit mit den Kindern genieße und das Baby abends nach wie vor nicht allein schlafen will/kann. Meine Zeit ist begrenzt und gerade jetzt im Sommer unternehmen wir so viel, dass ich manchmal gar nicht hinterherkomme.

Als ich auf Facebook eine Zusammenfassung vom letzten Wochenende schrieb, weil ich einfach nicht geschafft habe abends noch das Wochenende in Bildern auf den Blog zu laden, da schrieb jemand: "Das klingt nach einem ERfüllten Wochenende, nicht nach einem gefüllten.
Und genauso ist es. Die Zeit ist sehr erfüllend. Nicht immer, aber oft. Vieles ist stressig, anstrengend, herausfordernd. Aber manches ist auch das pure Glück.

Zum Beispiel wenn ich dem Baby dabei zusehen, wie er immer wieder in die nasse Waschmaschine krabbelt um sich darin abzukühlen und dabei schallend lacht.

Oder wenn Herr Annika mir einen selbstgebastelten Fächer aus der Kita mitbringt, damit mir im Home-Office nicht zu heiß ist.

Oder wenn das Runzelfüßchen den Plan geschmiedet hat in diesem Sommer schwimmen zu lernen. Dann MUSS ich da natürlich dabei sein.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Finanzbücher von und für Frauen


So, jetzt mal Butter bei die Fische: Wie gut kennt ihr euch mit (euren) Finanzen aus? Wie sehr habt ihr euch schon um eure Vorsorge fürs Alter gekümmert?
Die Frage nach den Finanzen hat mich in den letzten Monaten umgetrieben. Weil ich nämlich da den ein oder anderen blinden Fleck habe. Ich bin selbstständig, schreibe meine Rechnungen und mahne an, wenn nicht gezahlt wird. Mit dem täglichen Geldgeschäft komme ich also klar. Aber Vorsorge? Ans Alter denken? Da habe ich bisher immer einen Bogen drum gemacht, auch, weil einfach zu wenig Geld da ist um noch groß was zur Seite zu legen.

Frauen und Finanzen und die Elternzeit


Ich bin seit fast zehn Jahren selbstständig. Die ersten Jahre war gar nichts da, um irgendwas zu sparen. Weil ich eigentlich nur gearbeitet aber nichts verdient habe. Typisch irgendwie, oder? Als es besser lief wurde ich schwanger. Und in den letzten fünf Jahren habe ich drei Kinder bekommen. Was das für meine Karriere und auch meine Rente getan hat muss ich ja nicht groß erklären. Oder vielleicht doch? Denn es ist ja nicht so, als wäre alles schlecht. Inzwischen verdiene ich viel besser als am Anfang, denn mit mehr Erfahrung kommen auch andere Aufträge. Nicht immer, klar, aber immer öfter. Außerdem habe ich die Elternzeit jedes Mal recht "kurz" gehalten, bei allen Kindern habe ich nach sechs Monaten wieder gearbeitet. Als Freie geht das aber auch einfacher, weil ich von Zuhause aus arbeite. Mein Mann übernahm bzw. übernimmt die längere Elternzeit mit acht Monaten. Bedeutet für uns als Familie zwar auch finanzielle Einbußen, hilft mir in meinem Job aber weiter. Denn sind wir mal ehrlich: Niemand wartet ein Jahr auf eine freie Journalistin.

Finanzielle Bildung für Frauen


In meiner dritten Elternzeit habe ich mir aber nun überlegt, dass sich was ändern muss. Ich arbeite noch ein paar Jahre und am Ende will ich nicht von 3,50€ leben müssen. Also habe ich versucht mich schlau zu machen, in meine finanzielle Bildung zu investieren. Aber wo anfangen? Was tun? Ist das nicht alles furchtbar kompliziert? Klar könnte man jetzt sagen: Braucht es wirklich extra Ratgeber für Frauen und Finanzen?
Nachdem ich ein paar Bücher gelesen haben möchte ich mich festlegen: Ja. Es gibt noch viel zu wenig Ratgeber zu diesem Thema. Gerade Mütter und Finanzen ist eine Kombination, das noch total wenig betrachtet wurde. Vermutlich, weil die meisten Verlage sagen: Spitze Zielgruppe, kauft keiner. Aber ich bin davon überzeugt, dass das gar nicht stimmt. Nur, wo kein Angebot, da wird es eben auch schwer mit Nachfrage. Deswegen habe ich mal zusammengesucht, was ich finde konnte und zeige euch eine Auswahl. Schon auf den ersten Blick wird klar: So richtig viele Finanzratgeber gibt es gar nicht. Deswegen habe ich noch ein paar Bücher dazugenommen, die wertvolle Tipps enthalten.
Und weil ich möglichst viele Frauen dazu bringen will, sich mit ihren Finanzen zu beschäftigen verlose ich die Bücher, die ich zur Rezension zugeschickt bekommen habe, an euch. Die, die ich nicht verlose habe ich nur aus der Bibliothek ausgeliehen. Am Ende des Artikels steht, wie ihr die Bücher gewinnen könnt.
Und wenn ihr euch fragt wieso ich hier nur Autorinnen aufliste: Erinnert ihr euch noch an meinen Netzwerkgedanken von Anfang des Jahres? Nun, das ist mal wieder ein Beitrag dazu, dass Frauen mehr Frauen unterstützen sollten. Sharing is caring und so!


Sonntag, 16. Juni 2019

Von Büchern, Bienen und Broten - das Wochenende in Bildern

Was war das bitte für ein Wochenende. Am Samstag super heiß, am Sonntag angenehm kühl. Wir hatten viel vor und haben tatsächlich einiges unternommen. Dafür, das muss ich gestehen, bin ich aber auch ziemlich müde. Und die neue Woche kommt doch erst!
Und, Achtung: Vermutlich enthält der Beitrag Werbung, weil ich euch ein paar Verlage verlinke. Dafür werde ich aber nicht bezahlt, ich mache das, damit ihr schneller die Verlage findet und euch umschauen könnt. Und, weil ich Amazon nach wie vor nicht unterstütze. 

Samstag, 15. Juni 2019


Wir sind auf die BuchBerlin Kids eingeladen. Die erste Berliner Kinderbuchmesse. Es geht ins FEZ, diesmal mit Parkplatz auf dem Gelände. Nicht so wie neulich. Gleichzeitig zur Messe findet aber wohl auch eine Jugendweihefeier statt, weswegen die Kinder sehr viele chic angezogene Menschen bewundern und sich fragen, ob sie sich auch hätten mehr rausputzen sollen.

Es ist sehr sehr warm in der Halle. Und es gibt ganz viele tolle Kinderbücher zu entdecken. Ich werde euch ganz sicher in den kommenden Monaten (erst wollte ich Wochen sagen, aber bleiben wir mal realistisch...) noch einiges zeigen. Hier aber schon ein, na gut, zwei Tipps. Der Stand vom Schaltzeit Verlag, den ich bisher gar nicht kanne, hat ein Buch über die vielleicht drängenste Kinderfrage im Programm. "Was machen Eltern nachts?" Naaaa, wie oft fragen eure Kinder euch das?
Und, das Buch muss ich unbedingt noch genauer ansehen: Die Tangram Katze. Da können eure Kinder nämlich mithilfe verschiedener Formen, die im Buch dabei sind, verschiedene Gestalten legen. Gleichzeitig ist es aber wohl auch eine Geschichte. Klang auf jeden Fall super und ist mal was anderes, als immer nur das immergleiche Puzzle rauszukramen, oder?
Auch toll war das Gespräch mit der Krumulus Buchhandlung. Immerhin hat die eine Auszeichnung als beste Kinderbuchhandlung Deutschlands. Ich war noch NIE da. Aber ihr vielleicht?  Ich jedenfalls mag Menschen, die wissen, worüber sie reden. Und das scheint hier der Fall zu sein.(Gleiches erlebte ich auch am Stand von Ars Edition, ich hab mich gleich in mehrere Bücher verguckt, und die zwei netten Frauen hatten auch sooo viel Input für Themen.)

Wenn ihr Reiseführer sucht, die sich an Kinder richten, dann schaut mal beim "World for Kids" Verlag vorbei. Die Reiseführer sind interaktiv, so dass eure Kinder am Ende ihre ganz eigene Reiseerinnerung schaffen werden.

Während ich mich durch die verschiedenen Verlage arbeitete und sehr nette Gespräche führte, bauten die Kinder draußen im Schatten Häuser. Und Kletterburgen.

Das hier war einer meiner Lieblingsorte. Weil es so heiß war, wurde ein Sprenger aufgestellt, durch den nicht nur immer wieder Kinder liefen, sondern auch viele Erwachsene. Das tat wirklich gut, denn in der Messehalle war es einfach drückend heiß und ungemütlich. In dem Fall kann man ja nur sagen: Leider, denn für einen Ausflug am See wäre das Wetter perfekt gewesen. Wir hatten aber den Besuch für die Messe nun mal samstags geplant und schwitzten daher.