Dienstag, 6. Oktober 2015

Papa bloggt: Ein müdes Kleinkind ist ein anderes Kind


Die Rubrik heißt ja, wenn der geneigte Leser tatsächlich die Rubrik überprüft, „Highlights vom Papa“. Manchmal gibt es natürlich auch die „Lowlights“ oder einfach Tiefpunkte. Während das Leben mit Kleinkind für mich meistens toll ist, gibt es natürlich auch immer mal wieder Ausnahme. Klar, so ist das eben.
Eine Ausnahme nenne ich einfach mal „sehr müdes“ Kleinkind.

Ein ausgeschlafenes Kleinkind ist ein Segen


Wenn das Runzelfüßchen ausgeschlafen ist, ist sie ein sehr ausgeglichenes, munteres, fröhliches Kind. In der Regel ist das der Zustand, den ich kenne. In dieser Gemütslage kann ich fast alles mit ihr machen. Im Supermarkt trägt sie brav die Einkäufe oder sitzt im Einkaufswagen und grüßt am liebsten alte Omas, die ihr gerne zurückwinken. Wenn wir zu Hause sind, lesen wir Bücher oder spielen zusammen. Falls ich einen Traum hatte, wie das Leben mit Kleinkind irgendwann mal aussehen würde, so in etwas sieht er dann aus.

Ein müdes Kleinkind kann die Hölle sein


Ich sollte vorweg sagen, dass ich nicht an ein „böses“ Kind glaube. Natürlich testen Kinder ihre Grenzen aus und praktisch als Nebenprodukt kann ich mich als Vater darüber ärgern.
Es spielt eigentlich keine Rolle, warum das Runzelfüßchen manchmal sehr müde ist. Mal ist es ein zu kurzer Mittagsschlaf, mal ein zu kurzer Nachtschlaf oder eine anbahnende Erkältung. Aber wenn meine Tochter nicht richtig ausgeschlafen und müde ist, dann ist sie fast ein anderes Kind. Im Supermarkt will sie eigentlich nur Glasflaschen und andere Glaswaren aus den Regalen räumen. Im Einkaufswagen will sie auch nicht mehr sitzen. Stattdessen will sie den Einkaufswagen selber schieben und gegen alte Omas steuern. Wenn ich das nicht zulasse, fängt sie an zu schreien und wirft sich auf den Boden. Sagen wir es wie es ist:  ein müdes Kleinkind kann anstrengend sein.



Der nächste Schlaf ist weit


Wenn das Runzelfüßchen übermüdet ist, dann kann ich auch nicht mehr gut zureden. Sie will dann einfach auch nicht schlafen. Sie ist zu wach um zu schlafen und zu müde, um wirklich Spaß an Dingen zu haben. Für ihre Lieblingsbücher hat sie dann keine Geduld. Stattdessen ist sie eher destruktiv unterwegs. Es bleibt einem fast nur darauf zu warten, dass es bald wieder Schlafenszeit ist.
In diesen Momenten hilft es mir am meisten, so schwierig das sein mag, selber ruhig zu bleiben. Denn das Runzelfüßchen hat sich das nicht selbst ausgesucht, sondern hat im Moment selbst Probleme, die Umwelt positiv wahrnehmen zu können.

Wie verhalten sich eure Kleinkinder, wenn sie übermüdet sind? Wie reagiert ihr darauf? Und: Habt ihr einen Tipp für mich?

1 Kommentar:

  1. Diese destruktiven Wesenszüge kenne ich auch. Noch nicht beim eigenen Kind, aber beim quasi zur Familie gehörenden Nachbarskind. Nicht selten wird es in Phasen extremer Müdigkeit auch autodestruktiv. Er haut sich vor lauter Müdigkeit ein paar Mal an den Kopf, muss dann anfangen zu weinen, weil es weh getan hat. Dann ärgert er sich über sich selbst, muss das Weinen intensivieren. Dieser Teufelskreis kann dann meist tatsächlich erst durchbrochen werden, wenn der Schlaf der Gerechten naht.

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