Sonntag, 23. Dezember 2018

Von Vorweihnachtsfreuden - das Wochenende in Bildern

Kennt ihr das auch, diese letzten Tage von Weihnachten bei denen man ständig schwankt zwischen: "Ah, endlich!" und "Mist, das hab ich noch vergessen!" Hier ist das jedenfalls sehr so. Außerdem hatten wir an diesem Wochenende eine echt blöde Begegnung und SEHR aufgeregte Kinder.  Und doch, ich freue mich auf das, was jetzt kommt.

Samstag, 22. Dezember 2018


Das heutige Buch im Adventskalender. Und so sehr wie ich den Pixi Adventskalender mag, dieses Buch hier geht gar nicht. Da gehts nämlich darum, dass der Weihnachtsmann "zu dick" und "zu fett" ist, dass er abnehmen soll, sich gesund ernähren und viel Sport treiben. Macht er auch alles. Und klar, am Ende muss er ein Kissen über den schlanken Körper ziehen. Aber es ist schon ziemliches bodyshaming, fett ist ungesund und das will der Weihnachtsmann natürlich nicht sein.
Nach diesem Ärgernis gingen das Runzelfüßchen und ich zum Sport. Rückbildung, Beckenbodentraining. Und meine Hebamme fragte, ob sie nicht mitkommen will.  Wollte sie, hüpfte ein wenig mit und beschäftigte sich sonst allein. Das muss ich wirklich, wirklich, wirklich mal erwähnen. Sie hat da zwei Stunden mit mir verbracht und war super zufrieden. Ich hätte in der hälfte ein "ich will nach Hause", "mir ist langweilig" oder so erwartet. Aber nichts.

Dann gehts zu fünft in die Bibliothek. Da meine Tochter und ich noch nichts gegessen haben gehen wir in das Café der Bibliothek und die Kinder suchen sich einen Platz dort im Lesesaal. Dort ist sprechen ausdrücklich erlaubt, die Beiden sind aber leise. Plötzlich kommen beide ganz aufgelöst zurück. Ein Mann hätte ihnen verboten sich dort hinzusetzen. Ich bin verwirrt, laufe mit und frage den Mann. "Kinder gehören in den Kindergarten, nicht in die Bibliothek", erklärt der Mann nun auch mir. Und, dass wir gehen sollen, er wolle hier ungestört Zeitun lesen. Ich erkläre, dass er sich leider daran gewöhnen sollte, dass Kinder zu einer Gesellschaft dazugehören. Er meckert weiter, ein weiterer Besucher erklärt ebenfalls, dass die Kinder jedes Recht haben dort zu sein. Zumal gerade diese Bibliothek auch eine RIESIGE Kinderabteiltung hat. Wir essen also dort, der Mann geht. Und die Kinder sind auch Stunden später noch verunsichert, dass der Mann sie vertreiben wollte. Aber sie erkennen auch: Unsere Eltern sind für uns da. Und das ist ja irgendwie auch schön.




Zuhause findet Herr Annika sein Geburtstagsgeschenk von Freunden. Es liegt jetzt schon über ein halbes Jahr im Schrank, wir hatten immer vergessen es ihm zu geben und dachten dann: Wenn er es findet, bekommt er es. Etwas unglücklich, dass es so kurz vor Weihnachten ist, aber nun ja. Er spielt den Rest des Tages mit seinem Holzobst und bietet mir immer wieder etwas davon an. Und ich denke mal wieder: Wie wenig die Kinder doch glücklich macht und ihre Phantasie anregt.
Abends packe ich Geschenke ein, während mein Mann das Baby herumträgt. Und ich stelle fest: Mist, ich habe noch etwas vergessen zu besorgen. Dann also morgen noch mal los.

Sonntag, 23. Dezember 2018


Die Kinder sind früh wach und super aufgeregt. Denn für heute steht der Baumkauf auf dem Programm. Im Vorfeld meinte mein Mann immer wieder, dass er einen kleinen Baum will, wenn es denn sein muss. Ich bleibe mit dem Baby zuhause und muss dann bei der Rückkehr sehr lachen. Aus dem kleinen Baum ist ein eher großer geworden. Aber nun gut. Ich krame in der Weihnachtskiste nach Dekoration und entknöpere die Lichterkette. Jedes Jahr aufs Neue ein Kraftakt. Weil ich sie nach dem Abnehmen IMMER in die Kiste werfe. Dann gelobe ich wieder Besserung und es endet wieder so.

Mit fünf und zweieinhalb Jahren haben die Kinder natürlich ihre eigene Vorstellung davon, was an den Tannenbaum gehört. Bei ihnen vor allem: MEHR. Mehr Kügeln, mehr Lichterkette und mehr auf einem Platz. Ich erkläre, dass der Baum nicht nur ihnen, sondern auch uns Eltern gefallen muss und dekoriere unter ihrem Protest um. Aber zehn rote Kugeln auf zwei Nadeln, das geht einfach nicht. Auf der Seite die ich nicht so sehe dürfen sie sich dann aber austoben.

Dann stürze ich mich ins Getümmel. Mir fiel ja gestern Abend ein, dass ich keine Knöpfe für den selbstgenähten Zug für Herrn Annika habe, also beiße ich in den sauren Apfel und mache mich auf die Suche. Es ist überall brechend voll was ich gar nicht so richtig verstehe. Wer macht denn sowas, einen Tag vor Heiligabend freiwillig mit dem Geschenkekaufen loslegen? Aber gut, ich bin ja auch die, die Knöpfe kauft, wer im Glashaus sitzt und so.
Ich bekomme sie und freue mich, wenn das Geschenk dann als letztes auch noch rechtzeitig fertig wird.


Die vierte Kerze wird angezündet und die Kinder flippen irgendwie aus. Keine Ahnung woran es liegt, aber sie streiten und kuscheln und schreien und weinen und hauen und knuddeln sich. Es ist, ich gebe es zu, sehr nervig.

Ich beschließe schon mal einiges für morgen vorzubereiten. So backen das Runzelfüßchen und ich den Apple Crumble und koche die Kartoffeln für den Salat. Mit Herrn Annika koche ich später das Abendessen. Das ist wiederrum ganz schön, nur Zeit mit einem Kind zu verbringen. Dafür sehe ich das Baby kaum.

Dann geht das Geschrei wieder los und ich beschließe: Zeit für Entspannung. Dieses Buch hat auch eine CD auf der eine Traumreise und mehrere Entspannungsübungen sind. Ich habe das Buch selbst noch nicht gelesen, das kommt demnächst. Aber die CD haben wir jetzt gehört. Und ich sage mal so: Das Runzelfüßchen wollte sich entspannen, ihr Bruder war vor allem damit beschäftigt Decken von A nach B zu schleppen, davon fühlte sie sich gestört und er sich geärgert und am Ende gab es wieder Geschrei.
Aber nun liegen sie im Bett, schlafen und träumen von Weihnachten. Und ich hoffe einfach, dass morgen alles anders wird.

Wie andere Familien das Wochenende verbracht haben seht ihr bei Große Köpfe.

Euch wünsche ich fröhliche Weihnachten mit ganz viel Lichterglanz und Keksen, mit Musik und leuchtenden Kinderaugen. Habt es schön und feiert so, wie es euch erfreut. (Und ohne Streit)


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