Dienstag, 26. April 2016

Papa bloggt: Ich möchte bei der zweiten Geburt dabei sein

Vater will bei Geburt dabei sein Elternblog Runzelfuesschen


Bei der Geburt vom Runzelfüßchen war alles relativ einfach: Es gab nur meine Frau und mich: wer bei der Geburt dabei sein konnte, war allein eine Sache von uns beiden. Obwohl ich keine Ahnung vorher hatte, was mich erwarten würde, wollte ich unbedingt anwesend sein. Jetzt sind wir mittlweile zu dritt und alles wird unendlich komplizierter.

Muss man als Mann beim Geburtsvorgang dabei sein?


Die Frage, was man sich selbst oder dem Partner zumuten kann, muss jeder selbst wissen. Manche Menschen können kein Blut sehen, andere bekommen schon Schweißausbrüche, wenn sie ein Krankenhaus von außen sehen. Ich war zwar noch nie schwanger, aber zumindest für mich ist eine Geburt ein sehr intensiver Vorgang. Vielleicht das intensivste, was ich bisher erlebt habe, und ich war nur Zuschauer. Daher hatten wir damals entschieden, dass ich meine Frau begleiten will. Auch wenn ich bei Runzelfüßchens Geburt keine besonders aktive Rolle hatte, war meine Anwesenheit meiner Frau sehr wichtig. Mir natürlich auch: So gut es ging, wollte ich sie unterstützen und dabei sein, als meine Tochter auf die Welt kam.




Wer passt denn auf das Kind auf?


Wir machen uns fast seit Beginn der Schwangerschaft Gedanken, wer unser Runzelfüßchen betreuen kann. Der eine oder andere wird es schon auf diesem Blog gelesen haben, denn die Frage reibt uns buchstäblich auf. Irgendwann kam der wohlwollende Vorschlag, dass ich doch zu Hause bleiben könnte, wenn das Baby kommt. Damit wären doch alle Probleme gelöst und meine Tochter wäre bei mir ja in guten Händen. Das stimmt zwar, aber eine Sache wird dann doch vergessen. Ich KANN meine Frau das nicht alleine durchstehen lassen. Ich will ihr beistehen, wenn sie Schmerzen hat, sie unterstützen, wenn es ihr nicht gut geht und in gewisser Weise auch auf sie aufpassen. Und dann möchte ich natürlich in den ersten Lebensminuten meines zweiten Kindes dabei sein.

Meine Tochter soll nicht verschreckt werden


Wir haben für jeden Tag und jede Stunde eine Telefonliste, die wir gedanklich abtelefonieren müssen. Nachts vor dem einschlafen überlegen meine Frau und ich, wen wir anrufen würden. Auch wenn uns viele Leute ihre Hilfe angeboten haben, niemand ist 24/7 verfügbar oder wacht sofort auf, wenn um 4:20 das Telefon klingelt. Menschen, die meiner Tochter nicht richtig vertraut sind,  kann ich sie nachts auch nicht guten Wissens übergeben. So hoffen wir doch, dass das Baby sich einen günstigen Moment aussucht.

Seid ihr als Väter bei der Geburt dabei gewesen? Wären euch das auch bei der zweiten Geburt wichtig?

Kommentare:

  1. Ich habe es gerade schon auf Twitter geschrieben; Mein Mann möchte auch bei der zweiten Geburt wieder dabei sein und auch ich wünsche mir das von ganzen Herzen!

    Wir haben das Problem, keine Verwandten in der Nähe zu haben (mindestens 300km entfernt). Mein Sohn wird entweder zu unserer guten Freundin und Nachbarin gebracht oder (damit überraschten mich meiner Eltern) sie kommen her. Für den 12. September haben sie sich 2 Wochen Urlaub genommen. Eine davon machen sie Urlaub in unserer Nähe, die andere möchten sie hier sein. Sie sind also abrufbereit. Nun muss sich unsere Tochter nur dafür entscheiden auch tatsächlich in diesem Zeitraum auf die Welt zu kommen. ;)

    Was ich mich allerdings schon lange frage; Dürfen Kinder mit in den Kreißsaal? Wäre das eine Option für euch?

    Sonnige Grüße.

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    1. Hallo Sonnenshyn,

      ich glaube auf Twitter hat auch jemand geschrieben, dass man mindestens 16 Jahre alt sein muss, um in den Kreißsaal reinzukommen.
      Aber rein aus eigener Erfahrung möchte dem Runzelfüßchen nicht zumuten, eine Geburt zu sehen.
      Ich drücke euch die Daumen, dass sich eure Tochter zeitlich günstig auf den Weg macht.

      Liebe Grüße,
      Alex

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  2. Wir hätten es uns nicht ohne ihn vorstellen können. Da Verwandtschaft viel zu weit weg und es bei uns tatsächlich kurz nach Mitternacht losging, waren wir sehr froh, auf unsere Tagesmutter zurückgreifen zu können. Wir hatten ein freundschaftliches Verhältnis und es war für sie keine Frage, dass wir auch nachts klingeln konnten. Der Große fühlte sich gut aufgehoben, in vertrauter Umgebung, wenn er auch vorher nie dort übernachtet hatte.
    Drücke euch die Daumen, dass es klappt!

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    1. Hallo Rosa,

      das ist aber wirklich sehr nett von eurer Tagesmutter gewesen.
      Vielen Dank für das Daumendrücken.

      Liebe Grüße,
      Alex

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  3. Manchmal kommt auch alles anders als gedacht und das Baby kommt genau zu dem einzigen Zeitpunkt zur Welt, wo alle fraglichen Betreuungspersonen keine Zeit haben. Und manchmal springt dann spontan jemand ein, der überhaupt nicht eingeplant war. Und manchmal funktioniert genau das wunderbar...

    Alles Gute euch!

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    1. Vielen Dank!
      Ich kenne eigentlich vom Hörensagen nur die umgekehrte Variante: dass die Kinder dann kommen, wenn alles bereit ist.
      Wir hoffen natürlich auch, dass wir irgendwie Glück haben und sich alles fügt.

      Viele Grüße,
      Alex

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  4. Ich kann nur sagen, dass ich bei der zweiten Geburt auch unbedingt meinen Mann als Unterstützung wieder dabei haben wollte. Uns ging es ähnlich mit der Betreuung der Tochter: wir hatten eine Liste an der Tür hängen, wer von unseren Freunden wann verfügbar war. Das war echt ein Hin und Her...in der einen Woche waren die besten Freunde im Urlaub, in der anderen Woche die Freunde, die nachts einspringen sollten, die nächsten Freunde konnten nur an bestimmten Tagen, weil sie wichtige Termine hatten.... Ich hätte es damals total cool gefunden, wenn es neben der Geburtsstation eine Krippe gegeben hätte, sodass man sein Kind dort im Notfall "abgeben" kann, der Mann aber auch jederzeit zu ihm könnte. Letztendlich war der Zeitpunkt super: meine Mutter war gerade zu Besuch, ich konnte abends noch zwischen den Wehen die Tochter ins Bett bringen ohne das sie groß was merkte und am nächsten Vormittag war das Baby da. Ich drücke euch die Daumen, dass es bei euch ebenso glatt läuft!!

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  5. Entbinde doch in einem Geburtshaus oder zu Hause =). Dort ist die Betreuung viel einfacher zu regeln und die Geburt ist dann eine ganz natürliche Sache, in der von außen nicht eingegriffen wird. Meine Entbindung im Geburtshaus ist eine wundervolle Erinnerung in solch liebevoller (es gab Kerzen, Blumen, frisches essen und ganz viel Fürsorge aber auch Raum für Privatsphäre) und geschützter Umgebung!

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