Dienstag, 21. April 2015

Papa bloggt: Das erste Mal eine Puppe kaufen


Ich mag zwar ein relativ alter Vater sein - aber bislang habe ich meine Tochter immer relativ gut "verstanden". Wenn sie sich für Tiere begeistern konnte oder Krach machen wollte oder Schubladen auf und zu machte - ich hatte Verständnis dafür. Oder mir machten diese Dinge selber Spaß. Aber wenn ich eine Sache nicht verstehen konnte: Das Prinzip Puppe.


Seit einigen Monaten entwickelte das Runzelfüßchen eine Vorliebe für Puppen. Egal ob es diese typischen Babypuppen waren oder einfache Stoffpuppen. Wo immer sie eine sah, dann wollte sie diese haben und in den Arm nehmen. Nicht, dass wir irgendwas gegen Spielzeug oder Puppen an sich haben: es gab einfach noch keine Puppe in unserem vielfältigen Spielzeugsortiment.

Die Puppendiebin unterwegs


Irgendwann wurde es uns dann zu bunt. Die Puppe beim Kinderarzt war schon fast samt Runzelfüßchen hinter der Praxistür verschwunden - eine andere Puppe in der Bibliothek sollte uns uns beinahe nach Hause folgen und andere Kinder mussten auch schon ihre Puppe "ausleihen". Wir mussten also selber so ein Ding kaufen.

Das Spielzeuggeschäft der Gruselpuppen


Ehrlicherweise mag ich Spielzeuggeschäfte. Vielleicht liegt das daran, dass ich als Kind schon diese Läden faszinierend fand. Oder es mag daran liegen, dass es dort Dinge gibt, die mich theoretisch auch ansprechen:  Nachdem mich meine Frau vom Lego Sternenzerstörer weggeschleift hat, kamen wir (leider) doch zu den Puppen.
Ich werde nie verstehen, wieso Babypuppen so aussehen wie sie aussehen: die Lippen sehen geschminkt aus, der Mund steht immer offen, damit der Plastikschnuller immer reingeht, und die Augenbrauen sind dünne, aufgemalte Striche. Kein Baby hat solche Augenbrauen. Auf mich wirken diese Puppen eher gruselig. Die Stoffpuppen fand ich irgendwie ansprechender, aber mir bzw. meiner Frau musste so eine Puppe nicht gefallen.  Also durfte das Runzelfüßchen selber wählen.

Die Qual der Wahl


Wir breiteten vor meiner Tochter drei Puppen zu Auswahl aus. Zum Glück entschied sich meine Tochter für die Stoffpuppe. Die Babyplastikpuppe hätte mir sonst Angst gemacht. Allerdings waren wir dann noch nicht fertig: Praktischerweise hatte das Spielzeuggeschäft einen passenden Puppenbuggy neben den Puppen ausgestellt. Das Runzelfüßchen rief also lautstark "Auto" und bugsierte die Puppe in den Buggy. Der musste also auch mit.
Leider ließ sie die Sachen natürlich nicht mehr los, als es zum bezahlen ging. Tränenreich wurde die Puppe das letzte Mal aus der Hand gegeben, bevor sie in den Besitz meiner Tochter übergehen durfte.

Puppe + Buggy + Türschwellen = Krach


Zuhause angekommen wurde der Puppenbuggy direkt ausprobiert. Da unsere Wohnung nicht vollständig barrierefrei ist, krachte das Runzelfüßchen direkt gegen die Türschwelle zwischen zwei Zimmern. Nach kurzer Beschwerde ging es weiter. Während sie singend mit einem "lalala" und ihrem Buggy durch die weiteren Zimmer raste, freute ich mich, dass ihr das so viel Spaß machte. Auch wenn ich diese Begeisterung nicht unbedingt nachempfinden konnte.


Gibt es auch Spiele oder Spielzeug eurer Kinder, was ihr nicht wirklich versteht? Ich freue mich auf eure Kommentare!


Kommentare:

  1. Das Kiddo (15 Monate) liebt Schnürsenkel in Schuhen und Halsketten. Alles, was irgendwie als Halskette dienen könnte, ob Aufladekabel oder Küchenhandtuch, wird ausdauernd als solche getragen. Gerne auch mehrere übereinander (meine latente Sorge: Kiddo erwürgt sich versehentlich mit seinem Tand).

    Außerdem sehr hoch im Kurs: Tuben aller Art. Wo ich schon meine Zahnpastatube gesucht und gefunden habe...bizarr.

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    1. Hallo,

      Vielen Dank für den Kommentar.
      Das mit den Ketten kommt mir auch sehr bekannt vor. Unser Runzelfüßchen trägt auch sehr gerne Kette. Mit Tuben hat sie es im Moment nicht so, dafür definiert sie gerne auch brauchbare Gegenstände als "Mull" und wirft sie in den Papierkorb.

      Viele Grüße,
      Alex

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  2. Ha, das mit dem Müll haben wir auch – sie redet noch nicht, aber den Mülleimer versteht sie durchaus. Leider auch die Toilette als Entsorgungsapparat, wie ich neulich feststellen durfte: Es passt schon ganz schön viel Kram rein, in so eine Kloschüssel. Glaubt man gar nicht :D

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  3. Meine Tochter (10) hat relativ spät mit Puppen angefangen und zu Weihnachten hat sie sich eine gewünscht da waren sogar die Haare aus Plastik. Alle Erwachsene konnten das nicht verstehen, aber ich rede ihr da nicht rein. Sie liebt ihre Puppe trotz Plastikhaaren :D

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