Freitag, 19. Mai 2017

Mein Kind schläft nachts nicht



Viele von euch wollen wissen: Hat sich die Schlafsituation bei uns verändert? Gehts inzwischen besser oder bist du immernoch jede Nacht wach?
Die traurige Nachricht: Ich schlafe immernoch genauso schlecht. In den richtig schlechten Nächten bin ich im Halbstundentakt wach, weil Herr Annika unruhig ist, gestillt werden will oder ganz unbedingt Nähe braucht.

Zwei Stunden Schlaf am Stück


In weniger anstrengenden Nächten (wie man das in dem Zusammenhang halt so sieht), habe ich auch mal zwei Stunden Schlaf. Mehr aber ist es immernoch nicht. In den Nächten ist Herr Annika dann aber auch RICHTIG wach. Er setzt sich hin, klatscht in die Hände und versucht seine Schwester zum Spielen zu animieren. Die will aber schlafen weswegen ich erst lachen muss und dann natürlich dafür sorge, dass beide wieder einschlafen (obwohl das Runzelfüßchen wirklich mit einem festen Schlaf gesegnet ist und sehr selten wach wird.)

Dauermüde Mama


Zur Zeit arbeite ich auch noch sehr viel, was einerseits toll ist, weil es zeigt, das meine Arbeit gefragt ist. Andererseits ist es eine Katastrophe, weil ich so auch auf meine morgentliche Schlafrunde verzichten muss.
Die, das gebe ich freimütig zu, hat mich bisher immer gerettet. Denn von 7.30 bis 9.30Uhr konnte ich zwei Stunden durchschlafen, ohne jede Störung. Diese Zeit war mir immer kostbar, gerade fällt auch sie weg.

Tipps zum Babyschlaf - von Eltern für Eltern


Ich bin so unfassbar müde und habe daher so gar keinen Rat für euch. Momentan verfahre ich nach der Devise: Augen zu und durch. Weil das aber irgendwie deprimierend ist und euch, die ihr vielleicht in der gleichen Situation seid gar nicht hilft, habe ich mal rumgefragt wie andere das so machen. Das Schöne ist: Alle behaupten es würde besser werden. Und an diese Hoffnung klammere ich mich. Ihr euch auch?



Entspann dich - und die Kinder



Ulrike, eine Freundin von mir und Teil von Maternita, schreibt folgendes:

"Während ich bei meiner Tochter noch dem gängigen Schlafregeln gefolgt bin, sie anfänglich versucht habe in ihr eigenes Bett zu legen (was natürlich total gescheitert ist) und sie auch schon mit etwas über einem Jahr ins eigene Zimmer umsiedelte, haben wir das mit dem Sohn gleich ganz anders gehandhabt. 

Wir haben uns ein Familienbett zugelegt (2,60 m breit), ich stille ihn nach Bedarf (auch nachts) und schlafe dabei einfach weiter. Die Tochter ist natürlich auch wieder zu uns zurückgesiedelt 😉 Abends begleiten wir beide Kinder in den Schlaf. Manchmal nervt mich das, weil so wenig Zeit für uns bzw. mich bleibt, aber dann erinnere ich mich daran, wie schnell das auch wieder vorbei geht und, dass es diese Momente sind, an die ich mich dann zurücksehnen werde. 

Wenn der Sohn mich nachts zu sehr fordert, kann es schon sein, dass ich auch mal maulig werde, und ich sag ihm hin und wieder, dass die Milchbar geschlossen ist und es erst am morgen wieder etwas gibt. Das hilft ganz gut, weil er das mit knapp 2 schon super versteht und den Durst dann auch mit Wasser löschen kann. 

Müde machen mich vor allem lange Abende, viel Arbeit und wenig Zeit zum Entspannen - also eher das Umfeld als die Kinder. Und ich sehe auch an der Tochter, wie sich das Schlafverhalten entwickelt und entspannt. Das Schlafthema ist bei uns also eigentlich kein Thema mehr, seitdem wir es so machen, wie es unserer Familie guttut."

Guter Schlaf dank Urlaub


DAS kann ich, Andrea, an sich bestätigen. Denn, oh Wunder, in Thailand, als wir alle wirklich tiefenentspannt waren, da konnte ich auch mal drei, vier Stunden am Stück schlafen. Auch das waren Ausnahmen, aber es gab sie. Und mir zeigte das: Herr Annika kann das schon. Wenn wir alle entspannt sind und nicht von irgendwelchen Alltäglichkeiten getrieben. Das Problem in meinem Fall (und vielleicht auch euren) aber ist ja: Diese Alltäglichkeiten gibt es. Die kann ich nicht wegschieben, wegdiskutieren. Ich kann nicht immer nur im Urlaub leben. Deswegen brauche ich eine andere Strategie. Oder mehr Durchhaltevermögen.  

Nicht durchschlafen seit 19 Monaten


Melanie, zweifache Jungsmama, von Lalemie kennt das mit den Schlafproblemen nur zu gut:

"Der kleine Lausbub ist nun knapp 19 Monate und ich werde gerne mal
ungläubig angeschaut wenn ich sage, dass ich seit 19 Monaten nicht mehr durch geschlafen habe. Rituale sind uns sehr wichtig. Wir begehen die Abende ruhig, es wird eine Stunde vor dem Schlafen nicht mehr getobt, sondern gekuschelt und gelesen.

Ich achte darauf, dass die Umgebung ruhiger und dunkler wird und wir begehen jeden Abend die gleiche Routine. Ich versuche ihn möglicht müde ins Bett zu legen. Auch wenn das eventuell bedeutet ihn eine Stunde später ins Bett zu bringen. Ich bleibe immer bei ihm, sein Bett grenzt direkt an meinem Bett, bis er eingeschlafen ist. Auch hier kann das gerne noch bis zu einer Stunde dauern. Das kommt glücklicherweise aber nur noch sehr selten vor, z.B. wenn der Tag sehr aufregend war. Unsere Abendroutine in Bildern:

Einige Abende und Nächte sind ruhiger als andere. Es gibt aber auch Nächte, da ist er wirklich wach und möchte spielen, singen und lachen und vor allem ganz viel Krach machen. Und wir stehen dann auch tatsächlich auf und gehen ins Wohnzimmer und spielen, denn das Bett ist zum Schlafen und nicht zum Spielen. In diesen Nächten denke ich gerne an den Spruch meiner Mutter, "Genieße es, sie werden so schnell groß!", oder an die vielen anderen Eltern, die nun genauso wie ich, neben ihren ebenfalls wachen Kindern sitzen und sie beruhigen, ihnen vorlesen, etwas vorsingen oder so wie ich, mit ihnen spielen.

Zombie-Mama dank Durchschlafprobleme


Tina schrieb mir eine so nette Mail, ich war sehr gerührt.Auch sie kennt diese Schlafprobleme.

„Wir haben fast 18 Zombie-Monate hinter uns - mit teilweise zehn Unterbrechungen pro Nacht. Und um uns herum zumindest gefühlt nur Kinder, die alle schon durchschliefen, das war wirklich hart. Seit ein paar Wochen schläft unser frischgebackener Zweijähriger jetzt auch besser - und besser heißt hier: mit ein bis zwei Unterbrechungen pro Nacht. 
 
Was wir „gemacht“ haben? 
Gar nichts, es ist einfach so passiert. Natürlich haben wir vorher alles ausprobiert und auch einige Veränderungen an seiner Schlafumgebung vorgenommen - aber ob es daran lag? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. 
 
Bei einer Sache bin ich mir aber sicher: Durchschlafen ist keine Erziehungsleistung. Es ist überhaupt keine Leistung. Und deshalb sollte man einfach ganz undogmatisch und pragmatisch versuchen, die Zombienächte einigermaßen zu überstehen.“
 https://kindkuechechaos.com/2017/04/18/das-ewige-lied-vom-schlafen/

Durchschlafen ist keine Leistung


Ach Tina, danke für diese Sätze! Sie haben mir so gut gefallen, ich musste sie einfach fett markieren. Denn das ist so elementar wichtig: Eltern die Kinder haben die gut schlafen habe genauso viel richtig oder falsch gemacht wie Eltern, deren Kinder so gar nicht schlafen. Ich weiß da ziemlich genau wovon ich spreche, denn das Runzelfüßchen schlief mit acht Wochen durch. Und Herr Annika eben so gar nicht. Ich erziehe doch aber beide Kinder gleich. Sie sind nur unterschiedlich und eins wollte eben gern schlafen, das andere nicht.

Nächtliches Abstillen - eine Lösung?


Daniela von "Die kleine Botin" erzählt, dass das nächtliche Abstillen ihre Schlafsituation entspannt hat.  

"Bei mir war es erst die zweite Tochter, die nachts ihren Willen deutlich gezeigt hat. Zwei Jahre lang hab ich sie gern und oft gestillt, tlw. stündlich. Dann haben wir sanft aber bestimmt abgestillt. Ich hatte das Gefühl, ihre Bereitschaft zu  erkennen, weil sie geäußert hat, sie will in ihrem Bett (im Kinderzimmer) schlafen. 
 
Das Bett stand dort schon lang und war immer ein Kuschelplatz. Dem Wunsch bin ich gern nachgekommen und wenn sie nachts wach wurde, und stillen wollte, dann hab ich sie getröstet, getragen, gehalten. Das half mittelprächtig in den ersten beiden Nächten: Sie war nach einiger Zeit nicht mehr traurig, sondern wütend, hat mich weggeschoben und ist dann eingeschlafen. Nach der dritten Nacht hat sie „versehentlich“ ;)) durchgeschlafen.

Das ist nun ein Jahr her und wir haben dann tagsüber noch bis Ende Dezember weitergestillt! Insgesamt 32 Monate. http://diekleinebotin.at/2017/01/28/32-monate-stillen-wie-es-dazu-gekommen-ist/

Von meiner Sicht aus hing es hier schon mit dem Stillen zusammen, wobei es gefühlsmässig keine längeren Nächte gebracht hätte, früher abzustillen. Ich habe den Eindruck, dass sie zwar enttäuscht war, dass sich jetzt was ändert, es aber dann auch ok war. Das entspricht ihrem Naturell in vielen Dingen, die ich für sie entscheiden muss und die sie erst „nicht so cool“ findet.

Die derzeitige Bett- bzw. Schlafsituation ist eine flexibel Lösung: Alle schlafen meist im eigenen Bett ein und kommen dann gegen Morgengrauen. Nicht jede Nacht, aber wenn dann ist es gut!"
 

Noch nicht Abstillen

 
Ich muss sagen, über Abstillen habe ich nachgedacht. Aber die Idee wieder verworfen. Mir erscheint es für Herrn Annika zu früh.  
Für die unter euch, die das aber passend finden, ich habe dazu auch einen guten Artikel bei Danielle und Katja von "Das gewünschteste Wunschkind" gefunden.

Was, wenn ich das Familienbett nicht mag?


Ganz allgemeine Infos rund ums Thema Familienbett und vor allem die Frage: Was, wenn wir das Familenbett nicht mehr wollen? gibt es beim Verein Bindungsträume.

"Das Familienbett kann ein großartiger Fixpunkt zu Hause sein und das Schlafthema zu einem Nicht-Thema machen. Es ist einfach da, Schlafen gehört dazu, ohne Kämpfe, ohne Stress, ohne nächtliches Gewander, Rufen und Suchen. 
 
Doch was ist, wenn das Familienbett auf einmal nicht mehr für alle die richtige Lösung ist? Wenn ein Elternteil trotz größtem Matratzenplatz immer Füße im Rücken hat und kontinuierlich wach wird oder Schmerzen spürt, weil er so krumm liegt? Wenn ein Geschwisterkind immer wach wird, weil ein anderes nachts mehrfach lauthals aufschrecken? Wenn einer der Schläfer morgens immer übermüdet ist, weil ein anderer schnarcht? Wenn die Schlaf-Wach-Rhythmen so gar nicht mehr harmonieren wollen - oder die Wünsche nach Dunkelheit und Beleuchtung? 
 
Wir haben ein bisschen Inspiration zu anderen Schlaforten gesammelt...manchmal zeigen die Kinder, wie es gehen soll; man muss nur genau hinschauen. Und manchmal muss man selbst auf clevere Ideen kommen und braucht dafür gar nicht immer irre viel Platz und neue Möbel für viel Geld. 

Eure Erfahrungen und Tipps


Habt ihr noch weitere Tipps was euch geholfen hat? Oder wollt ihr berichten wie es bei euch so funktioniert mit dem Schlafen oder Nichtschlafen?  Ich würde die Liste hier gern erweitern. Um anderen Eltern zu zeigen: Ihr seid nicht allein. Wir sind viele. Und wir können uns gegenseitig Halt geben. Macht ihr mit?

Kommentare:

  1. Bei beiden Kindern (Kind 1 von Geburt an schlechte Schläferin, Kind 2 von Geburt an unkomplizierte Schläferin, beide einschlaf- 2 bzw. 1,5 Jahre gestillt), schliefen nachts durch ab dem Zeitpunkt, als ich das Einschlaf- und Nachtstillen (tagsüber war dad Stillen uninteressant) aus verschiedenen Gründen beendet habe / beenden musste. Beide (2 und 5) schlafen im mittlerweile im eigenen Bett (Kind 2 mit 2 Jahren, Kind 1 erst jetzt mit 5) - sie sind aus dem Familienbett ausgezogen, als sie es wollten.

    Glaub mir, alles gibt sich mit der Zeit, auch wenn das nach Phrasendreschen klingt. Es ist wirklich so.

    LG Steffi

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  2. 2 Stunden am Stück... und ich bin schon froh, wenn der Kleine nachts nicht 90 min Party macht. 3 Stunden wären ein Traum,... Trotz Familienbett, Tragetuch und stillen kann der Zwerg nicht richtig abschalten. Auch tagsüber nur ganz schwer (im Durchschnitt insgesamt 35 min.). Wir begleiten ihn da durch. Wir sind da. Irgendwann setzt das Sandmännchen ihn auf die allabendliche Route und alles ist gut ��
    Schön zu lesen, dass man nicht "alleine" ist.
    Danke��

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  3. Hier ist es ja seit fast 19 Monaten sehr ähnlich, wobei es immerhin seit so drei Monaten in Bewegung ist. Erst kam es immer regelmäßiger vor, dass mein Sohnemann abends 2-3 Stunden am Stück schlief und ich so zumindest mal wieder eine Pause hatte und Zeit mit mir und meinem Mann. Dann vor 3 Wochen schlief er zum ersten Mal 5 Stunden am Stück und letzte Nacht gerade 7! Es gibt immer noch die richtig anstrengenden Nächte, wirklich wach und auf waren wir jetzt schon länger nicht mehr. Zu sehen, dass es tendenziell besser wird hilft mir. Und ansonsten: Schlaf und Entspannung, Zeit für mich, die mir mein Mann verschafft, wann immer er kann.
    Und wir haben nichts geändert, ich stille weiter nach Bedarf und wir schlafen im Familienbett, haben unsere Rituale und einen recht regelmäßigen Rhythmus.

    Ich kann nur alle Mütter ermutigen, die Belastung voll zu teilen und sich, wenn irgendwie möglich, Hilfe zu holen. Im letzten Herbst ging es mir wirklich nicht mehr gut mit dem Schlafentzug und das hat mich sehr erschreckt. Also, achtet auf euch.

    Liebe Grüße
    Julia

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  4. Vielen Dank für den schönen und ehrlichen Beitrag! Mir hilft es immer total, dass wir mit unserer Schlafsituation nicht alleine sind. Unsere große Tochter (2 3/4) hat schon immer eher "schlecht" geschlafen: Nächtliches Dauerstillen, bis sie 20 Monate alt war, und auch jetzt noch wacht sie öfters nachts auf und braucht abends sehr lange, in den Schlaf zu finden. Ihr kleiner Bruder dagegen hat schon mit 3 Monaten 4-7(!!)-stündige Stillabstände - obwohl wir nichts anders machen (Rituale, Familienbett, etc.). Das Schlafverhalten hat also auch bei uns nichts mit "Erziehung" zu tun...
    Am besten ging es uns immer noch damit, die Situation zu akzeptieren (vor allem Gedanken wie "Es kann doch nicht sein, dass" zu vermeiden) und Berichte von super schlafenden Kindern zu ignorieren ;-)

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  5. Unsere Tochter ist ein sehr anspruchsvolles Baby bzw. mittlerweile Kleinkind. Ich mag die Bezeichnung Schreibaby nicht, aber das war sie bis zu ihrem 5. Lebensmonat. Auch danach ging es nicht so prickelnd weiter. Die ersten Monate wohnte sie fast ausschließlich auf mir. Falls ich sie doch in ihren Stubenwagen oder in ihr Bettchen legen konnte, schlich ich auf leisen Sohlen davon. 15 min später ging das Spiel von vorne los: weinen, stillen, tragen, stillen, stundenlange Spaziergänge,.... die Tage waren sehr anstrengend. Die Nächte noch mehr. Auch da schlief mein Mäuschen nicht viel und wir auch nicht. Ich freute mich über 2 Stunden Schlaf am Stück. Blieben aber die Ausnahme. Sie schläft auch jetzt mit ihren 17 Monaten schlecht. Jede Nacht birgt eine neue Überraschung. Ob sie alle halbe Stunde aufwacht, zwei Stunden in der Nacht munter ist, Dauergestillt werden möchte, einfach keinen Platz zum gut schlafen findet und sich herumwälzt (egal ob bei ihr im Bett oder bei uns), weinen muss, Besuch vom Nachtschreck hatten wir auch schon, usw. Die Prinzessin hat genau einmal in ihrem Leben durchgeschlafen: 7:15-5:50 Uhr! Wir haben immer das gleiche Abendritual, immer die gleichen Uhrzeiten, alles ist für sie vorhersehbar. Sind die Tage aufregend, braucht sie oft zwei Stunden zum Einschlafen. Natürlich begleitend. Auch Mittags ist es oft nicht einfach. Je älter sie wurde umso besser wurde es. Aber objektiv betrachtet nicht. Aber ich kann besser damit umgehen. Als mir mein schreiendes Baby in den Arm gelegt wurde und es auch noch immer schrie als wir das Krankenhaus verlassen haben (außer sie wurde gestillt ... am Anfang 30 mal in 24 Stunden) dachte ich es ist normal so. Babys weinen nun mal und meines vielleicht ein bisschen mehr. Die Erzählungen von Freunden über schlafende Neugeborene waren wahrscheinlich übertrieben. Als meine Hebamme meinte, da haben wir so ein rein gar nicht Anfängerbaby dachte ich, ja gut. Erst als ich Freunde besuchte die selbst gerade Eltern wurden und ich dort ein schlafendes kleines Bündel im Bettchen sah, das ab und zu die Augen öffnete und mit dem Mund schmatzte (das Zeichen für Hunger), wusste ich es geht auch anders. Mein Mäuschen war jedoch kein solches Schlafbaby. Und auch wenn wir so vieles probierten, sie wurde auch zu keinem. Irgendwann hörte ich auf herum zu doktern sondern nahm es einfach an wie es war. Unsere Puppe braucht diese unglaubliche Nähe, den prüfenden Blick in der Nacht ob die Mama noch da ist, diese Aufmerksamkeit. Dafür bekomme ich so viel zurück. Ein breites zuckersüßes Lachen morgens zum Aufwachen und feuchte Schmatzer, die mich die Horrornacht vergessen lassen. Ein fröhliches, aufgewecktes, neugieriges, wissbegieriges Kind dass mich in eine Mama verzaubert hat. Ich liebe sie. Und ich könnte sie nie umtauschen auch wenn mir dafür ein schlafendes Baby versprochen werden würde.
    Ich werde oft gefragt, wie ich das aushalte. Und was ich tue. Ob ich zb schlafe wenn das Mäuschen schläft. Ich gebe da oft zur Antwort nein, es ist so schwer beim Spazierengehen zu schlafen ;). Ja gut mittlerweile (seit Vl 3 Monaten) schläft sie mittags im Bett. Aber auch da schlafe ich nicht. Hier nutze ich die Zeit um den Haushalt zu machen oder Büroarbeit.
    Mir wurde in der Schwangerschaft oft gesagt: Man bekommt das Kind das man gerade noch aushält.
    Bei mir stimmt diese Aussage garantiert. Auch wenn ich oft an meine Grenzen gehe, resigniert habe ich noch nicht. Und auch wenn ich oft denke, schlimmer darf es nicht werden, bin ich überrascht, wie ich das doch schaffe.
    Haltet durch liebe Mamas! Es wird garantiert besser. Spätestens zum Heiraten ist dann alles gut *hihi*

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  6. Eine schöne Zusammenfassung von uns müden Mamas. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte.

    Liebe Grüße Melanie

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  7. Ja, zu allem, irgendwie. Zum Thema Schlafen will ich gefühlt auch dauernd einen Beitrag schreiben, aber dann packt mich die Lethargie (weil Schlafmangel).

    Meine Tochter ist jetzt 3 1/4, und durchgeschlafen hat sie vielleicht 5-6 Mal in ihrem Leben. Gestillt habe ich sie 20 Monate lang, auch nachts. Das Abstillen brachte keine echte Veränderung. Sie ist im Schnitt 3x jede Nacht wach. Mal trinkt sie ein paar Schlucke aus der Flasche (ja, sie nimmt immer noch eine, sie ist da unseligerweise fixiert drauf), mal beschwert sie sich über irgendwas und rotiert ne halbe Stunde in unserem Bett herum, mal muss sie Pipi.

    Ich sehe seit langem keine Veränderung im Muster mehr. Mehrmals haben wir versucht, ihr die nächtliche Flasche abzugewöhnen, und jedes Mal sind wir gescheitert. Sie hat jeweils mehrere Stunden lang untröstlich geschrien. Irgendwann sind wir einfach zusammengeklappt. Tja.

    Tagsüber ist sie ein fröhliches und selbständiges Kind, aber nachts...ich weiß auch nicht. Tipps habe ich keine. Im Gegenteil, ich hätte gern welche ;)

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  8. Ach ja....ein schöner Artikel der mich an unsere schlaflosen Nächte erinnert. Gefühlt ist es schon eine Ewigkeit her, dass die Nächte so durchwachsen waren...und Ja es wird definitiv besser. Aber in den Phasen selber, habe ich oft alles als furchtbar anstrengend und zermürbend empfunden. Jetzt sind unsere Jungs 8 und 4 3/4 Jahre alt. Der große kommt eigentlich nur noch, wenn er schlecht geträumt hat und der kleine ist zur Zeit wieder vermehrt bei uns im großen Bett - aber auch das wird seltener. Manchmal bin ich traurig darüber und vermisse die kleinen Arme und tretenden Füße nachts. Dann hilft nur einmal tief seufzen und dankbar dafür sein, dass sie mittlerweile meist selbst ein-/ und durchschlafen können und wir auch :-)

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