Sonntag, 1. Juli 2018

Von zuvielen Plänen - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende hatten wir eigentlich nichts geplant. Außer vielleicht "ein bißchen" (hahahaha, wie das halt so ist, nicht wahr) die Wohnung umzuräumen. Denn noch ist ja Zeit dafür. Aber wie immer klaffte dann zwischen Wunsch und Wirklichkeit ein ziemliches Loch.

Samstag, 30. Juni 2018


Öhm, tja nun. Die Leggings hat dann leider ihren Geist aufgegeben. Wieder eine Klamotte weniger für die Schwangerschaft. Auf der anderen Seite freue ich mich wirklich, dass ich diese Kleidung trage bis sie eben auseinanderfällt. Blöd, wenn das mit dem Timing nicht ganz so hinhaut. Es ist ja noch ein bißchen...

Wir fahren in die Bibliothek. All die Kinderbücher über Schwangerschaft und Geburt wollen ja auch zurückgebracht werden. Die Kinder lieben es, die Bücher in die Verbunchungsmaschine zu stecken. Ausgeliehen wird natürlich auch einiges, obwohl ich diesmal an der Regel: Jede_r nur drei Sachen festhalte. Für mich finde ich übrigens nichts. Was daran liegt, dass ich es einfach nicht über mich bringe überhaupt zu suchen. Denn im Zweifelsfall müsste ich mich bücken und das kann und will ich nicht.

Ich habe Hunger und kann nicht weit laufen, weswegen es Essen im Einkaufszentrum gibt. Mein Mann will noch kurz im Sale schauen, ich setze mich mit den Kindern auf die Bank. Und dann entdecken sie die Bäume und Steinchen und wühlen darin herum. Die Abmachung lautet. Keine Steine aus dem Bereich herausheben, damit werfen oder sich gegenseitig vollstauben. Sie halten sich daran. Trotzdem steht nach fünf Minuten ein Mitarbeiter neben uns, der uns darauf hinweist, dass das Spielen verboten ist. Echt, da fass ich mir an den Kopf. Ja, wenn damit rumgeworfen wird ist das ätzend, kann ich nachvollziehen. Aber meine Kinder haben nicht ein Steinchen irgendwo anders hinbefördert. Das sage ich dem Mitarbeiter auch. Der schlurft entnervt von dannen.




Ich will noch kurz nach Babykleidung schauen. Denn ich finde, dass jedes Kind wenigstens ein ganz neues Teil bekommen soll. Leider gibts nichts. Aber Herr Annika verliebt sich sehr in diese Puppe und möchte sofort loslegen sich um sie zu kümmern. Er bietet dem "Baby" auch sofort die Brust an. Wir nehmen sie trotzdem nicht mit, aber ich merke: Er freut sich aufs Geschwisterkind und erzält immer, wie er sich dann kümmert.


Nach dem Großeinkauf im Supermarkt sind wir endlich zuhause. Und ich bin platt. Das war zuviel. Ich habe überall Schmerzen und kann nicht mehr laufen. Der Bauch ist knallhart und ich will nur noch ausruhen. Mein Sohn scheint das zu spüren, er schiebt mich Richtung Sofa und sagt, ich solle mich hinsetzen. Dann holt er ein Geschirrtuch was er als Decke über mir ausbreitet. Dann bekomme ich noch Wasser und er kuschelt mir mir. Zusammen schauen wir ein Buch an. Das hat das Runzelfüßchen ausgeliehen und es handelt davon, dass Tiere "befreit" werden können, also entweder in einem riesigen Hühnerstall eng an eng stehen, oder frei auf der Wiese. Finde ich wirklich schön. Und, dass mein Sohn sich so kümmert finde ich noch viel schöner.
Der restliche Abend plätschert so dahin. Ich stehe nicht mehr auf und versuche mich zu schonen. Immerhin haben wir Pläne für den nächsten Tag.

Sonntag, 01. Juli 2018


Frühstück. Und nach zwei Brötchen will mein Zweijähriger dann bitte noch "Näcke mit Lade haben". Na, was immer ihn glücklich macht.

Ich bitte die Kinder mir beim Aus- und Umräumen zu helfen. Denn klar, wir haben noch Zeit, aber irgendwie bin ich beruhigter wenn wir unsere Wohnung ein wenig umgestaltet ist, wir mehr Platz für uns fünf haben. Und so gehts eben Stück für Stück ans Entrümpeln. Die Kinder helfen bei den Büchern mit. Das hier sind die Bücher fürs Baby, die die beiden "Großen" nicht mehr mögen. Ich freu mich auf die dritte Runde. Einige andere sortieren wir auch aus und stellen sie auf die Straße. Die sind tatsächlich innerhalb von 10 Minuten alle weg.

Und dann sortieren sie noch Kuscheltiere aus. Die spenden wir an Geflüchtete. Meine Tochter ist ganz berührt, dass es Kinder gibt die keine Kuscheltiere haben und sortiert sehr eifrig aus, weil sie eben möchte, dass andere auch glücklich sind. Dabei entdeckt sie auch langvermisste Tiere wieder, die jetzt in unserem Bett liegen...

Eigentlich wollten wir als Überraschung mit den Kindern zum Bilderbuchfestival. Aber ich kann einfach nicht, denn das würde laufen und stehen und bücken bedeuten. Ich bin dazu nicht in der Lage. Was wir aber können: Ein Fahrrad fürs Runzelfüßchen besorgen. Sie selbst hatte noch nicht wirklich den Wunsch danach, aber wir haben mal geschaut was es so gibt und das hier war ein Schnäppchen. Es ist ein bißchen rostig und braucht ein neues Schutzblech, aber es fährt und wenn man mal damit umfällt ist es auch kein Problem. Meine Tochter nutzt es für den kurzen Weg zum Auto wie ein Laufrad was eine gute Idee ist sich dem Ganzen zu nähern. Die nächsten Wochen wird mein Mann das sicher mit ihr alles üben.

Wieder Zuhause gibts selbstgebackenen Kuchen. Mein Mann hat gemeinsam mit dem Sohn gebacken, während das Runzelfüßchen und ich mit Ausmisten beschäftigt waren. Die Kinder mögen es irgendwie nicht so gern, aber ich finde ihn sehr gelungen.
Ich muss mich ausruhen, die Kinder wollen auf den Spielplatz. Statt wirklich einfach nichts zu machen, mache ich natürlich die Wäsche. Das Baby braucht ganz sicher gewaschene Spucktücher. Ich hab die neu gekauft, die alten sind nicht mehr da und mein Mann hat sie zunächst in die Geschenkekiste gepackt. Sie wären so schön, das sah so nach Geschenk aus, meinte er. Hach, nun ja, es wird vermutlich totzdem ordentlich drauf gespuckt werden.

Und apropos ausmisten. Wir sortieren auch jede Menge Bücher aus. Natürlich. Viele stellen wir einfach auf die Straße, bis jetzt ist noch jedes mitgenommen worden. Das hier habe ich in der Schwangerschaft mit dem Runzelfüßchen bekommen und ich möchte es gern verschenken. Hat jemand Interesse? Ich biete es auch in der Flohmarktgruppe auf Facebook an, daher gilt: First come, first serve. Und ihr müsstet das Porto für die Büchersendung (0,90€) übernehmen. Hat jemand Interesse?

Jetzt muss ich gleich noch arbeiten und dann ist das Wochenende auch schon vorbei. Ich hoffe, dass ich in der kommenden Woche wieder etwas zu Kräften komme Was plant ihr denn?

Wie andere Familien das Wochenende erlebt haben seht ihr wie immer bei Susanne.

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