Sonntag, 24. Juni 2018

Vom papafreien Wochenende - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende hat mich geschafft. Und mir einmal mehr gezeigt wie großartig meine Kinder sind. Denn mein Mann war unterwegs und so mussten wir Drei plus meine Symphyse uns allein durch dieses Wochenende wuseln.

Samstag, 23. Juni 2018


Frühstück. Ich habe in weiser Vorausicht Aufbackbrötchen besorgt. Nur habe ich nicht mit dem Hunger der Kinder gerechnet. Deswegen: Knäckebrot für alle. Die Kinder sind glücklich.
Anschließend müsen wir aber doch raus. Wir müssen Bücher zur Bibliothek zurückbringen und dann hat sich auch noch spontan Besuch angekündigt, der seinen Geburtstag bei uns feiern möchte. 

Für den Geburtstagsbesuch brauchen wir natürlich auch eine Kleinigkeit. Die Kinder überlegen hin und her und entscheiden sich für: Kekse und Tee. Finde ich ziemlich schlau, mag ja irgendwie auch jede_r. Dann besorgen wir noch einen Blumenstrauß und anschließend krieche ich nach Hause, denn durch das Laufen tut mir bereits alles weh. Das sind die Momente, in denen ich denke: Würde ich Auto fahren, jetzt wäre eine gute Zeit dafür. Stattdessen laufen wir durch die Gegend und ich bin ziemlich kaputt.

Da die Kinder kränkeln und ich ja auch nicht fit bin gibts Milchreis zum Abendbrot. Und weil die Kinder es lieben, wenn wir den im Bett zubereiten tue ich ihnen die Freude. Vor allem auch, weil ich eh keine 30 Minuten am Herd stehen könnte. Während also der Milchreis im Bett vor sich hin "kocht" räumen wir noch ein wenig auf. Denn es kommt ja Besuch und die Kinder haben naturgemäß ein kleines Schlachtfeld hinterlassen. Ich gebe zu, dass ich vieles auch einfach so lasse, denn es ist ja kein Geheimnis, dass es mir nicht so gut geht. Da darf niemand, der sich kurzfristig einlädt noch hohe Ansprüche haben, finde ich.



Kuchen. Und "Beerenwasser" für die Kinder. Ich habe keine Kraft um Kuchen zu backen, deswegen, tatatata, gibt es den aus der Tiefkühltruhe. Wir werden es alle überleben. Die Kinder wünschen sich Wasser mit Geschmack, "so wie in Thailand, Mama". Weil ich aber nichts dafür da habe gibts Sprudelwasser mit Himeeren. Macht sie den ganzen Nachmittag lang glücklich, etwas, dass mich sehr rührt.

Nachdem der Besuch wieder weg ist bin ich endgültig durch. Ich sitze vollkommen fertig auf der Couch, die Kinder kuscheln sich rechts und links an mich und raten mir, mich doch mal auszuruhen. Mache ich auch, sie hören ein Hörspiel und ich schlafe ein. Nach zwanzig Minuten weckt mich mein Sohn indem er mir einen Teller mit "Nudeln" unter die Nase hält. Die hat er in seiner Kinderküche für mich "gekocht" und präsentiert sie nun stolz.
Dann ist es auch Zeit fürs Abendessen. Die Kinder haben eher Interesse an dem Apfelmark und verschlingen zusammen die 700g, die im Glas sind. Nun ja, und noch zwei Knäckebrote.

Ich lese ihnen vor und beinahe danach sind beide eingeschlafen. Ich überlege kurz ob es überhaupt noch sinnvoll ist aufzustehen, entscheide mich dann aber doch dafür. Denn, ich habe auf Facebook eine Flohmarkt-Gruppe ins Leben gerufen und versprochen, dort noch was einzustellen. Die Idee kam mir, weil heute morgen nach zwei Monaten endlich unser altes Bett verkauft wurde und ich irgendwie gefrustet bin von all diesen Verkaufsportalen wo der Ton eher unterirdisch ist und Sachen nicht abgeholt werden. Vielleicht wollt ihr auch mitmachen? Ich freu mich drauf!

Sonntag, 24. Juni 2018




Frühstück. Auch diesmal reichen die Brötchen nicht. Nun ja, die Kinder sind einfach hungrig. Liegt vielleicht auch daran, dass sie seit 6:00Uhr morgens wach sind. Etwas, dass eigentlich ungewöhnlich ist, meistens müssen wir sie gegen 8:00Uhr wecken. Vermutlich wollten sie dieses Wochenende mit mir allein einfach besonders auskosten. Also sind wir um 8.30Uhr bereits fertig mit dem Frühstück und ich müsste aufräumen. Aber das schaffe ich nicht, der Tag gestern hat mich zu sehr geschlaucht und so schiebe ich die Teller für später zusammen. Dann stelle ich lieber alles in einem Rutsch in den Geschirrspüler als dieses permanente Bücken.

Dann beginnt das Tagwerk. Wir müssen ja langsam mal die Wohnung für das Baby fit machen. Also bespreche ich mit den Kindern wie wir das so umräumen. Wir haben im Prinzip keinerlei Babysachen mehr, die wenigen, die noch da sind räumt das Runzelfüßchen aus der Erinnerungskiste in die Waschmaschine. Das Set hier ist übrigens eines von mir, meine Oma hat das zu meiner Geburt gestrickt, ich habe es aber nie getragen. Dafür meine beiden Kindern und das dritte natürlich auch.
Wir schaffen es tatsächlich einen Schrank fürs Baby freizuräumen, die Kinder helfen toll mit, auch wenn sie eigentlich keine Lust haben. Aber der Slogan, den mein Sohn immer wieder ausruft lautet "Mama helfen, ja?"

Teepause. Eins der Kinder klagt über Halsweh und Bauchschmerzen, also kuscheln wir uns aufs Sofa und ich lese Bücher vor und merke, wie meine Augen immer schwerer werden. Aber auch die Beiden sind nicht so ganz auf dem Damm und so beschließen wir: Mittagruhe. Herr Annika schläft beinahe sofort ein, das Runzelfüßchen und ich kuscheln und ich lese aus ihrem neuen Bibilotheksbuch vor. "Fiese miese Echsenklau" hat sie sich gestern selbst mit der Bibilothekarin ausgesucht, auch wenn ich nicht ganz verstehe wie es dazu kam. Es ist nämlich ziiiiemlich gruselig für Vierjährige und ich muss immer wieder aufhören zu lesen, weil meine Tochter sich gruselt. Sie ist in der Bibliothek einfach zur Biblothekarin gelaufen und kam kurze Zeit später mit diesem Buch wieder. Was auch immer die beiden da besprochen haben.

Nach dem Ausruhen habe ich eine Überraschung für die Beiden. Eine Freundin hat den Kindern vor längerer Zeit ein paar Zeitschriften mitgebracht, von denen ich nach und nach eine verteile. Herr Annika ist schwer angeschlagen, dass er kein Pony bekommen hat, dass sich bürsten lässt. Und ich mal wieder überrascht wie sehr ich manchmal doch in Klischees verfalle und dem Sohn eben das Auto gebe, statt zu fragen ob er das Pony möchte.

Snacks! Beide Kinder freuen sich vor allem über die Pistazien, die sie selbst "knacken" dürfen. Natürlich sind die nicht gesalzen, aber ich mag Nüsse sehr gern und finde es ok, dass sie ab und zu welche essen. Dagegen kommt das Obst nicht so gut an.

Und dann ist mein Mann wieder da und ungefähr 20 Minuten später auch meine Migräne. Komisch, wie der Körper auch weiß wann er funktionieren muss. Migräne mit den beiden allein hätte ich nicht gepackt, so aber ist ja jemand da, der auf sie aufpassen kann.
Dieses Wochenende hat vor allem gezeigt wie wahnsinnig empathisch meine Kinder sind und wie feinfühlig sie auf mich achten. Ich merke aber auch: Allein bin ich definitiv sehr viel unausgegleichener und habe weniger Geduld. Das hat vor allem mein Sohn gemerkt, mit dem ich nicht wirklich lange diskutierte ob Windeln wechseln jetzt obligatorisch ist oder nicht.

Was mein Mann an diesem Wochenende so gemacht hat könnt ihr bei Papa und das Rosablau lesen.

Wie andere Familien das Wochenende erlebt haben seht ihr wie immer bei Susanne.

Morgen, das weiß ich schon, steht vor allem Ausschlafen auf dem Programm. Was plant ihr?

1 Kommentar:

  1. Sorry aber was ist denn bitte das für Besuch, der sich selber einlädt, um seinen Geburtstag bei Dir zu feiern, obwohl es Dir eindeutig so hundeelend geht?!?!?!?! Ich hätte da weder Kekse noch Kuchen besorgt. Du bist schwanger, und du hast eine Schonfrost VON ALLEM verdient. Es ist gemein, dass man in der ersten Schwangerschaft auf Händen getragen wird, in der zweiten ist man halt „einfach wieder schwanger“, und in der dritten hat man einfach zu funktionieren wie immer, oder wie?!? Ich verstehe das Selbstverständnis anderer Leute einfach nicht. Das kann keine gute Freundin von Dir gewesen sein! Freunde helfen doch und machen nicht noch mehr Arbeit. Wenn schon Geburtstag bei dir zuhause feiern, dann kann man ja wenigstens den Kuchen selber mitbringen, damit Du keinen Aufwand hast, gerade auch mit dem Symphysen-Mist. Ich habe das selber schon erlebt: nach der Geburt von Copperfield kam eine Freundin zu Besuch und hat das Essen gleich selber mitgebracht (beste Suppe EVER!).
    Hut ab, dass Du ein so anstrengendes Wochenende gemeistert hast – und dann auch noch ganz alleine. Ich wäre garantiert ausgeflippt. Pass bitte bitte auf Dich auf <3.
    Ich wünsche euch allen gute Besserung und hoffe, Du konntest heute wieder etwas Kraft schöpfen. Du bist so stark, Du wirst nicht untergehen!

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