Freitag, 22. November 2019

Lohnt sich #fairschenken überhaupt?



Vor knapp zwei Wochen hatte ich spontan eine Idee. Wir alle könnten Dinge, die wir nicht mehr brauchen in den sozialen Medien an andere, die sie brauchen oder haben möchten, verschenken.Unter dem #fairschenken haben ein paar Leute mitgemacht (DANKE dafür, ehrlich!). Manche haben was gesucht, ich dachte: Yeah, das wird was. Klar kann man nie alle erreichen, aber mir ist das wichtig, dass die Menschen, die ich erreiche mal drüber nachdenken. Nicht jede_r muss mitmachen, aber wenn manche sich angesprochen fühlen, dann ist das doch schon ein guter Schritt.

Verschenken, verlosen, glücklich machen


Ich selbst habe auch ein paar Sachen rausgesucht und wollte sie verschenken. So wie ich das öfter mache. Ich habe Babykleidung bekommen und unsere (versucht, dazu gleich mehr) weitergegeben. Wenn ich Goodie Bags bekomme oder Bücher zur Rezension zugeschickt werden, dann verlose ich sie eigentlich immer an euch. Weil ich das richtig finde. Muss ich nicht machen, fühlt sich aber eigentlich gut an. Mir macht es Spaß anderen eine Freude zu machen. Mir ist es wichtig zu zeigen, dass es kein Makel ist Gebrauchtes zu nutzen. Ich finde wir alle sollten nachhaltiger sein. Spielzeug zu Weihnachten muss nicht neu sein, bespieltes von anderen, so lange es in Ordnung und nicht zerbrochen ist, macht Kinder so oder so froh. Die brauchen in der Regel auch nicht die schicke Verpackung. Weil Gebrauchtes aber immer in Zusammenhang mit wenig Geld genannt wird hat es sich noch nicht in allen Kreisen durchgesetzt.

Nicht immer zuverlässig


Soweit, so gut. Aber wisst ihr, was ich mit all meinen Ideen rund um 2Hand nicht bedacht habe? Dass Menschen nicht immer zuverlässig sind. Dass die, die was verschenken in der Regel sehr viel Aufwand damit haben. Weil irgendwie in den Köpfen noch immer gilt: Was nichts kostet ist nichts wert. Und das frustriert mich so sehr. Ich gestehe: Die letzten Wochen haben mich müde gemacht und mir auch das Vertrauen in andere Menschen ein Stückweit genommen.

Sonntag, 17. November 2019

Vom Finden - das Wochenende in Bildern

Was haben wir dieses Wochenende nicht alles gefunden. Neues Spielzeug, Bücher, die Adresse vom Weihnachtsmann. Verloren haben wir die Nerven. Kurzzeitig. Aber so ist das eben.

Samstag, 16. November 2019


Herr Annika und ich gehen zum Bäcker und zur Post. Da liegt wohl seit einer Woche ein Paket, wir hatten nur keine Benachrichtigung im Briefkasten. Es sollten zwei Rezensionsexemplare sein, auch die Zettel für beide Bücher sind drin. Aber nur ein Buch. Ich bin überfragt. Aber ich freue mich darauf, euch das andere Buch über Müll bald vorzustellen.

Dann gehts in die Bibliothek. Die hat nämlich jetzt eine Woche zu und die Kinder fürchten ohne Lesematerial zu sein. Haha, als ob. Aber ich suche auch nach einem Buch für mich, denn zur Zeit lese ich abends vor dem Einschlafen tatsächlich immernoch ein bisschen was. Und ich hab schon einige gute Bücher ausgeliehen (die ich jetzt meinem Mann empfehle, der sich ein wenig weigert, weil ich ja die Bücher ausgesucht habe. Aber wenn sie doch gut sind...)

Anschließend gehts zum Einkaufen und dann wollte mein Mann mit den Kindern eigentlich zum Kindersport. Aber Herr Annika will nicht. Er will lieber schreien und wüten. Und nicht zum Sport. Nur. um uns dann den Rest des Tages zu erklären, dass es ja jetzt zu spät für den Sport ist. Aha. Meine Nerven liegen blank. Ich sortiere unsere Garderobe neu, alle Jacken die nicht mehr getragen werden weil sie einfach nicht warm genug halten kommen in die Waschmaschine. Wo sie, ich gestehe es, immernoch liegen während ich das hier schreibe. Aber wenn ich fertig bin, dann hänge ich die alle auf, versprochen.

Freitag, 15. November 2019

Familienumweltbuch: Tipps für den öffentlichen Raum


Das heutige Thema klingt ein bisschen wirr, gebe ich zu. Nachhaltigkeit im öffentlichen Raum? Was soll das denn sein.
Was ich meine ist: Wie bewegt ihr euch möglichst nachhaltig von A nach B? Geht das? Oder schafft ihr das gar nicht? Könnt ihr ab und zu aufs Auto verzichten? Habt ihr ein Lastenrad? Bus und Bahn? Wie organisiert ihr euren Familienalltag, Einkäufe, Urlaube.

In der Großstadt größtenteils autofrei


Wir wohnen in Berlin, wo es meistens einfach ist, auf ein Auto zu verzichten. Trotzdem haben wir uns irgendwann eins gekauft. Weil wir festgestellt haben, dass mit drei Kindern auch die öffentlichen Verkehrsmittel irgendwann zur Herausfoderung werden. Für den täglichen Weg zur Kita und nach Hause nutzen wir Bus, Bahn und das Lastenrad. Allerdings sind wir hier schon an die erste Grenze gestoßen, denn das Lastenrad ist nicht für drei Kinder gedacht. Wir haben uns für ein kleineres Modell entschieden, bevor das Baby auf der Bildfläche erschien. Und nun vertragen wir das Problem Monat für Monat. Weil ich denke: Jetzt wird es kalt, da steigen wir vielleicht eh auf die Öffentlichen um. Was mein Mann übrigens nicht denkt, er will außer bei Eis und Schnee weiter mit dem Rad fahren. Schauen wir mal.


Mittwoch, 13. November 2019

Nachhaltige Adventskalender 2019 - mit Gewinnspiel



Es ist wieder Zeit für ... Vorweihnachtszeit. Adventskranzzeit. Kerzenzeit. Und... Adventskalenderzeit. Ich mag diese vier Wochen bis Heiligabend wirklich sehr gern. Weil ich versuche bis dahin schon alle Geschenke beisammen zu haben um nicht durch die Straßen hetzen zu müssen. Weil wir an relativ wenig Events und Feiern teilnehmen (was ein klitzekleines bisschen auch traurig ist, als Selbsständige gibts natürlich auch keine Weihnachtsfeier).
Aber zurück zum Thema, Adventskalender. Wie jedes Jahr (Traditionen sind ja auch DAS Thema der Weihnachtszeit, oder), stelle ich euch wieder alte und neue Adventskalender vor, die nachhaltig sind und euch länger als nur 24 Vorweihnachtstage Freude bringen.

Meine Rezensionsexemplare verlose ich an euch. Damit ihr und eure Kinder euch freuen könnt. Ich kennzeichne diesen ganzen Beitrag als Werbung, auch wenn einige der Kalender selbst gekauft wurden. Keine der Firmen hat mich für den Post bezahlt, einige haben aber Kalender (auch zur Verlosung) für euch zur Verfügung gestellt.


Sonntag, 10. November 2019

Vom Feiern und Ruhe - das Wochenende in Bildern

Das Wochenende hatte es in sich, so dass ich auch wenig Fotos gemacht habe. Denn die Kinder waren fast schon wieder gesund, wollten was unternehmen und dann musste ja auch noch Geburtstag gefeiert werden. Das haut mich wirklich immer um.

Samstag, 09. November 2019


So ein wichtiger Tag. Und ich wünschte, ich könnte sagen, wir hätten irgendwas politisches gemacht, was zeigt, was dieser Tag für uns bedeutet. Die Wahrheit aber ist. Alltag ist das einzige, was wir irgendwie schaffen. Mit der Betonung auf irgendwie.

Ein kurzer Besuch in der Bibilothek. Wir müssen ein paar Sachen zurückgeben und die Kinder wollen an die frische Luft. Wir kommen auch an einem Kramsiladen vorbei, wo es lauter Kleinigkeiten gibt. Das Runzelfüßchen wünscht sich schon sehr lange einen Traumfänger und wir kaufen die Materialien, um den selbst zu basteln. Sie ist glücklich.

Beim Einkaufen entdecke ich dieses Klopapier. Und ich frage mich wirklich, wer Klopapier mit Vanille/Schokoduft braucht. Oder überhaupt irgendeinen Duft. Mich irritiert das sehr. Habt ihr sowas mal ausprobiert?
Wieder zuhause bastelt das Runzelfüßen direkt am Traumfänger los. Ich muss natürlich assistieren, was bedeutet, dass ich nichts allein machen kann was mich irgendwie nervt. Denn nach drei Wochen krank mit Kindern zuhause müsste ich am Wochenende all das nacharbeiten, wozu ich in den Wochen nicht kam. Aber Pustekuchen. Und abends bin ich dafür dann zu platt.


Donnerstag, 7. November 2019

#Fairschenken - für glückliche Kinder und weniger Neues



Alle drei Kinder sind krank und Zuhause. Uns fällt die Decke auf den Kopf. Und während wir die immergleichen Spiele spielen fällt mir auf, was die Kinder alles nicht benutzen und auf Nachfrage auch nicht mehr haben möchten. Das sortiere ich aus und verschenke es via Kleinanzeigen oder auf Tauschmärkten.

Nele feiert Weihnachten, ein ungelesenes Rezensionsexemplar was eure Kinder vielleicht gern mögen
HINWEIS: DAS NELE-BUCH IST WEG, TUT MIR LEID!

Ich habe  also wieder ein paar Spielsachen eingestellt, zum Verschenken. In der Regel findet sich da sofort jemand, der sich noch drüber freut. Mir wurde, Algorithmus olé, angezeigt, was andere so verschenken. Ich sah einen großen schwarzen Sack voller Playmobil. Und klickte drauf, denn natürlich ist Playmobil hier auch beliebt. Der große schwarze Sack, so stand es da, sollte bis 16:00 Uhr abgeholt werden, sonst würde er im Müll landen. Das Foto zeigte Autos, Figuren, alles, was man sich so vorstellt. Mein Sohn fragte, ob er das haben dürfe. Die Kinder sind es gewohnt, dass sie Spielzeug bekommen, das jemand anderem gehört hat. Ich verneinte, was nur daran lag, dass der schwarze Sack nicht in Berlin abzuholen war.

Lego Primo Raupe, quasi Lego für Babys. Die Raupe bewegt sich "krabbelnd" vorwärts, der Vogelstein oben drauf rasselt

 Überangebot an Spielzeug


Was mich wirklich fassungslos macht ist dieses Überangebot, dass bei uns in Deutschland herrscht. Wie unfassbar ist es, dass manche Spielzeug wegwerfen, was noch vollkommen in Ordnung ist (denn soweit ich mich erinnere geht da eher wenig kaputt). Klar gehen Dinge zu Bruch und werden dann weggeworfen, das verstehe ich. Aber Spielzeug wegschmeiße? Wie unglaublich dekadent. Den meisten von uns geht es so gut, dass wir alles neu kaufen, statt gebrauchtes zu nutzen. Die Kinder haben Wünsche, wir erfüllen die. Es ist ja auch viel einfacher in einem Spielzeugladen oder im Internet nach einem Schnäppchen zu gucken als sich auf die mühsame Suche nach Gebrauchtem zu machen.


Dienstag, 5. November 2019

Happy Birthday



Seit fast drei Wochen ist hier der Wurm drin. Ein Kind krank, zwei Kinder krank, drei Kinder krank, ein Kind krank, alle krank... Aktuell sind wir nun hoffentlich auf dem aufsteigenden Ast, aber nichts destotrotz sind alle Kinder nach wie vor mehr oder weniger krank zuhause. Raus gehen ist zu anstregend, sie fühlen sich nicht, sind maulig und meckerig, ihnen fällt die Decke auf den Kopf und überhaupt. Ja, überhaupt, denn es ist tatsächlich so, dass der sechste Geburtstag vom Runzelfüßchen in all dem Kranksein irgendwie untergegangen ist.

Natürlich haben wir als Familie den Tag gefeiert, haben sie hochleben lassen und uns erinnert wie das damals so war, an ihrem Geburts TAG. Hört das je auf, dass mensch darüber nachdenkt was zu welcher Uhrzeit geschah, wie der Tag oder die Nacht so ablief?
Was wir aber nicht machen konnten war feiern. Nicht mit der Familie, nicht mit Freund_innen. Alles musste abgesagt werden. Ihr könnt euch vermutlich vorstellen wie traurig das Kind war. Wie sehr sie versucht hat so zu tun als sei alles ok.

Sonntag, 3. November 2019

Vom Lagerkoller - das Wochenende in Bildern


Ich wünschte, die Kinder wären fitter. Nach über einer Woche krank sein, wobei sich da durchaus abwechselt wen es gerade am schlimmsten erwischt hat, sind meine Nerven am Ende. Ehrlich, ich kann und mag nicht mehr. Und doch muss alles weitergehen.
Zur Aufmunterung verschenke ich mal wieder was an euch. :D

Samstag, 02. November 2019


Ahh, Zeitung lesen. Am besten ja in Ruhe. Aber wenigstens irgendwie überhaupt. Ich habe absichtlich schon nur ein Wochenendabo, weil ich sonst überhaupt nicht dazu komme. Den Artikel hier finden die Kinder aber ganz interessant, es geht um die Bibilotheken. Deswegen darf ich ihn laut vorlesen. Also die Statistik. Ich finde ja, in einer 4 Millionenstadt in der jeder zehnte eine Bibliothekskarte hat und damit 2,53 Ausleihen pro Jahr tätigt irgendwie wenig. Allerdings haben wir auch alle fünf zusammen nur meinen Bibilotheksausweis, weil ich fürchte, dass die Kinder ihre nur verlieren würden. Also stimmt die Statistik vielleicht doch. Wir sind jedoch tatsächlich fast jede Woche in der Bibliothek und ich hoffe, dass das etwas ist, was ich meinen Kindern fürs Leben mitgeben kann. Die Liebe zu Büchern.

Ich muss ein Paket abholen. Erinnert ihr euch noch an den Gutschein von letzter Woche? Ich dachte ja, dass dieser Bestellvorgang das größte nervigste Problem bei dieser Onlinebestellung war. Aber nein, es ging genauso weiter. Das Paket wurde nicht an meine Adresse geliefert sondern an eine, wo ich schon seit über zehn Jahren nicht mehr wohne. Wieso auch immer diese Adresse da hinterlegt war, ich hatte damals ja noch keine Kinder. Jedenfalls landete das Paket dann in einem Paketshop, wovon ich aber auch nichts wusste. Lange Rede kurzer Sinn, ich glaube, hier werde ich eher nicht noch mal bestellen. Ich finde ja eh, dass Kinderspielzeug schon genug auf der Welt vorhanden ist, aber den Gutschein wegschmeißen wollte ich auch nicht und jetzt bekommen die Kinder was zu Weihnachten mit dem sie alle drei spielen können. Wollt ihr wissen was es ist?

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Werbung: Deezer Family im Herbst



Wir waren, wie die meisten wissen dürften, ja vor kurzem noch mal spontan im Urlaub. Und neben Klamotten und etwas Spielzeug hatten wir auch was dabei? Genau, Deezer Family. Also als App auf unseren Smartphones, denn man kann sich die Zugänge (bis zu sechs sind möglich) ja teilen. In unserem Fall müssen wir das auch, aus mehreren Gründen. Zum Einen ist der Musikgeschmack meines Mannes so gar nicht mit meinem kompatibel. Was vielleicht eher an mir liegt, ich höre eher weniger Musik, weil mir das Leben mit drei Kindern oft schon laut genug ist.

Streamen statt CDs kaufen - umweltfreundliche Entscheidung


Zum anderen müssen wir unseren Zugang aber auch deswegen teilen, weil die Kinder meist ein Telefon im Beschlag haben und darauf Hörspiele hören. Anfang des Jahres gab es mal viele Tränen, weil unser Abo auslief, das Runzelfüßchen aber noch nicht alle "Yakari"-Folgen gehört hatte. Ich dachte kurz daran, dass das mit CDs natürlich nie passiert wäre. Allerdings hätten wir dann
A- sehr viel mehr Geld für CDs ausgegeben und
B - sehr viel Platz verbraucht. So haben wir einfach das Abo erneuert und Yakari ging weiter. Und "Bibi und Tina", "Benjamin Blümchen" und, ganz neu "Die ??? Kids".
Das ist besonders lustig, wenn meine Tochter das hört und sich gleichzeitig gruselt und nicht aufhören möchte zuzuhören. Ich mag das, dieses sich gerne gruseln.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Schreiende Kinder und wenig Nerven


Es gibt so Momente, da möchte ich schreien. Da sehne ich mich so unfassbar nach Stille.Nach Einsamkeit. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es euch auch manchmal so geht, oder? Ich bin doch nicht allein damit, dass mir manchmal alles zuviel ist.

Geschrei den ganzen Tag


Neulich war hier nur Geschrei. Den ganzen Tag. Den GANZEN Tag. Das Runzelfüßchen hatte schlechte Laune und wutstampfte durch unsere Wohnung. So richtig laut. Und wenn sie nicht wegen irgendwas stampfte, dann schrie sie. Uns an, ihre Brüder an, in den Raum hinein. Es war nicht besonders schön und vor allem laut.

Jeder schreit


Ihre Brüder reagieren darauf mit ähnlicher Lautstärke. Herr Annika hatte sich, spekuliere ich jetzt mal, auf Exklusivzeit mit mir gefreut. Das wurde dann von Krankheit und dauerstillendem Baby unterbrochen und er war deswegen angefressen. Und mit drei Jahren ist das Leben eben auch nicht leicht und so musste auch seine Enttäuschung und Wut heraus. Ich bat ihn um etwas Ruhe, aber das war nicht möglich.


Sonntag, 27. Oktober 2019

Von kranken Kindern und Nachhaltigkeit - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war ein bisschen der Wurm drin. Ein Kind war krank, alle hatten schlechte Laune und das aufeinander rumhängen macht auch nicht alles schöner. ABER: Ich war kurz allein unterwegs UND hab was für euch zu gewinnen. Es ist also auch nicht alles schlecht, ne?

Samstag, 26. Oktober 2019


Große Dinge werfen ihre Schatten voraus. Das Runzelfüßchen wird bald sechs und wünscht sich wie jedes Jahr einen Geburtstagspulli. Das kommt doch etwas unerwartet und so muss ich mich sputen und verbringe den Vormittag mit Nähen.

Ich hab auch noch einen fast fertig genähten Pulli gefunden, und bevor der nicht mehr passt nähe ich den auch noch fertig. Die Kinder motzen derzeit rum, so richtig ist aber nicht klar was ihnen gerade nicht gefällt.

Wir machen uns auf den Weg zum Kleidertausch. Ich mag das sehr, wir geben Sachen und Spielzeug ab, das wir nicht mehr brauchen und nehmen mit, was gefällt. In dem Fall auch ein paar Schlafanzüge, denn irgendwie haben wir keine mehr fürs Baby. Ich bringe auch die Sachen zurück für die sich niemand gemeldet hat, bzw. kein Porto gezahlt wurde. Denn ich gebe gern alles, was ich nicht mehr brauche, aber ich finde es dann fair, wenn jemand das Porto übernimmt. Also in dem Fall, bei Verlosungen / Geschenken ist das natürlich anders.

Nachdem die Kinder mit neuen Hosen und zwei Schlafanzügen (und Kuscheltieren...) versorgt sind, gehts in die Bibliothek. Ich suche ein paar Bücher und die Kinder natürlich auch. Es wird nur ein kurzer Besuch weil das kranke Kind (das bis zu dem Moment schwor, es ginge ihm gut) jetzt über Kopfschmerzen klagt.






Freitag, 25. Oktober 2019

Familienumweltbuch: Gescheiterte Tipps



Ich bin wieder dahahaha. Ich gestehe, ich hab das Familienumweltbuch ein bisschen aus den Augen verloren. Nicht, weil es nicht wichtig wäre oder ich keine Lust mehr habe, sondern eher weil eure Reaktion nun, sagen wir mal, verhalten war.
Dann aber kamen wieder Nachfragen ob es denn schon fertig ist und da dachte ich: Nee, wir machen das jetzt. Wer mitmachen will macht mit und wer nicht, der nicht. Vielleicht werden es dann weniger Tipps als ich mir das so gedacht hatte, aber dann ist das so. Man muss ja Dinge auch mal zuende machen.

Was hat bei euch in Sachen Nachhaltigkeit nicht funktioniert?


So, und ein bisschen passend zu meiner Vorrede suche ich diese Woche eure gescheiterten Tipps. Denn wir alle wissen ja: Es gibt so Sachen, die klingen in der Theorie total gut. In der Praxis funktionieren sie aber nicht. Oder sie klappen bei den Freund_innen, fürs eigene Familienleben lassen sie sich aber nicht umsetzen. Ist ja auch ok, jede Familie ist eben anders. Deswegen will ich sie aber mit im Buch haben, damit wir voneinander lernen können. Und vielleicht doch auch neue Anregungen bekommen etwas Neues zu wagen.


Mittwoch, 23. Oktober 2019

Buchtipps zum Thema Sternenkinder

Der Oktober ist der Monat der Sternenkinder. Am 15. Oktober ist der Gedenktag für die Sternenkinder, viele Eltern entzünden um 19.00 eine Kerze am Fenster, um an das fehlende Familienmitglied zu erinnern. Ein schweres Thema, ein Tabu. Steht es mir, als Nichtbetroffener da überhaupt zu, drüber zu schreiben? Buchtipps zu geben? Das kann ich gar nicht genau sagen. Ich werde aber immer wieder gefragt, ob ich denn wüsste, ob es (tröstliche) Bücher für Eltern und Kinder gibt. Deswegen habe ich diesen Oktober zum Anlass genommen mal genauer zu suchen. Auch das hier ist eher eine kleine Auswahl. Es gibt wohl noch ein paar weitere Bücher (ergänzt gern in den Kommentaren), aber ich habe sie in den Bibliotheken leider nicht gefunden.
Irgendwie symptomatisch, weil ich finde, dass auch in der Gesellschaft die Sternenkinder oft vergessen werden.

Oder es wird unterschieden, in Kinder die vor der 12. Woche versterben, im Mutterleib oder kurz nach der Geburt. Als wäre das Leid der Eltern irgendwie ein Allgemeingut.
Die Tage hat sich auch brigitte.de mit diesen verletzenden Sätzen beschäftigt. Naja, also sie haben über "Project Benjamin" (auf englisch) geschrieben, das gestartet ist, um Sätze zu sammeln, die fassungslos machen. Was Frauen (und Männer) über ihre Sternenkinder gesagt wird, das macht betroffen. Und wütend.  Und hilflos, ja, das auch. Denn was sagt man, wenn es keine Worte gibt, die diesen Kummer beschreiben können?

Und apropos Kerzen: Die Künstlerin Melanie Garanin hat, nach dem Tod ihres Sohnes, angefangen Kerzentiere zu zeichnen. Auch diese Bilder sind heute für viele Sternenkindeltern ein Trost. Vielleicht ja auch für euch?

Bücher über Sternenkinder und Sternenkindeltern


Ich habe nach Büchern gesucht, weil ICH das als tröstlich empfinde. In Ruhe zu lesen, nachzudenken. Und weil ich wie geschrieben eben öfter gefragt werde, ob ich einen Tipp habe. Ich stelle euch sechs Bücher für Erwachsene und zwei Kinderbücher vor. Auch davon könnte es meiner Meinung nach mehr geben, Kinder, die sich auf ein Geschwisterkind freuen, dass dann viel zu früh verstirbt, auch die brauchen Halt. Und erklären sich manches lieber durch Bücher. Hier könnten noch mehr Verlage mutig sein.
Alle Bücher wurden mir zur Rezension zugeschickt und ich verlose sie gern an euch, vielleicht trösten sich euch, spenden Mut. 

Sonntag, 20. Oktober 2019

Vom Heimkommen - das Wochenende in Bildern

Wir sind wieder in Berlin. Unsere Reisen sind zuende und jetzt heißt es im Alltag wieder ankommen. Und Liegengebliebenes endlich angehen. Eine Überraschung für euch habe ich auch.

Samstag, 19. Oktober 2019


Wir müssen das Schiff verlassen. Eine Woche hat uns die A-Rosa Silva auf dem Rhein durch die Niederlande und Belgien geschippert, die Kinder sind ziemlich traurig. Und wir auch. Weil es irgendwie eine totale Auszeit ist. Bald berichte ich mehr davon. Etwas leichter wurde der Abschied nur weil wir so kurz vor Schluss irgendwie dann doch noch angeranzt wurden. Naja, vielleicht ist das frühe Aufstehen Schuld daran.

Weil wir nicht wussten wann die Ausschiffung sein würde habe ich ein Zugticket für mittags gebucht. Und nun müssen wir die Zeit bis dahin noch irgendwie rumkriegen. Dafür geben wir erstmal das Gepäck in diese Aufbewahrungsbox um die Hände frei zu haben. Beim Abholen müssen wir leider Verluste beklagen, ein Regenschirm wurde so verknickt, dass er nicht mehr zu retten ist.

Wir schauen uns den Dom an, was dazu führt, dass das Runzelfüßchen ein sehr langes Gespräch über Gott führen möchte. Ob es den gibt, wo er wohnt, wie das so ist mit Jesus. Warum die Menschen hier beten und wie genau das geht. Ich finde es unglaublich spannend ihre Antworten darauf zu hören.

Dann gehts in die Einkaufsstraße, irgendwie müssen wir die Zeit ja rumkriegen. Wir finden einen Laden mit Legosteinen und lassen die Kinder da spielen. Ich kann mich nicht ganz entscheiden ob ich die Mitarbeiter_innen dort freundlich oder aufdringlich finde. Ich war noch nie in einem Lego Laden, deswegen kann ich das nicht beurteilen. Aber die, die ihr schon mal da drin wart: Geht man da rein weil man intensive Beratung braucht? Ich wurde mehrfach gefragt wie man mir denn nur helfen könnte. Dabei brauchte ich ja eigentlich nichts. Weil ich tatsächlich finde, dass Lego / Playmobil etwas ist, dass man besonders gut 2Hand kaufen kann.


Sonntag, 13. Oktober 2019

Von Schienen und Flüssen - das Wochenende in Bildern



Wir sind auf großer Fahrt. Und zur Transparenz: Auf die Schiffsreise wurden wir von A-Rosa eingeladen. Leider bin ich immernoch ziemlich angeschlagen, was besonders die Anfahrt beschwerlich machte.

Samstag, 12. Oktober 2019



Wir sind dieses Wochenende wieder unterwegs. Ich bin immernoch sehr angeschlagen, aber wir können nicht absagen und deswegen beiße ich die Zähne zusammen und bin morgens irgendwie in der Lage aus dem Haus zu gehen. Die Schuhe helfen vielleicht ein bißchen dabei.

Wir sind pünktlich am Bahnhof, mein Mann besorgt noch etwas zu Essen während ich mich ausruhen muss. Und froh und dankbar bin, dass wir Plätze im Kleinkindabteil haben, denn da sind die Kinder ja etwas unter Kontrolle. Jedenfalls räumlich.
Wir fahren nach Köln, Ankunft ist für kurz nach 13:00 geplant. Um 14:20 sind wir da. Es gab Baustellen, Türstörungen und einen medizinischen Notfall, der zu einem außerplanmäßigen Halt führte. Wofür ich IMMER Verständnis habe, aber damit scheine ich eher allein zu sein. Viele andere im Zug maulten, ob das jetzt sein müsste. Und in Köln angekommen mussten Menschen hinter mir kurz warten, weil ich den Koffer nicht aus dem Zug heben konnte und auf den Mann warten musste. Da schrie es von hinten, dass man jetzt endlich mal aussteigen wollen und ich endlich fertig werden muss. Menschen sind manchmal so unfassbar rücksichtslos.


Freitag, 11. Oktober 2019

Statt Kinderfundstück der Woche

Das Kinderfundstück der Woche muss leider ausfallen.
Ich liege ziemlich krank im Bett und kann mich kaum bewegen. Was schlecht ist, weil wir am Samstag auf große Fahrt gehen wollen.

Drückt mir also die Daumen, dass ich schnell wieder auf die Beine komme um festzuhalten, was die Kinder unterwegs so auflesen.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Werbung: Elldus Resort als Großfamilie



Wir waren nach über zwei Jahren wieder im Elldus Resort. Und nicht nur, dass sich in unserer Familie seit dem letzten Besuch einiges getan hat, auch im Elldus Resort gibt es einige Neuheiten. Die mussten wir natürlich erkunden. Und meine erste Erkenntnis war: Man kann durchaus öfter in das gleiche Hotel fahren, da die Bedürfnisse der Kinder immer anders sind erleben auch wir Eltern immer neue Sachen.
Für euch zur Transparenz: Wir wurden auf diese Reise eingeladen.

Erinnerungen an einen vergangenen Urlaub


Wenn Eltern mit Kindern wohl eines lernen, dann Flexibilität. Das wurde mir einmal mehr bewusst als wir im Elldus Resort ankamen. Denn ich erinnerte mich wie wir damals, 2016, hier gemeinsam die Saunalandschaft genießen konnten, mein Mann und ich. Wie ich zur Massage ging aber irgendwie immer im Hinterkopf hatte, dass ich ja rechtzeitig zurück sein müsste, für den Fall mein damals sechs Monate altes Baby würde wach und hätte Hunger. Wie meine Dreijährige sich nicht traute irgendwas ohne uns zu entdecken.



In diesem Urlaub war vieles anders. Die Kinder sind nicht nur eins mehr, sie sind auch älter. Fünf und drei Jahre und zehn Monate alt. Und plötzlich merke ich, dass wir das Familienappartment "Fips", das wir zur Verfügung gestellt bekommen haben, ganz anders nutzen. Herr Annika war als Baby eher nicht so agil, weswegen der Steckdosenschutz irgendwie nett war, uns aber gar nicht direkt betraf. Beim Baby jetzt ist das alles sehr anders. Der versucht nämlich überall seine Finger reinzuzwängen. Und plötzlich ist so ein Schutz enorm sinnvoll und ich dankbar, dass auch an solche Kleinigkeiten gedacht wird.



Das Spielzeug, das im Appartment  "Fips" für die Kinder bereit stand wurde diesmal viel eifriger genutzt. Wir spielten "Mensch ärgere dich nicht" mit den riesigen Spielfiguren wenn das Abendessen vorbei, sie aber noch nicht müde waren.Es wurde mit Bauklötzen gebaut, die das Baby dann zerstören sollte. Alles in allem haben sie diesmal viel mehr gespielt und Angebote wahrgenommen.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Von Büchern und Geschenken - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war das erste wieder Zuhause. Es war schön und komisch und anstrengend und schön.

Samstag, 05. Oktober 2019


Wir fahren zum Ikea. Nicht mein Lieblingsplatz auf dieser Welt, aber wir brauchen ein paar Sachen. Unter anderem ein Stuhlkissen fürs Runzelfüßchen, also für ihren Schreibtischstuhl (der ein ganz normaler Holzstuhl ist, das wird sicher erst mit Schuleintritt anders)
Außerdem kaufen wir noch einen Bilderrahmen, in den 15 Fotos passen, die das erste Jahr fürs Baby festhalten. Haben wir für alle Kinder, nun also auch hoffentlich bald das Baby (das auf dem Blog immernoch namenlos ist, nicht gut.)

Dann gehts zur Bibliothek. Wir müssen beichten, dass wir wohl ein Buch verloren haben, es findet sich einfach nicht mehr an und Herr Annika weiß nicht, wo er es hingeschleppt hat. Und dann wünschen sich die Kinder natürlich auch neue Bücher. Das Runzelfüßchen vor allem Comics, Herr Annika wie immer eher Bücher zum Erklären zu seinen Lieblinsthemen Züge, Schiffe, Bauarbeiten, Feuerwehr. Immerhin vielseitig interessiert. Und ich schaffe es tatsächlich für beide auch Comics auszuleihen. Soll ich euch die mal näher vorstellen? Also gute Comics für Kinder?

Schwer beladen geht es wieder nach Hause. Wo die neuen Schätze natürlich sofort angeschaut werden müssen. Ich bin total müde, habe schlecht geschlafen, fühle mich krank und würde auch gern in einem Buch lesen. Aber ach, ich muss 100 Sachen erledigen und arbeiten.


Freitag, 4. Oktober 2019

Kinderfundstück der Woche: Hundegießkanne



Ist das nicht schön? Jaaa, dieses Kinderfundstück der Woche* hat definitiv in unserem Heim noch gefehlt.
Die formschöne Gießkanne mit den gruseligen Augen entdeckte das Runzelfüßchen neben einem Kindergarten. Zunächst wollte mein Mann ihr das ausreden, es sei doch sicher von der Kita und das darf sie nicht einfach mitnehmen. Das Runzelfüßchen aber wusste: Nee, nee, das war zum Mitnehmen. Was leider stimmte, ich vermute die Kita wollte die Kanne endlich loswerden. Immerhin, sie ist dicht und die Kinder entwickeln ein gewisses Interesse daran Blumen zu gießen. Also die auf der Straße. In unserer Wohung steht das Ding nur rum und wird von einem Raum in den anderen getragen. Um dort wieder rumzustehen.

Aktuell steht die Kanne im Flur, beinahe schon bereit für den Auszug. Na, wollt ihr ihr ein Zuhause geben?


Mittwoch, 2. Oktober 2019

Sind Jungs-Mütter anders?

Schaut euch die beiden Bücher auf dem Foto mal genau an. Was seht ihr? Auf den ersten Blick zwei Bücher, die sich irgendwie mit Jungs beschäftigen. Inhaltlich könnten beide aber nicht unterschiedlicher sein. Und eins der Bücher macht mich echt sauer.

Das Leben mit Söhnen


Vor Kurzem war ich in der Bibliothek und entdeckte das Buch "Jungs-Mama" von Heidemarie Brosche*. Es trägt den Untertitel "Jede Menge Anregungen für ein schönes Leben mit Söhnen". Nun habe ich ja zufälligerweise zwei Söhne und dachte mir: "na komm, schau mal rein". Ich bin ja bereit was dazuzulernen, lesen bildet und ja, ich mag die Bücher aus dem Kösel Verlag eigentlich ganz gern.
Nun kommt es öfter vor, dass ich Bücher ausleihe und sie dann doch ungelesen zurücktrage, weil ich es schlicht innerhalb der Leihfrist nicht schaffe, einen Blick hineinzuwerfen. Dieses Schicksal hätte dieses Buch vermutlich erlitten (und es wäre für mein Gemüt vielleicht auch besser gewesen), hätte Herr Annika nicht just an diesem Bibliothekssamstag angefragen zu brüllen. Ganze zwei Stunden lang. In meiner Verzweiflung griff ich nach dem Buch, ich erwartete irgendwie den einen weisen Rat, der mir jetzt sofort auf der Stelle begreiflich machen würde, was denn nun mit meinem Sohn gerade nicht in Ordnung war.

Freitag, 27. September 2019

Kinderfundstück der Woche: Armband



Ich gestehe: Das Kinderfundstück der Woche* finde ich diesmal wirklich schön. Und so passend.
Gefunden hat es das Runzelfüßchen auf Korsika, am Straßenrand. Wir waren gerade auf dem Weg zum Sonnenuntergang gucken. Und irgendwie passte es zum Moment, der Spruch. Klingt ganz dolle kitschig, ich weiß.
Aber naja, im Urlaub ist das Leben eben auch besonders schön. In einem Gedicht gab es mal die Zeile "Verstecke Zettel mit kleinen Botschaften im Haus" (oder so ähnlich). Nun, das Armband wird hier noch lange eine Botschaft sein. Und eine Erinnerung an den schönen Sonnenuntergang.

*Das Kinderfundstück der Woche


Weil sicher nicht nur meine Kinder sondern auch eure immer wieder Kram nach Hause schleppen, präsentiere ich euch jetzt freitags das Kinderfundstück der Woche. Zum Lachen, Wundern und vielleicht auch zum Interesse anmelden. Vielleicht entdeckt ihr etwas, dass eure Kinder sich sehnlichst wünschen. Dann kann ich hier nachfragen, ob sie die Sachen weiterverschenken wollen. Oder ihr schickt mir die Kinderfundstücke eurer Kinder, die Rubrik ist für alle da. Wenn ihr mitmachen wollt, dann schickt ein Foto (bitte ohne Kinder, nur vom Objekt) an hallo at runzelfuesschen punkt de und schreibt ein paar Sätze dazu, was eure Kinder gefunden haben (und wie ihr und sie das finden).

Mittwoch, 25. September 2019

Motzende Eltern und großzügige Kinder



Immer mal wieder, wenn ich besonders gestresst und angespannt bin, schlecht geschlafen habe und einfach von der Lautstärke der drei Kinder überfordert bin, dann motze ich sie an. Weil sie mir zu laut sind, weil ich doch schon hundertmal gesagt habe, weil ICH jetzt Ruhe brauche.

Motzen ist nicht gut


Wir alle wissen, dass motzen nicht toll ist. Dennoch finde ich es ein Stückweit auch normal. Ich jedenfalls schaffe es nicht immer nett und freundlich und zugewandt zu sagen, was mich so stört, was für die Kinder gefährlich ist. Und es ist ja auch nicht so, als würden die Kinder mich nicht auch anmotzen. Oder ich meinen Partner.

Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber ich möchte hier mal klarstellen: ja, im Hause Runzelfüßchen wird gemotzt. Von allen. Nicht immer. Nicht andauernd. Niemals unter der Gürtellinie, niemals niederschreiend. Aber doch laut.

Ich meckere meine Kinder an


Oft fühle ich mich schlecht, weil mir doch von allen Seiten gesagt wird, dass Motzen und Schimpfen schlecht ist. Dass ich das unbedingt abstellen muss. (demnächst stelle ich euch jede Menge Bücher zu dem Thema vor, denn trotz allem finde ich das Thema ja wichtig).Und weil ich ja auch selbst weiß: So richtig toll ist meckern nicht. Dennoch, ob das noch mal zu sagen: Wir reden hier nicht von anschreien (was selten, sehr selten natürlich auch passiert, ich bin da mal ganz offen mit euch). Wir reden von "Hör doch jetzt bitte auf damit." "Ich hab das schon so oft gesagt. Hörst du jetzt bitte. Lass das jetzt. Hörst du mich überhaupt. Nein, ich möchte das jetzt nicht. Kannst du bitte etwas leiser sein, mir ist das zu laut. Es ist zu laut. Ja, mir ist es zu laut. Lass es jetzt bitte." So, ihr habt eine ungefähre Ahnung davon, oder?


Sonntag, 22. September 2019

Von Steinzeiten und Geschichte - das Wochenende in Bildern

Wir sind noch immer in Korsika, aber langsam, langsam müssen wir uns mit dem Ende des Urlaubs befassen. Ich kann gar nicht glauben, dass die Zeit schon wieder gekommen ist. Wir sind in einer neuen Unterkunft und nach einigen stressigen Momenten (weil sich die Kinder eben doch immer neu orientieren müssen) wird es langsam wieder entspannter.

Samstag, 21. September 2019


Der Tag beginnt mit einem Unfall. Eigentlich wollten die Kinder zusammen mit meinem Mann Baguette holen. Aber dann gab es ein Wettrennen zwischen den Kindern, eins fiel hin und mir dann weinend und blutend in die Arme. Das Kind mag eigentlich keine Pflaster (was ich gut finde), aber es blutet doch sehr, so dass wir erstmal was drauf machen.

Dann gehts nach Filitosa, der historischen "Hauptstadt" Korsikas, vor mehr als 8000 Jahren. Ich erwähnte ja schon, die Kinder sind von der Steinzeit seit unserem Besuch auf der Insel extrem fasziniert und in der Nähe gibt es eben nun einen weiteren Ort. Filitosa. Auch das ist interessant, allerdings ziemlich überlaufen. Es ist natürlich trotzdem noch beeindruckend zu sehen, wie die Steinzeitmenschen hier gelebt haben könnten, aber der Ort regt lange nicht so die Phantasie an  wie der, den wir letzte Woche besucht haben.

Wir klettern und erkunden und überlegen, wie das Leben damals so war. Wie wir damals gelebt hätten. Ob wir glücklich und dieselben Menschen gewesen wären. Besonders das Runzelfüßchen findet solche Überlegungen spannend.
Während sie also philosophiert rutscht ihr Bruder wieder aus und schrabt sich auch noch den Fuß total auf. Stark blutend. Außer Wasser haben wir nichts dabei, es muss also irgendwie so gehen. Er hält sich tapfer, humpelt aber und will dann auch nichts mehr anschauen. "Heute ist wirklich mein Pechtag, Mama", erklärt er mir.

Wir fahren wieder, wir haben ja auch alles gesehen, was es zu sehen gab. Und landen, natürlich, irgendwann in einem Buchladen. Die Kinder vermissen ihre Bibliothek, vermute ich. Ich liebe diese Buchreihe, die es nur in Frankreich gibt und die im Prinzip an "Was ist was" oder "Wieso, weshalb, Warum"? erinnert. Nur sind diese hier irgendwie schöner gezeichnet und auch umfangreicher. Es gibt keinerlei Klappen aber alles wird gut erklärt. Die Kinder lesen sich durch alle Bücher, die sie finden können und natürlich wünschen sie sich auch eines. Ich gestehe, dass ich beim Runzelfüßchen schneller "ja" sage. Sie hat sich nämlich ein Buch über die Steinzeit ausgesucht, was natürlich sehr passend ist.
Herr Annika wünscht sich das Buch über Züge. Ich möchte das nicht kaufen, weil wir mit französischen Zügen ja wahrlich wenig am Hut haben. Das erkläre ich ihm auch und bitte ihn, sich für ein eher allgemeineres Thema zu entscheiden. Was in Geschrei endet. Egal was ich anbiete, er möchte es nicht. Ich möchte gehen, denke gleichzeitig aber, dass ich ja selbst "Schuld" an dem Ausbruch bin und da jetzt durch muss. Am Ende bekommt er ein Buch über LKWs/ Autos und ist zufrieden. Ich denke noch lange über diesen Moment nach.