Mittwoch, 30. August 2017

Babykurse - wieso ich darauf keine Lust habe



Bettie von Frühes Vogerl und ich schreiben ab und zu darüber, wie das Leben mit zwei kleinen Kindern so ist. Ein wiederkehrendes Thema dabei: Machst du einen Kurs zusammen mit Herrn Annika? Und wie schon beim Runzelfüßchen lautet meine Antwort: Nein, auf keinen Fall!

Pünktlich zum Babykurs - lieber nicht


Dabei habe ich eigentlich gar keine wahnsinnig große Abneigung gegen diese Kurse. Ich habe nur festgestellt: Für mich ist das gar nicht. Zum Einen, weil ich es nicht schaffe mit Kindern auf die Minute pünktlich zu sein. Also ich könnte das natürlich, mit früher Losgehen, mehr Zeit einplanen und Disziplin, aber hey, mir ist es das nicht wert. Ich bin da vielleicht etwas "laissez faire", aber für mich ist dieser Zeitstress einfach nichts. Das war bei beiden Kindern so, nur, dass ihr mich da nicht falsch versteht.

Sonntag, 27. August 2017

Von Essen und Freunden - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende waren wir unternehmungslustig. Wir waren in der Bibliothek, haben Kuchen gebacken, Freunde überrascht und besucht.

Samstag, 26. August 2017


Der Tag beginnt, wie eigentlich fast jedes Wochenende, mit einem Bibliotheksbesuch. Das Runzelfüßchen möchte für sich und ihren Bruder neue Bücher ausleihen und auch wenn ich mich über die Schlepperei ärgere, ich freue mich so sehr, dass meine Kinder Bücher so sehr mögen. Herrn Annika sind die Bücher noch nicht sooo wichtig, er nimmt, was er kriegen kann. Aber das Runzelfüßchen wägt ab, blättert durch welches Buch sie interessiert und welches nicht. Ich mag das.
Leider ist das Buch, auf das ich es abgesehen habe dann doch schon ausgeliehen.


Anschließend sind wir hungrig und gehen in einen Bäcker, der eine Kinderspielecke hat. Die Kinder wollen gar nicht mehr gehen und wir Eltern müssen darüber schmunzeln wie sehr die Zwei Spaß miteinander und einem Plastikspielhaus haben können. Da werden Türe zugeschlagen, vor dem Abschied gewunken und Post verteilt. Auch wenn ich solch ein Monstrum nicht bei uns in der Wohnung möchte, ich mag es, den Kindern beim Spielen darin zuzusehen.
Später, davon gibt es kein Foto, waren wir im Fahrradladen. Wir wollen gern ein neues Rad für meinen Mann und mich kaufen, also wenn das Lastenrad mal nicht im Einsatz ist. Leider gibt es keine Räder in der für uns gesuchten Größe. Dafür fährt das Runzelfüßchen mal ein Fahrrad Probe. Ich halte es für zu früh, aber sie will es unbedingt versuchen.

Freitag, 25. August 2017

Interview mit Mama denkt: Wie wir mit uns nicht so streng sind



Nachhaltigkeit im Familienleben, das ist ja gar nicht so einfach. Weil ich da noch ganz schön viel lernen kann habe ich mal bei Rachel angefragt. Sie schreibt auf "Mama denkt" über ihren Weg und gibt jede Menge Tipps rund um die Themen Achtsamkeit und nachhaltiges Leben.
Für dieses Interview hatte ich einen konkreten Aufhänger, aber beim Lesen werdet ihr merken: Rachel hat einen ganz tollen Blick auf das Leben, da sind die Themen irgendwie oft auch miteinander verwoben.

Liebe Rachel, stellst du dich mal bitte kurz vor?

Hallo, liebe Andrea und hallo ihr lieben Runzelfüßchen-Blogleser. Wie schon gesagt, mein Name ist Rachel und ich bin vieles. Zum einen Mutter dreier Kinder, Bloggerin auf MamaDenkt, diplomierte Sozialarbeiterin, unterwegs in Sachen Nachhaltigkeit und begeistert von ökologisch wertvollen Ideen.
Zum anderen mag ich es Dinge zu durchdenken, ja, der Blogname ist Programm, und im Anschluss konkret umzusetzen. In den vergangenen Jahren haben wir viel vom Minimalismus gelernt, haben unseren Besitz reduziert, unsere vier Wände ausgemistet und gelernt auf unser Herz zu hören. Wir sind noch nicht an dem Punkt, den ich mir für uns als Familie wünsche. Aber das kommt und wenn ich eins gelernt habe, dann mir und meiner Familie keinen Druck zu machen, sondern gut mit uns umzugehen. Was passt, das passt. Dinge, die sich nicht in unserem Alltag umsetzen lassen, werden erst einmal verschoben und zu einem anderen Zeitpunkt auf andere Weise ausprobiert.

So, ich habe ja ganz konkrete Fragen an dich. Und ich hoffe sehr, du kannst mir helfen. Ich habe vor ein paar Tagen gedacht: jetzt oder nie, ich entrümpel mal einen klitzekleinen Teil meines Lebens und griff zum Handy. Denn ich gebe zu: Da sammelt sich über die Jahren ganz schön was an. Kennst du das auch?

Aber natürlich. Wenn ich da an meine Bilder auf meinem Handy denke… Junge, Junge.

Beim Löschen von über 100 Kontakten dachte ich: Wieso ist das denn nur so schwer, hier mal zu entrümpeln? Wieso, glaubst du, hängen wir an Kontakten die wir jahrelang nicht kontaktiert haben?

Puh,… wieso hängst du an einem Kleidungsstück, das dir schon längst nicht mehr passt, weil es viel zu groß oder, in meinem Fall, viel zu klein ist? Wieso fällt es dir schwer das erste gemalte Bild eines deiner Kinder, oder den ersten Strich oder was auch immer in die blaue Tonne zu werfen?



Mittwoch, 23. August 2017

Das Telefon ausmisten



Jetzt mal Hand hoch, wer von euch entrümpelt regelmäßig sein Telefon?
Ich mache das NIE! Ehrlich, nie. Weil ich immer eine diffuse Angst habe, dass ich die Nummer, die ich vor sieben Jahren eingespeichert habe, doch noch mal irgendwann brauchen könnte.

Jetzt oder nie: Telefon ausmisten


Neulich aber dachte ich: Jetzt oder nie. Schau dir dein Telefon doch mal ganz genau an.
Immerhin übertrage ich in regelmäßigen Abständen die Fotos und Videos, immerhin! Aber gerade meine Kontaktliste ist seit, Jahrzehnten Jahren unberührt. Da tummeln sich Kontakte aus meinem Studium, das ich vor sehr vielen Jahren abgeschlossen habe.
Und es sind neue Menschen dazugekommen, vor allem andere Eltern.
Ich nahm also meine Kontaktliste: 376 Kontakte waren darin. Ist das viel? Oder wenig? Ich kann mit Sicherheit behaupten, dass ich nicht 376 Menschen aktuell in meinem Leben habe, mit denen ich mich austausche.


Dienstag, 22. August 2017

Papa bloggt: Wann machst Du denn wieder Elternzeit?


Vor wenigen Wochen war ich noch mit meiner Familie auf Korsika, genoss die Zeit mit meinen Kindern und meine Arbeit war sehr weit weg. Acht Monate Elternzeit mussten aber ein Ende haben und seitdem bin ich wieder im Büro angekommen. Während mein Sohn sich wenig beschweren kann, dass tagsüber wieder nur seine Mama für ihn da ist, kann ein anderes Familienmitglied ihre Sehnsucht nach mir sehr wohl mitteilen. Elternzeit ist scheinbar nicht nur für die Kinder gut, die gerade auf die Welt gekommen sind.

Ich vermisse meine Kinder und meine Kinder vermisssen mich


Dass Herr Annika mich vermisst, kann er noch nicht sagen. Aber vieles spricht dafür. Während ich vor ein paar Monaten noch Vermutungen anstellte, ob mein Sohn ein Mama- oder Papakind ist, kommt mir diese Frage mittlerweile aberwitzig vor. Wie konnte ich nur daran zweifeln, dass mein Sohn kein "Eltern-"kind ist? Seitdem ich wieder morgens auf die Arbeit gebe, oder besser gesagt, das Runzelfüßchen und ich in den Kindergarten fahren, ist für Herrn Annika schwerer Kummer angesagt. Er will mit uns mitgehen und fängt auch an, seine Schuhe anzuziehen und seinen Fahrradhelm zu holen, wenn er uns Flur sieht wie wir uns fertig machen. Nachdem wir uns verabschiedet haben, hören wir ihn noch lange weinen. Es bricht mir jeden Tag aufs Neue das Herz. Er will mit, aber das geht leider noch nicht. Und dreimal dürft ihr raten, wer an der Tür steht, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme.... natürlich mein Sohn.

Sonntag, 20. August 2017

Von Röcken und Regen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende waren wir viel unterwegs. Geburtstage wollten gefeiert werden. Und dafür brauchte ich jede Menge Röcke. Denn das war DAS Geburtstagsgeschenk für alle. Und, kleine Vorwarnung: Ich bin doch das ein oder andere Mal ziemlich glücklich gewesen.

Samstag, 19. August 2017


Nach dem Frühstück spazieren wir los. Zur Bibliothek, natürlich. Auf dem Weg findet das Runzelfüßchen Nüsse, die wir genau untersuchen müssen. In der Bücherei suchen sich die Kinder mittlerweile ihre Bücher vollkommen selbstständig aus. Es gibt kleine Körbe und diese packen sie bis oben hin voll mit allem, was ihnen gefällt. Ich frage außerdem mal wieder nach Büchern rund um das Thema Tod, denn mein Runzelfüßchen hat daran nach wie vor großes Interesse und weitere Fragen. Der Bibliothekar schien ehrlich erfreut, dass mal jemand auch nach solch einem Thema fragt und überschlug sich mit der Recherche und guten Tipps. Ich mag das ja, wenn Menschen ihre Arbeit so sehr mögen.

Wieder Zuhause setze ich mich ans Geschenkeverpacken. Wir sind zur Geburtstagsfeier von Runzelfüßchens Freundin eingeladen. Meine Tochter wünschte sich identische Röcke für ihre Freundin und sich. Na, dem Wunsch entspreche ich natürlich gern. Ich habe meinem Kind die Farbauswahl überlassen, denn sie ist ja die, die damit herumläuft. Und ich liebe ihren Kleidungsstil. So auch das Ergebnis, die zwei kunterbunten Bauernhof-Röcke erhellen mein Gemüt.


Mittwoch, 16. August 2017

Lästern über Mütter



"Sag mal, hast du die Mutter von Chiara gesehen? Die hat aber ordentlich zugelegt, oder?"
"Ja stimmt, na, der scheint es in der Elternzeit ja gut zu schmecken!"
"Wenn man sich dagegen die Mutter von Matthias anguckt - die ist ja nur noch Haut und Knochen. Das sieht auch gar nicht schön aus!"

Mütter lästern über Mütter


Solchen Gesprächen muss ich öfter beiwohnen und doch bin ich jedes Mal auf Neue darüber schockiert. Denn die Frauen, die da über die Körpermaße anderer Frauen lästern, die sind selbst Mütter von kleinen Mädchen. Und erklären immerwieder, wie wichtig für sie ein gesundes Körperbild ist.

Perfekte Frauenkörper


Da frage ich mich: Wie genau passt das zusammen? Wie können diese Frauen auf der einen Seite über die Körper anderer Frauen urteilen und dann glauben, dass ihre Mädchen starke, selbstbewusste Frauen werden, die auf sich und ihren Körper stolz sind. Bedeutet es eigentlich nämlich doch nur, dass Frauen auf ihren Körper stolz sein können wenn er in den Augen der meisten Menschen "perfekt" ist, also nicht zu dick und nicht zu dünn?


Dienstag, 15. August 2017

Papa bloggt: Hörspiele für Kleinkinder



Seit einiger Zeit sind Hörspiele bei uns der letzte Schrei. Das Runzelfüßchen möchte sie eigentlich die ganze Zeit hören - nur wir Eltern schränken sie ein wenig ein. Hörspiele sind mit Sicherheit besser als Fernsehen, aber auch mit diesem Medium sollte man bewußt umgehen. Warum das so ist und wie wir überhaupt an unseren "Stoff" kommen, schreibe ich euch heute mal auf.

Die Liebe für Bücher bleibt ungebrochen


Meine Tochter liebt Bücher, die wir ihr vorlesen. Sie mag es auch, mal alleine ein Buch anzuschauen, was sie sehr gut kennt. Dabei schaut sie die Bilder an und erzählt sich die Geschichte selber. Und eigentlich finde ich das auch sehr schön - wir sitzen nebeneinander, sie stellt mir Fragen, wenn sie etwas nicht versteht und wir können uns über das Buch unterhalten. Ich finde, so sollte es eigentlich fast immer sein. Zumindest solange meine Tochter noch so klein ist. Mit drei Jahren können Medien sie auch überfordern.

Geschichten hören


Ich kann gar nicht genau sagen, wie es anfing oder wo? War es im Kindergarten oder zuhause? Aber das Runzelfüßchen fing an Geschichtenlieder zu hören. Mimmelitt und Traumzauberbaum waren die Anfänge. Wer beides nicht kennt: beides sind Klassiker aus der ehemaligen DDR.
Lieder wechseln sich ab mit Erzählpassagen, dabei sind die Lieder selbst auch kleine Geschichten. Sehr nett auch für die Eltern, solange man sie noch nicht 100mal gehört hat. Aber selbst der Traumzauberbaum hat ein "Gespensterduett", was sich gruselig anhört und von meiner Tochter gerne übersprungen wird. Oder wenn es bei Simsala Grimm gruslig wird, dann kann das Runzelfüßchen mit mir kuscheln.

Sonntag, 13. August 2017

Vom Entspannen und Arbeiten - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Leben mit Kindern in Berlin Elternblog Mamablog Homeoffice mit Kind
Dieses Wochenende war das letzte Ferienwochenende. Ab Montag geht für das Runzelfüßchen der Kindergarten wieder los und ich kann wieder ein bißchen mehr duchatmen. Denn neben dem Feriendienst habe ich ja auch noch all meine Arbeit. Und einen neuen Blog. Ich bin gespannt was ihr sagt!

Samstag, 12. August 2017


Runzelfuesschen Leben mit Kindern in Berlin Elternblog Mamablog Homeoffice mit Kind
Herr Annika hat eine neue Puppe. Seit über einem Monat schmachtet er die Puppe seiner Schwester an, so dass wir beschlossen haben: Genug, er braucht eine eigene. Und diese hier hat er sich ausgesucht. Ich muss schon sagen: Es ist nicht wirklich einfach eine Puppe für Jungs zu finden. Also eine, die nicht kreischend rosa ist und Kleidchen trägt. Die Puppe kam mit genau diesen Sachen, aber diese wanderten zum Runzelfüßchen und ihrem Schatz. Dennoch fragte ich auf Facebook nach Empfehlungen für Puppenkleidung zum Selbernähen.

Runzelfuesschen Leben mit Kindern in Berlin Elternblog Mamablog Homeoffice mit Kind
Aber erstmal in die Bibliothek. Wie jedes Wochenende. Das Wetter war auch entsprechend, es regnete, da macht so ein Besuch doch gleich noch mehr Spaß. Vielleicht weil gerade Ferien sind war es ziemlich leer dort und es gab für die Kinder unglaublich viele Bücher zu entdecken. Ich mag das sehr, dass auch Einjährige dort fündig werden können.

Mittwoch, 9. August 2017

Alleinerziehende nerven - eine Beobachtung



Am Wochenende hatte ich ein sehr irritierendes Erlebnis im Bus. Ich freute mich auf eine ruhige Fahrt, einfach mal Gedanken schweifen lassen. Leider nahmen mir gegenüber zwei Männer Platz die lautstark anfingen sich über die Nachbarin des Einen, nennen wir ihn einfach Paul, zu beschweren. Pauls Nachbarin, so erfuhr ich leider auch, ist alleinerziehend. Und "die schreit das Kind den ganzen Tag an. Muss man sich mal vorstellen, die Alte brüllt und brüllt und brüllt."

"Solche Leute sollten besser keine Kinder kriegen"


Pauls Freund, sagen wir, Axel, nickte. "Boah, schlimm, oder? Solche Leute sollten besser keine Kinder kriegen." An der Stelle wollte ich ja bereits das erste Mal einschreiten. Ich kenne selbstverständlich die Frau nicht um die es geht. Aber ich vermute einfach mal, dass sie sich nicht ausgesucht hat alleinerziehend zu sein. Oder vielleicht doch. Aber selbst wenn, dann ist ihr Gebrüll nicht schön, aber vielleicht auch Ausdruck ihrer Überforderung.


Dienstag, 8. August 2017

Papa bloggt: Einfach nur saubere Spielplätze


Sandkasten

Wir waren die letzten Tagen sehr oft auf Spielplätzen. Immer, wenn ich nach Hause kam, wollten Herr Annika und das Runzelfüßchen mit mir praktisch um die Häuser ziehen. Und in der Regel gibt es für mich nach der Arbeit fast keine Beschäftigung, die mich mehr runterbringt. Einfach die beiden auf mir, neben mir und um mich herum spielen zu sehen, entspannt mich ungemein. Meine Tochter spielt natürlich auch alleine mit anderen Kindern und Herr Annika buddelt, klettert und läuft herum. Meine Entspannung war aber bei einem unserer letzten Spielplatzbesuche ziemlich dahin.

"Die Hölle, das sind die anderen"


Ich wollte schon immer ein Sartre-Zitat loswerden (hiermit dann mal erledigt), aber schon öfters habe ich mich auf Spielplätzen über die anwesenden Eltern geärgert. Über die, die die Kinder nicht einfach mal machen lassen. Die, die bei kleinsten Konflikten dazwischen gehen wollen ohne den Kinder die Freiheit zu lassen, ihre Konflikte selbst miteinander zu lösen. Aber das Problem waren dieses Mal gar nicht die Anwesenden. Das Runzelfüßchen, Herr Annika und ich wippten auf einer Schaukelwippe. Meine Tochter saß mir gegenüber, Herr Annika wurde von mir festgehalten und wir hatten einen tollen Spaß. Plötzlich meinte das Runzelfüßchen: "Pass auf Papa, da sind Fliegen." Während ich noch über die vermeintlich gefährlichen Fliegen lachte, verging mir das selbige doch sehr schnell. Denn die Fliegen kreisten fröhlich um die Hinterlassenschaft eines Hundes. Im Sandkasten, ein Meter neben der Wippe.

Sonntag, 6. August 2017

Vom Draußensein - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende ging es endlich mal wieder raus. Meine Knie sind ein bißchen besser, da musste ich es natürlich sofort wieder übertreiben und raus raus raus.

Samstag, 05. August 2017


Wir stehen recht früh auf, denn wir haben Großes vor! Vor ein paar Wochen waren wir beim Lastenrad-Händler Kiwibikes und sind Probe gefahren. Dann waren wir wieder da und haben uns ein Rad ausgeliehen um Probe zu fahren und herauszufinden, ob das ausgesuchte Rad nun wirklich das Passende ist. Dann haben wir bestellt und gewartet. Und heute durften wir es endlich abholen! Obwohl endlich gar nicht stimmt, denn in Wirklichkeit haben wir nur knapp zwei Wochen aufs Rad warten müssen, das dauert normalerweise auch länger.
Ich habe mich mit dem Gedanken an einen Fahrradanhänger für die Kinder einfach nicht anfreunden können. Klar ist, so ein Lastenrad kostet natürlich viel mehr Geld als ein Anhänger, aber wir haben Hilfe aus der Familie bekommen, wofür ich echt dankbar bin.
Die erste Runde mit dem Rad darf mein Mann machen, aber eigentlich auch nur weil ich Angst um meine Knie habe.
Ich fahre derweil mit dem Bus und überhöre wie zwei Männer über eine Alleinerziehende ätzen. Ich kann nicht an mich halten und kommentiere es. Die darauf folgende Diskussion ist ziemlich hitzig und unschön. Als ich schon aussteigen will weil ich das nicht mehr ertrage wendet sich das Blatt. Was mich sehr versöhnt zurück lässt. Ich berichte am Mittwoch mal genauer davon.


Mittwoch, 2. August 2017

Wir schreiben ein Buch zusammen

Runzelfuesschen Elternblog Buch ueber Geburt Wir schreiben zusammen ein Buch


Klingt gut, oder? Wir schreiben alle zusammen ein Buch! Ob das ein schönes Buch wird weiß ich noch nicht. Im Moment weiß ich nur: Ich will das machen. Mit euch! Und ich hoffe, ihr helft mir. Mit euren Geschichten, euren Ideen, eurer Kritik. Wenn jemand jemandem im Verlag kennt umso besser, aber ich denke, auch als EBook wird dieses Buch seine Berechtigung finden.

So, nun aber erstmal zum Wesentlichen, oder? Das Thema des Buches nämlich: Geburt in Deutschland!

Immer wieder schicken mir einige von euch ihre Geburtsberichte. Das freut mich sehr, weil ich wirklich gern lese, wie andere ihre Geburten erfahren haben. Und es ehrt mich, dass ihr mich so sehr ins Vertrauen zieht. Denn das, was ich da lese, das lässt mich manchmal wirklich geschockt zurück! Weil ihr so unfassbares erleben müsst, weil euch dann auch noch das Gefühl gegeben wird, ihr seid das Problem. Dabei ist es das Gesundheitswesen. Spontane Geburten ohne Intervention aber mit zugewandten Hebammen in der Alleinbetreuung sind nicht lukrativ, das wissen wir glaube ich alle. Gefühlt werden sie auch deswegen immer weniger, aber das ist nur mein Gefühl.


Dienstag, 1. August 2017

Papa bloggt: Die Drei-Sekunden-Geburt



Ich muss zugeben, dass ich gerne Science Fiction-Sendungen sehe. Während Andrea das überhaupt nicht mag, stehe ich total auf Filme und Serien, die in der Zukunft spielen. Als ich letztens "Falling Skies" schaute, musste ich mich doch sehr über die Darstellung der Geburt wundern.

Sciene Fiction zur Geburtsvorbereitung?


Bei "Falling Skies" geht es um eine Gruppe Überlebende, die eine Alien-Invasion bekämpfen. So ein wenig ähnelt die Serie "The Walking Dead", nur mit Aliens, weniger Gewalt, mehr Patriotismus und mehr "Romantik". Wenn ich sie bewerten müsste, würde ich ihr wohlwollend sechs von zehn Punkten geben. Dabei passierte etwas, was in jeder TV-Serie irgendwann mal passieren muss. Der Held, der Anführer, und die Heldin, eine Ärztin, bekommen einen Kind. Ein paar Folgen war die gute Frau schwanger und bis zuletzt arbeitete sie daran, die menschlichen Kämpfer wieder mit ihrer Kunst zusammenzuflicken. Von Mutterschutz war keine Rede, aber vielleicht ist das dann so, wenn Aliens die Menschheit überfallen?

Keine Geburt ist so schnell wie die im Fernsehen


Ich weiß, dass man Geburten im Fernsehen nicht ernst nehmen soll. Aber es fällt immer wieder auf, wie schnell solche Entbindungen ablaufen. So auch bei Falling Skies: Die Fruchtblase platzte, sofort kamen ohne Ende Wehen. Kurz nach dem Hinlegen, Geburten im Fernsehen finden immer liegend statt, musste die Frau ein wenig pressen unter Schmerzen. Wenige Sekunden sah man die Mutter glücklich mit dem Baby auf dem Arm und alles ist wieder in Ordnung. Zumindest hatte das Baby bei Fallins Skies noch eine Nabelschnur, so weit ich mich erinnern konnte.

Verändern die Bilder unsere Wahrnehmung?


Ich habe bislang zwei Geburten erlebt, die von Herrn Annika und dem Runzelfüßchen, aber bestimmt schon hundert Geburten im Fernsehen oder im Kino. Je nach Genre sind diese lustig, dramatisch, ein wenig blutig (aber nur ein wenig), aber sie haben mit der Realität wenig gemeinsam. Ich frage mich, ob diese Bilder es Müttern und Vätern leichter machen, mit Geburten umzugehen als wenn es diese Darstellung nicht gäbe. Für manche Menschen sind auch Darstellungen, die wenig realistisch sind, vielleicht schon zu viel. Denn nicht alle Geburten sind schön. Für andere, die noch keine Geburt selbst erlebt haben, wird vielleicht eine falsche Erwartung ausgelöst. Als wäre alles ganz einfach und würde immer sehr schnell gehen. Ich dachte zum Beispiel, dass im Kreißsaal die ganze Zeit eine Hebamme bei einem ist. Aber eigentlich waren wir als Paar sehr lange einfach zu zweit.

Gab es schon mal ein Wochenbett in einer Fernsehserie?


Nachdem also die Geburt in dieser Serie ein Klax war,  kam das Wochenbett. Es kam natürlich nicht, denn nach einer Woche arbeitete die Ärztin wieder Vollzeit in der Krankenstation. Die Aliens machten ja auch kein Wochenbett. Das Baby versorgte irgendjemand anders oderes  sich selbst. Stillen war auch kein Thema.

Ob die Darstellung von Geburten dramatisch sinnvoll, emotional aufrührend oder überflüssig sind, kann ich gar nicht sagen. Aber ich glaube, dass diese Bilder in ihrer Wiederholung einen Einfluss darauf haben, wir Eltern Geburten wahrnehmen und wie sie darauf vorbereitet werden.

Ärgern euch Geburtsdarstellungen in Serien oder Filmen? Oder seht ihr euch das gerne an, wenn eine "Geburt" gezeigt wird?