Samstag, 29. März 2014

Tipps für das Wochenbett - von Papa zu Papa

Auch Väter dürfen hier Tipps für das Wochenbett geben. Für die Frau sind die ersten Wochen sehr anstrengend. Wie bei der Geburt fühlen sich Männer oft nur als Zuschauer. Ich möchte hier ein paar Tipps geben, wie man für sich und für die neue Familie einen guten Einstieg schafft und die Anstrengungen zumindest abschwächen kann. Dazu angeregt wurde ich durch meine Frau und die Blogparade von Jana vom Hebammenblog.




Erster Tipp:
Man kann nie wissen, wann das Baby kommt und das Wochenbett beginnt. Ob man mit dem Arbeitgeber klärt, dass man seinen Urlaub spontan nehmen kann oder ob man einen Monat Elternzeit nehmen will: Der Vater sollte die ersten drei bis vier Wochen nicht arbeiten und für Mutter und Kind da sein. Kein Job ist so wichtig, kein Projekt so dringend, dass man seine Frau und den neuen Erdenbürger in der ersten Zeit alleine lassen will.

Zweiter Tipp:
Das mag sich zwar hart anhören, aber der neue Papa sollte die Stimmungsschwankungen am Anfang des Wochenbetts nicht zu sehr hinterfragen. Als Vater freut man sich ungemein über den Nachwuchs, aber warum freut sich die Mutter nicht pausenlos? Wieso ist sie deprimiert, wenn man doch feiern sollte, dass das Baby auf der Welt ist? Natürlich soll man Trost spenden und sich um die Mutter kümmern, aber als Vater sollte man das nicht großartig hinterfragen. Für die Frau da sein und trösten reicht vollkommen. In der Regel ist der Baby-Blues nach kurzer Zeit vorbei.

Dritter Tipp:
Jetzt zahlt sich aus, wenn man sich als Paar auch schon früher den Haushalt und die Hausarbeit aufgeteilt hat. Auch gut, wenn man als Mann kochen kann, denn der frischgebackene Vater sollte den Haushalt in nächster Zeit alleine schmeißen. Gut, wenn jemand hilft, wie zum Beispiel Familie oder Freunde, aber um den Haushalt sollte sich die junge Mama auf gar keinen Fall kümmern müssen.

Vierter Tipp:
Direkt anfangen sich mit dem Baby zu beschäftigen. Die Hebamme ist nicht nur für die Mutter da, sondern zeigt auch dem Vater, wie gewickelt, wie gebadet oder wie ein Tragetuch gebunden wird. Solange man zu Hause ist, sollte man jeden Gelegenheit nutzen, das Baby zum Beispiel zu wickeln. Oder man geht mal alleine raus mit dem Kind - ob mit dem Kinderwagen oder mit einem Tragetuch. Vielleicht möchten Frauen da widersprechen, aber außer Stillen kann man als Vater alles mindestens genauso gut wie die Mutter.

Fünfter Tipp:
Sich selbst auch ein wenig bremsen in der ersten Zeit. Vielleicht will man als neuer Papa das Baby allen vorstellen: der engen Familie, der weiter-entfernten Familie, seinen Freunden und dann noch den Arbeitskollegen. Mal abgesehen davon, dass man sehr schnell merkt, ob das Baby lieber mehr oder weniger Trubel gern hat (nach meiner Erfahrung eher weniger), braucht die Frau in den ersten Wochen eh sehr viel Ruhe. Die Zeit geht sehr schnell rum, daher sollte man sich Ruhe und Muße gönnen, um sich als Familie an die neue Situation zu gewöhnen.

An die Väter: 
Liebe mitlesende Väter dieses Blogs, wenn ihr noch Tipps habt, die ich hier vergessen habe, dann schreibt sie gern als Kommentar. Ich freue mich auf eure Erfahrungen! 

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