Donnerstag, 30. August 2018

Sprachlos

Ich hätte gern die Worte um etwas über Chemnitz zu schreiben, aber in mir ist nur Sprachlosigkeit. Ich hoffe, dass sich das bald ändert und ich die nötigen Worte finde.

Für den Moment aber seid gewiss, die aufmarschierenden Nazis in Chemnitz, die lehne ich entschieden ab. Das sind in meinen Augen auch keine besorgten Bürger_innen, sondern ganz klar der braune Mob.

Ich wünschte, ich hätte Worte gegen den Hass, gegen die Geflüchtetengewalt, gegen die Übergriffe. Aber in mir ist eine große Sprachlosigkeit die mich wütend und traurig macht.

Wie ist das bei euch? Habt ihr eure Worte schon gefunden?

Sonntag, 26. August 2018

Von kleineren Kreisen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende hat mir mal wieder deutlich gemacht: Meine Kreisen werden kleiner. Durch die Symphysenlockerung bin ich ja sowieso nicht besonders fit, aber inzwischen gesellst sich dazu aber auch ein: Ach, ich will gar nicht mehr. So ist es wohl, wenn die Schwangerschaft langsam zuende geht.

Samstag, 25. August 2018


Ich glaube das kennen eigentlich alle Eltern. Schuhe kaufen! Es bleibt einem ja nichts übrig. Da die Sandalen- und Barfuß-Zeit ja langsam vorbei ist brauchen wir ein neues Paar. Wie ist das eigentlich bei euch, kauft ihr mehr als eins? Für Herrn Annika habe ich ja noch die Schuhe seiner Schwester, aber für sie heißt es in dem Alter tatsächlich: Neukaufen. Einfach auch, weil ich ab Größe 27 keine guten Second Hand Schuhe mehr finde. Die hier wurden es übrigens nicht, ich saß nur günstig fürs Foto.
Außerdem gabs für beide Kinder Turnschlappen, denn ab demnächst gehts ja zum Kinderturnen.

Ausruhen biem Wochenendeinkauf. Ich fühle mich nicht so gut, bin krank und bekomme ganz ganz schlecht Luft. Da bin ich dankbar, dass ich einen Stuhl finde, während meine Familie alles einkauft und einpackt.

Zuhause entspannen wir und hören "Conni". Die Kinder sind inzwischen total an unser *Werbung* Deezer-Abo gewöhnt, weil sie sich dann eben nicht aus drei CDs sondern aus allen Geschichten was aussuchen können. Die Wahl fiel, warum auch immer, auf "Conni und der Osterhase". Das Runzelfüßchen hatte ja vom Carlsen-Verlag genau das Buch zu Ostern geschenkt bekommen. Und sie will "mitlesen". Dabei stellen wir verwundert fest, dass das Hörspiel so ganz anders ist als das Buch. Spannend.


Sonntag, 19. August 2018

Vom Auskurieren - das Wochenende in Bildern

Zuhause bleiben. Krank sein und gesund werden. Das war dieses Wochenende ganz groß geschrieben. Leider ist krank sein und Ausruhen jetzt nicht unbedingt das, was Kinder glücklich macht.

Samstag 18.August 2018


Der Tag beginnt mit Bauen. Die Kinder bauen aus ihren Steinen eine Arche Noah, wie sie mir erklären. Also für Herrn Annika ist es ein Boot mir Tieren, aber für das Runzelfüßchen, was sich letztens in der Bibliothek ein Buch über die Arche ausgeliehen hat ist es eben genau das.

Wir müssen kurz zur Bibliothek und dann etwas besorgen, was wir in die Ritze unseres Familienbettes stopfen können. Denn ja, wenn man zwei Betten nebeneinander stellt, dann bleibt da eine Lücke. Die füllte bisher das Stillkissen, aber das brauche ich demnächst ja fürs Baby. Im Möbelladen knallt jemand dem Runzelfüßchen die Toilettentür ins Gesicht und sie weint bitterlich. Ich hab es leider nicht gesehen und der Mensch ist einfach weggelaufen. Sowas finde ich ja unfassbar.
Wir bekommen eine Kältekompresse, die aber nur kurz hilft.

Mit Kuchen hebe ich die Laune. Das Runzelfüßchen darf bestimmen welche Sorte wir kaufen und sie entscheidet sich für Marzipantörtchen. ICH finde das großartig, aber mein Mann kann Marzipan nicht ausstehen, weswegen ich dann doch noch eine Alternative besorge.


Donnerstag, 16. August 2018

Beschwerliche Schwangerschaft



Ich hab es ja schon das ein oder andere Mal erwähnt, diese Schwangerschaft schafft mich. Sie ist körperlich extrem herausfordernd, aber ich merke auch, dass sie mich emotional angreift.
Auf verschiedene Posts habe ich deswegen auch Nachrichten bekommen, dass ich entweder nicht soviel jammern soll, oder aber, dass es eben ist wie es ist.
Klar, beides stimmt. Es ist wie es ist und am Ende des Tages habe ich mir das ja so ausgesucht. Was das jammern betrifft, nun ja. Mag Einigen so vorkommen, aber zum einen ist das hier ja MEIN Blog und ich schreibe über das, was mich bewegt, und zum anderen glaube ich, dass vielleicht auch zuwenig darüber berichtet wird, dass eine Schwangerschaft eben auch mal richtig doof laufen kann.

Erschöpft in der Schwangerschaft


Nun schrieb ich gelegentlich auch darüber, dass ich erschöpft bin. Das liegt natürlich an der Symphysenlockerung, die körperlich einfach ihren Tribut fordert. Inzwischen, so absurd das klingt, tut auch sitzen und liegen weh. Das hätte ich mir niemals vorstellen können.
Was mich aber fast noch mehr erschöpft sind diese diversen Untersuchungen im Krankenhaus. Ich bin da glaube ich noch nie ins Detail gegangen und werde das auch jetzt nicht tun, aber ja, ich bin da sehr sehr oft. Warum, darüber schreibe ich vielleicht wenn alles hinter mir liegt. Für den Moment will ich euch nur von einigen Vorkommnissen der letzten Zeit erzählen


Sonntag, 12. August 2018

Vom Verzichten - das Wochenende in Bildern

Wochenende ist ja immer auch Familienzeit. So ist das jedenfalls bei uns. Ich muss allerdings auch feststellen: Familienzeit findet immer öfter ohne mich statt. Ich bin einfach nicht mehr wirklich für den Familienalltag gemacht. Jedenfalls im Moment. Und natürlich frage ich mich: Wird das so bleiben?

Samstag, 11. August 2018


Wir müssen zur Bibliothek, Bücher zurückgeben und natürlich dann auch neue mitnehmen. Das Runzelfüßchen entdeckt ein Buch für ihren Bruder, das ziemlich gut passt. Denn, wie bei Jakob im Buch, geht auch bei Herrn Annika eben manchmal noch was daneben. Er freut sich sehr und will die Stelle, bei der etwas daneben geht wieder und wieder vorgelesen bekommen. Vermutlich, damit er sich nicht so allein fühlt (obwohl es eigentlich richtig, richtig gut klappt, er ist einfach denke ich enorm ehrgeizig). Jedenfalls weiß ich jetzt schon: Die nächsten Wochen werde ich Jakob sehr oft vorlesen. Weil wir ja kein Fleisch und keinen Fisch essen, will das Runzelfüßchen das Buch über die vegetarische Spinne ausleihen. Ich nehme noch zwei Namensbücher mit (die aber extrem schlecht sind, wie ich zuhause feststelle).


Sonntag, 5. August 2018

Vom Ausruhen wollen und müssen - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende hatten wir Pläne, aber alle anderen irgendwie auch. Deswegen mussten wir am Samstag improvisieren um Sonntag dann doch am Ziel anzukommen.
Was tatsächlich im Moment oberste Priorität hat: Ausruhen. Musste ich mal wieder schmerzlich erfahren.

Samstag, 04. August 2018

Wir wollen zu den Großeltern fahren, die Kinder haben sich das gewünscht. Auf dem Weg zum Auto kommen wir an einer Verschenkekiste vorbei und die Kinder dürfen sich natürlich was aussuchen. Weil Herr Annika gerade neben Flugzeugen seine absolute Leidenschaft für Krokodile entdeckt hat, musste das natürlich mit. Eigentlich ist es glaube ich ein Spiel für Kinder, aber das hier ist defekt und so freut sich mein Sohn einfach, dass er da immer wieder seine Finger reinstecken kann und sich "gruselt", weil das "Kokodil zuschnappt".

Wir haben auf mehrere Arten versucht zu den Großeltern zu kommen, aber überall war Stau, Unfälle, noch mehr Stau. Deswegen brechen wir das irgendwann ab, ich kann auch nicht mehr sitzen.
Die Kinder sind natürlich super traurig, weswegen wir beschließen unterwegs ein Eis zu essen. Irgendwie muss die Laune ja besser werden.

Ich gestehe, meine Augen waren definitiv sehr viel größer als mein Magen. Ich habe von dem Eis (drei Kugeln, Sahne, das ganze Zipp und Zapp) genau eine Kugel gegessen. Und die auch nur, weil ich meinem Mann nicht noch mehr Eis überhelfen wollte. Der hatte nicht nur seinen Eisbecher sondern dann auch meinen und den von meinem Sohn. Denn irgendwie wollten wir alle nur die Waffel. Tja, nun ja. Aber die Laune war danach trotzdem besser.


Donnerstag, 2. August 2018

Haben Sie schon über eine Einleitung nachgedacht?



Neulich war ich im Krankenhaus, wegen der Symphysenlockerung. Es sollte geguckt werden wie weit die fortgeschritten ist, denn ja, es gibt einen Punkt ab dem es schwierig für die Geburt werden kann. Und da mein Frauenarzt diese Messung nicht durchführen kann (einfach, weil er tatsächlich keine anderen Schwangeren mit Symphysenlockerung kennt), gab es eine Überweisung ins Krankenhaus.

Optimistisch bei Symphysenlockerung


Beim ersten Termin waren alle entspannt, die Ärztin vor Ort war ganz optimistisch und meinte, dass wir das schon alles hinbekommen. Die Lockerung war schon bemerkenswert, aber noch nicht besorgniserregend für die Geburt. Ich sollte aber vier Wochen später zur Kontrolle kommen, einfach um zu überblicken wie viel sich die Symphyse weiter verschoben hat, mit Fortschreiten der Schwangerschaft.